Beiträge von Ati

    Mhm, ich liebe Tee. Meistens mische ich ihn mir selbst, da ich etliche Kräuter und Früchte anbaue oder sammle und selbst trockne. Oder mir die Zutaten aus dem Kräuterhaus hole. Womit klar sein dürfte, dass meine Vorlieben bei Kräuter- und Früchtetee liegen. Ansonsten mag ich Silberspitzentee, pur oder mit Jasmin oder Ingwer oder tasmanischem Pfeffer. Was mich daran erinnert, dass ich mir eine Tasse machen wollte....


    Autor: Ford, Jaye
    Titel: Die Beute
    Originaltitel des Buches: Beyond Fear
    Verlag: blanvalet Taschenbuch Verlag
    Erschienen: 04/2013
    ISBN 10: 3442378664
    ISBN 13: 9783442378661
    Seiten: 448
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 € [D]


    Verlagsseite
    Autorenseite


    Die ehemalige Journalistin und Werbeberaterin Jaye Ford begann erst spät zu schreiben. Ihr Romandebüt - der Thriller Beyond Fear - avancierte 2011 zum meistverkauften Krimi-Debüt in Australien. 2012 wurde die Autorin dafür mit dem Davitt Award in den Kategorien Debut Novel und Readers Choice ausgezeichnet. Ford lebt mit Mann und zwei Kindern in Australien und widmet sich mittlerweile ganz dem Schreiben. Beyond Fear wurde zwischenzeitlich in mehreren Sprachen veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung liegt gerade vor mir. Und hat mir so gut gefallen, dass ich mich frage, wann die Übersetzung von Fords zweitem Roman Scared Yet?auf den Markt kommt.


    Die Beute spielt größtenteils in einem einsam gelegenen Ferienhaus. Angemietet für ein Wochenende von vier Freundinnen, die einmal jährlich gemeinsam ausspannen möchten. Doch bereits angesichts der Überschrift der Inhaltsangabe wird klar, dass das nicht so einfach gelingen kann. Immerhin heißt es da: Vier Frauen. Zwei Fremde. Kein Entkommen.


    Nach einem Beinaheunfall landen Jodie und ihre Freundinnen Hannah, Louise und Corinne später als erwartet an ihrem Zielort. Unfrieden und eine miese Stimmung drohen die Wochenendplanung zu zerstören. Corinne kann kaum laufen, da sie sich in den Knöchel verstaucht. Hannah nimmt Jodie übel, dass sie auf paranoide Art versucht, allen das Wochenende zu verderben. Denn Jodie fühlt sich nahezu von der ersten Minute an permanent beobachtet. Sie warnt immerzu, wird jedoch nicht ernst genommen. Letzteres liegt auch daran, dass Louise prompt ausplaudert, was sie ihr anvertraut. Dabei wollte sie es keinesfalls allen erzählen, was sie vor Jahren erleben musste. Die seelischen und körperlichen Narben davon zeichnen Jodie bis in die Gegenwart. Eigentlich glaubte sie Flashbacks und Panikattacken mit Therapie, Selbstverteidigungskursen und einer gesunden Portion Misstrauen im Griff zu haben. Doch so, wie ihre Freundinnen nach Louises Indiskretion an ihren momentanen Wahrnehmungen zweifeln, muss sich auch Jodie selbst fragen, ob sie nicht einfach hysterisch überreagiert.


    Parallel zum aktuellen Geschehen im Bezug auf die Frauen und den Erinnerungen an Jodies dramatische Vergangenheit lernen Fords LeserInnen gleich eingangs den Expolizisten Matt kennen, der den Wagen der Frauen abschleppt und schnell Interesse an Jodie bekundet. Auch seine Vergangenheit ist nicht perfekt und er leckt in seinem Heimatort seine psychischen Wunden, die auch durch die Erinnerung an einen ungelösten Fall wieder aufgerissen werden.


