Beiträge von Blackfairy71

    Ich habe das Buch auch gestern noch beendet, ich wollte unbedingt wissen, wie es ausgeht.


    Dass es noch mal zum Bruch kommt zwischen Graham und Vicky war natürlich klar, aber schön, dass es dann noch wieder gut wurde.

    Eine Sache erschien mir allerdings etwas unlogisch: Als Vicky mit ihrer Mutter im Pub ist und sie sich alles erzählen, wäre es doch normal gewesen, dass beide als Deutsche sich auch auf Deutsch unterhalten. Es wäre doch komisch, wenn die beiden miteinander englisch sprechen. Aber Graham hat trotzdem alles gehört und auch verstanden. Oder habe ich irgendwo überlesen, dass er so gut Deutsch spricht?

    Aber gut, das ist vermutliche der Dramaturgie der Geschichte geschuldet. Es hat mir auch nichts ausgemacht, es ist mir halt nur aufgefallen.


    Insgesamt fand ich die Geschichte sehr schön, gerade zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit.


    Nächstes Jahr geht es dann ja weiter mit einer Frühlingsgeschichte und dann steht wohl Shona im Mittelpunkt. Anfangs mochte ich sie ja nicht, bis ich wusste, dass sie Grahams Schwester ist und sich nur Sorgen um ihn macht. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn sie Finlay schon früher Vickys Geschenk und den Brief gegeben hätte.

    Ach menno, das macht mir gleich das Buch und die Geschichte kaputt. Wieso nur muss sich Vicky als Aushilfe vorstellen? Wieso geht das schon wieder so los, dass man gleich weiß, wie es enden wird. Mit Lügen eine Geschichte beginnen ist doch echt doof 🙄 noch dazu, weil sie auch Grahams Geschichte kennt, macht man doch nicht!

    Finde ich jetzt gleich mal blöd 🙈

    Ich glaube, sie war einfach überrumpelt und das war gesagt, bevor sie es stoppen konnte.


    Mir gefiel der erste Abschnitt recht gut. Interessante und schrullige Charaktere.

    Ob Vicky irgendwas mit dem Dorf zu tun hat? Wegen des Traums.

    Eigene Meinung:


    Juliane ist 39 Jahre alt, als sie Post vom Notar ihrer Großmutter Ada bekommt, mit der sie nie Kontakt hatte. Trotzdem vererbt diese ihr ihr Haus samt zugehörigem Leuchtturm auf der Hallig Fliederoog. Nach einer großen Enttäuschung in ihrer Beziehung und der Ungewissheit, wie lange sie ihren Job in Hamburg noch haben wird, sieht sie sich die Hallig an, um anschließend zu entscheiden, ob sie das Erbe antreten soll oder nicht. Im Gegensatz zu Julianes jüngerem Stiefbruder Felix, ist ihre Mutter Hanne wenig begeistert von Adas Testament. Sie hatte nie ein gutes Verhältnis zu ihrer Schwiegermutter und bis heute kennt Juliane den Grund dafür nicht. Ihr Vater ist gestorben, als sie noch ein Baby war und seitdem herrscht Funkstille zwischen Hanne und Ada. Sie hofft nun, in der Vergangenheit ihrer Großmutter endlich mehr zu erfahren. Angekommen auf Fliederoog, ist Juliane wie verzaubert von der unvergleichlichen Natur der Nordseeküste und von den Ausblicken und Einblicken, die man nur auf einem Leuchtturm erleben kann. Und im kleinen Haus ihrer Großmutter findet sie Nachrichten, Briefe und Hinweise, die vermuten lassen, dass Ada gehofft hat, ihre Enkelin würde den Weg auf die Hallig finden und sich dort, im Einklang mit der Natur, ebenso wohlfühlen wie sie. Ob Juliane auf Fliederoog wieder zu sich finden und bereit sein wird, ein völlig neues Leben zu beginnen?

    "Es gibt nur eine wichtige Zeit, und die ist jetzt."

    Ein Zitat des Zen-Buddhisten Thich Nhat Hanh. Das trifft sehr gut ein großes Thema dieses Romans. Es geht um Achtsamkeit, sich selbst gegenüber, aber auch im Umgang mit den Menschen in seinem Umfeld.

    Sehr anschaulich erzählt die Autorin Julianes Geschichte. Von der gestressten, rund um die Uhr arbeitenden Redakteurin, die kurz vor einem Burn Out steht, zur Halligbewohnerin und Leuchtturmbesitzerin. In der Natur der Nordseeküste lernt sie, jede Minute ihres neuen Lebens zu schätzen und auszukosten, sich an Kleinigkeiten zu erfreuen, wie dem blühenden Strandflieder. Nicht ständig telefonisch erreichbar zu sein, einfach mal nur aufs Meer zu "starren".

    Juliane war mir gleich sympathisch, obwohl ich sie in Bezug auf Oliver zu Anfang schon ein wenig naiv fand. Aber so ist das mit der Liebe ;) Zum Glück hat sie ja die Kurve gekriegt. Und sie gibt nicht auf, krempelt ihr Leben um und scheut auch keine Konfrontationen.

    Das Buch ist in der Ich-Form aus ihrer Perspektive geschrieben, so dass man immer nah am Geschehen ist. Die lebendigen und anschaulichen Beschreibungen der Hallig und auch der Umgebung haben mir sehr gut gefallen.


    Ich sehe "Strandfliederblüten" gar nicht als naiv oder Eso-Märchen an, wie Gabriella Engelmann im Nachwort schreibt. Gerade in der heutigen Zeit, in denen sich das Leben vieler Menschen überwiegend in den sozialen Medien abspielt, ist die Geschichte leider sehr authentisch. Wenn ich alleine daran denke, wie viele Leute draußen unterwegs sind, die permanent auf ihr Smartphone starren... einfach gruselig. Sie bekommen nichts von ihrer Umwelt mit, haben kein Auge, kein Gefühl mehr für ihre Umgebung, für die Natur und können sich nicht über Kleinigkeiten freuen. Das ist doch einfach nur traurig. Ich bin froh, dass ich nicht so aufgewachsen bin und auch nicht so lebe.

    Das Buch ist "Ein Gefühl wie Nach-Hause-Kommen" steht über dem Klappentext und das kann ich bestätigen. Eine perfekte Urlaubslektüre, aber natürlich auch für Zuhause.


    Veröffentlicht: 27.06.2022

    Okay. Eigentlich ist Ballett auch nicht mein Thema. Aber ich gebe zu, seit ich in den Achtzigern die Serie "Fame" gesehen habe, habe ich immer davon geträumt, wie es wäre, beruflich Tänzerin zu sein, nicht aber unbedingt als Ballerina. Ich hätte aber auch nie die Disziplin für diese Ausbildung aufgebracht.


    Mir hat der erste Teil gut gefallen. Mich erinnert die Sache mit Maria sehr an meine Mutter, die ja auch vor einigen Jahren dement wurde und ich konnte nur schlecht damit umgehen. Für die Angehörigen ist es tatsächlich härter als fǘr die Betroffenen selbst.

    Ich bin gespannt, wie sich die Sache mit Jakob in der Vergangenheit mit Maria entwickelt.

    Ja, irgendwie schon. Ich habe ja oft beim kochen Musik gehört oder im Sommer so laut, das ich auch mal rumgetanzt bin und mitgesungen habe, jetzt fehlt mir einfach die Motivation dazu. Da es mir ja auch seit der ersten Impfung gar nicht gut geht ist das eh alles nur noch nebensächlich. Fühl mich einfach nur noch ausgelaugt, auch durch die ganzen Nachrichten.

    Das kann ich so gut nachvollziehen. :trost:

    Bei mir ist die Musik eigentlich auch ziemlich in den Hintergrund gerückt. Ich höre nur mal was, wenn mein Sohn seine Musik an hat, ansonsten bin ich da auch irgendwie nicht in der Stimmung für.

    Eigentlich schade, oder? Ich habe früher sooo viel Musik gehört, eigentlich ständig, auf jeden Fall, wenn ich zuhause war. Auch beim Lesen, dann zwar leise im Hintergrund, aber sie lief. Heute lese ich am liebsten, wenn es ganz ruhig ist.