    Denn: Der Thriller von Jaye Ford wäre natürlich kein Thriller, wenn da nicht mehr hinter den Vorkommnissen stecken würde. Paranoia ist keine Paranoia mehr, wenn eine reale Gefahr besteht. Und Jodie, Louise, Corine und Hannah geraten in Lebensgefahr, weil sie zur falschen Zeit am falschen Ort sind. Die Inhaltsangabe verrät ja schon die beiden Fremden, die ihre eigenen Ziele verfolgen und neben anderen Dingen auch vor Mord nicht zurückschrecken.


    Ford lässt ihre LeserInnen recht schnell an der unheilvollen Entwicklung teilnehmen. Bereits auf der zweiten Seite geschieht der Beinaheunfall und danach geht alles Schlag auf Schlag, sodass die Charaktere nahezu nebenbei vorgestellt werden. Nachdem sowohl Jodie als auch Matt von Erinnerungen an ihre Vergangenheit eingeholt bzw. zusammen mit den anderen von den aktuellen Ereignissen überrollt werden, erfährt man in kleinen Atempausen auch Näheres über Jodies Freundinnen, über ihre verlorenen Träume, ihre Launen und Schwächen, aber auch über ihre Stärken und Wünsche. Auch Matts Angehörige oder die beiden Fremden werden kurzzeitig beleuchtet. Wobei Atempausen jetzt vielleicht etwas andeutet, was so nicht gegeben ist. Die Geschichte ist nicht wirklich atemberaubend. Sanft, aber konsequent gestrafft würde ich den Spannungsbogen eher bezeichnen. Dadurch wirkt auch die sich nebenbei allen anfänglich negativen Tendenzen zum Trotz zwischen Jodie und Matt überaus dezent anbahnende Romanze nicht unpassend.


    Die Autorin hat die Handlungsstränge um das an sich harmlose Vergnügungswochenende, die dramatischen Erinnerungen und die Verbrechen gut proportioniert. Überhaupt setzt sie nicht auf blutige Gewaltexzesse, wie man sie häufig in Romanen oder Filmen findet. Dennoch wirkt gerade dadurch bedrohlich, was bedrohlich wirken soll, und man fragt sich unwillkürlich, wie die Sache ausgehen wird.


    Die Charaktere - egal ob gut oder böse - handeln größtenteils nachvollziehbar und wirken echt. Sie sind keine Übermenschen, sondern kämpfen skrupellos oder verzweifelt ums Überleben oder sind dem Geschehen hilfslos ausgeliefert.


    Die eine oder andere Passage lässt einen als LeserIn den Kopf schütteln, angesichts der Begriffstutzigkeit der Frauen. Es gibt auch gewisse Vorhersehbarkeiten, die das Lesevergnügen aber nicht sonderlich schmälern. Das Ende ist allerdings etwas schön zu gezeichnet, was vermutlich eingefleischte Hardcore-Thriller-Fans wirklich stört. Ford bewahrt ihren handelnden Opfern Menschlichkeit und lässt sie Schuldgefühle angesichts der Auswirkungen ihres Tuns empfinden. Aber auch Verständnis und bereitwilliges Verzeihen für offenkundiges Versagen.


    Fazit:


    Nach meinem Dafürhalten eher ein Roman für Frauen. Und auch nur für solche, die nicht ständig von einem neuen Verbrechen lesen wollen, das den Atem raubt und ängstlich die Fenster überprüfen lässt. Wer das aber nicht braucht, wird mit Die Beute kurzweilig und durchaus spannend unterhalten. Ein gelungenes Debüt, das Lust darauf macht, mehr von Jaye Ford zu lesen.


    Copyright ©, 2013 Antje Jürgens (AJ)

    Nicht wirklich witzig, eher nachdenklich machend. Hab ich grade per mail erhalten:



    Wenn du NACH 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun!
    Aber du solltest trotzdem weiterlesen. Schon allein, um zu verstehen, warum die PAMPERS-Generation (zu der du vielleicht auch gehörst) keine Helden hervorbringen wird. Früher war vielleicht nicht alles besser, aber … nein, ließ selbst.
    Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags.
    Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Kadmium.
    Das Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel.
    Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Finger, und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm, Knie- oder Ellenbogenschützer.


    Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen.
    Natürlich gab es auch Getränkeflaschen. Wir tranken einträchtig mit Freunden und Verwandten aus einer Flasche, ohne dass jemand an den Folgen starb.
    Wir wussten nicht, ob das MHD unserer Lebensmittel abgelaufen war, weil es das damals noch gar nicht gab. Deshalb können wir auch heute noch Sachen essen, die darüber sind, ohne dass wir davon ausgehen, im nächsten Moment tot umzufallen oder vor Ekel sterben zu müssen.
    Wir überlebten auch die selbst gekochten Gerichte unserer Eltern, und litten an keinen Mangelerscheinungen, weil Fastfood-Tempel nicht fester Bestandteil unseres Alltags waren.


    Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar.
    Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht einmal ein HANDY dabei!
    Wir rauften, manche schlugen sich sogar grün und blau. Damit mussten sie dann leben, denn es interessierte viele der Erwachsenen nicht besonders.
    Wenn wir jemandem auf dem Kieker hatten, mussten wir uns direkt damit auseinandersetzen und agierten nicht feige-anonym via Internet.
    Wir hatten keine Playstation, Nintendo64, X-Box, Video-Spiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video und DVD, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys etc. Infolgedessen konnten wir natürlich keine Pornos aus dem Internet herunterladen, trotzdem wussten die meisten von uns durchaus genauso gut oder schlecht wie ihr heute, worum es beim Sex geht.


    Wir hatten mehr oder weniger gute Freunde. Meistens waren es nicht sehr viele, dafür waren sie alle echte Menschen ohne Nickname und erfundene Profile. Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal gingen wir auch ganz einfach so hinein. Ohne Termin und Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns … Wie war das nur möglich?


    Wir dachten uns selber Spiele aus.
    Wir aßen Würmer und es traf nicht ein, dass die Würmer in uns weiterleben.
    Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.
    Fahrräder (keine Mountain-Bikes) wurden von uns selber repariert.
    Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.


    Es war nicht alles besser, aber wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.
    Mit allem mussten wir umgehen, wussten wir umzugehen!


    Gehörst du da auch dazu?!

    big_wut


    AUA, kann ich da nur sagen. Jetzt wo ich deine Antwort gelesen habe, frage ich mich ernsthaft, wo der Schlauch ist, auf dem ich die ganze Zeit gestanden habe. Wenn ich Autor eingebe, sortiert es natürlich nicht nach dem Buchautor, sondern nach dem Thread-Starter. Bin ich bl....


    danke1 Ulli

    Wir haben hier oben wirklich Glück. Der Tag begann mit strahlend blauem Himmel und noch strahlenderem Sonnenschein. Ich saß heute (und so spät ist es ja noch nicht) eine halbe Stunde in Pizz-Buin-Stellung auf dem Balkon und habe alle viere von mir gestreckt. Herrlich. Die Vorstellung, dass wieder Schnee kommen soll, ist momentan ... unvorstellbar, schrecklich, uahhh, nein ich mag gar nicht dran denken.

    Stimmt, doch wenn ich da nach Autor sortiere, etwa absteigend, dann habe ich gerade vorher etwa Grisham, Gee, Graham angezeigt bekommen, was ja irgendwie nicht ganz alphabetisch ist. Das Problem hab ich öfter. Kennt ihr anderen das auch?

    Die alphabetische Sortierfunktion bei den Rezis ist eine gute Idee. Was allerdings etwas schade ist, jedenfalls erscheint es bei mir so, ist der Umstand, dass die Sortierung innerhalb des Buchstabens wiederum nach Datum erfolgt. Was im Laufe der Zeit das Durchsuchen etwas erschweren dürfte. Es gibt ja zwar noch die Suchfunktion, aber da bekommt man dann ja alle Threads mit dem Suchwort (in dem Fall der Autor) angezeigt. Kann man da vielleicht was machen, dass die Sortierung nicht nur grob nach dem ABC erfolgt, sondern auch innerhalb der einzelnen Buchstaben?

    Stimmt Steffi,


    mag man gar nicht glauben, wenn man so aus dem Fenster sieht. Ich glaub ich hab mir heute mittag meinen ersten leichten Sonnenbrand geholt (auf dem Balkon). Ich fass es nicht. Was mach ich erst, falls es hier oben dieses Jahr einen Sommer gibt.