Wilken, Constanze: Die Klippen von Tregaron


  • Autor: Wilken, Constanze
    Titel: Die Klippen von Tregaron
    Originaltitel: -----
    Verlag: Goldmann
    Erschienen: 19. Februar 2018
    ISBN 10: 3442484774
    ISBN 13: 978-3442484775
    Seiten: 448
    Einband: Taschenbuch
    Serie: Wales-Reihe Band 5
    Preis: 10,00 Euro


    Inhaltsangabe:
    Seit ihrer Kindheit, wo sie etwas schlimmes in Tregaron House beobachtet hat, leidet Caron unter Albträumen. Sie ist sehr überrascht, als sie eines Tages ein Gemälde und das Cottage erbt. Auf dem Bild ist eine Frau mit einem Kind dargestellt, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht. Neugierig geworden, beginnt sie sich ihrer Vergangenheit zu stellen und versucht herauszufinden, um wem es sich bei der Frau handelt.
    Hilfreich steht ihr hier der Gärtner Ioan gegenüber, zudem sie sich sehr schnell hingezogen fühlt. Gemeinsam versuchen sie zu ergründen, was damals in Tregaron House vorgefallen ist.


    Meine Meinung:
    Die Klippen von Tregaron House ist der fünfte und letzte Teil der Wales Reihe, die aber alle auch einzeln gelesen werden können.
    Nach Beendigung der Lektüre kann ich sagen, dass mir dieser letzte Teil am besten gefallen hat. Die Thematik über Malerei und Glasbläserei hat mich sehr angesprochen.
    Constanze Wilken hat einen sehr lebendigen und bildhaften Schreibstil, der mich sehr für diese beiden Künste eingenommen hat. Auch von der Landschaft konnte ich mir ein wunderbares Bild machen, man merkt die Liebe der Autorin zu Wales, welche sie sehr anschaulich rüberbringt.
    Bereits der Prolog war sehr spannend, ich hatte schon von Anfang an ein Gefühl, dass sich bis zum Schluß Abgründe auftun würden, was dann auch so war. Die Geschichte ist auch eher düster, die Protagonisten sind aber unheimlich vielschichtig, man wußte nicht, wem man überhaupt noch vertrauen kann, was die Geschichte umso spannender gemacht hat.
    Es hat mir großen Spaß gemacht, mit Caron und Ioan dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, hilfreich waren hier zwei alte Tagebücher von einem Maler, der damals im Herrenhaus gewohnt hat.
    Ich war von Anfang an in der Geschichte drin, habe viel mitüberlegt und für mich war das Ende so nicht vorhersehbar, dafür aber umso erschütternder.
    Ich kann die Geschichte nur wärmstens weiterempfehlen, es passiert soviel, man hat das schönste Kopfkino und ich bin mitlerweile auch richtig verliebt in Wales.

    Veröffentlicht am:
    24.2.18


    LG Karin


  • Meine Meinung:


    Caron erbt ein Cottage in Wales und ist deswegen ganz irritiert, denn sie kennt denjenigen, der ihr das Haus und ein besonderes Gemälde vermacht hat überhaupt nicht. Vor allem die Bedingung, die hinter dem Erbe steckt ist sehr interessant und macht auch Caron neugierig, darum lässt sie sich auf das ganze erstmal ein. Allerdings macht sie sich dadurch nicht nur Freunde, aber die Nachforschungen laufen eigentlich ganz gut, denn Caron vertieft sich wirklich total in diese Aufgabe. Was aber auch daran liegt, das sie ein Tagebuch von einem gewissen Lloyd Pierce bekommen hat und das Schicksal von ihm sie sehr berührt und sie deswegen unbedingt wissen möchte wie es ihm, bzw. seine Nachfahren noch so ergangen ist.


    Caron mochte ich recht gerne und ich fand ihre Einstellung bezüglich der Vergangenheit echt gut, denn für sie ist diese sehr wichtig und sie möchte auch unbedingt wissen wieso sie immer so eine Angst vor Gewitter hat und was ihre gelegentlichen Alpträume auslöst. Sie stellt sich diesen Themen und läuft nicht davon, auch wenn es etwas dauert und ihr einige Steine in den Weg gelegt werden. Ioan war auch ganz sympathisch, allerdings ist er mir manchmal etwas zu skeptisch, trotzdem steht er immer zu Caron und hilft ihr wo es nur geht und das war schon toll. Mit den Bowens und Blake hatte ich allerdings so meine Probleme. Die Beziehung der Zwillinge Briony und Logan fand ich ziemlich unheimlich und Sylvia, die Mutter der beiden, ist schon eine intrigante und böse Person.


    In der Vergangenheit haben mir Lloyd, Selma, Sigge, Fuller und Tanat ganz gut gefallen, auch wenn ich bei Fuller und Tanat öfters überlegt habe, ob sie wirklich so nett sind oder ob es da nicht doch einen Haken gibt. Ich finde die beiden sind nämlich echt schwer zu durchschauen. Und auch wenn ich Lloyd echt mochte, so war er mir teilweise doch etwas zu naiv und offenherzig, wenn man bedenkt was um ihn herum so alles passiert ist. Auch hier waren die Bowens übrigens gar nicht mein Fall, denn sie sind manipulativ und grausam und auch der Butler Parry war richtig unsympathisch.


    Die Geschichte war auf jeden Fall gut zu lesen und am Schluss war ich auch ziemlich schnell, da ich unbedingt wissen wollte was denn nun passiert ist und wie es endet. Das meiste habe ich mir allerdings richtig zusammengereimt und so war vieles halt keine Überraschung mehr. Richtig gut gefallen haben mir die Tagebucheinträge, denn so hat man viel über Lloyd und sein Leben erfahren. Außerdem fand ich es interessant, das diese Kapitel mit römischen Zahlen gekennzeichnet waren, während die Kapitel in der Gegenwart ganz normale Zahlen hatten. Ich fand es nur schade, das am Ende so wenig über Lawrence und seine Geschäfte bekannt geworden ist, auch Parry wurde nicht mehr erwähnt und was aus ihm geworden ist, obwohl sein Name anscheinend noch recht bekannt ist in dem Ort. Aber auch in der Gegenwart ging es mir einfach zu schnell mit Logan und Blake und das man so gar nichts mehr über die beiden erfährt.


    Veröffentlicht am: 04.03.2018

  • Eigene Meinung:


    Die Glaskünstlerin Caron erhält überraschend Post von einem Anwalt in Wales: Sie hat das Cottage Tregaron House auf der Halbinsel Llyn geerbt. Caron hat selbst einmal in Wales gelebt, war aber noch zu klein, um sich zu erinnern. Sie weiß nur, dass irgendetwas Schlimmes passiert sein muss, denn ihre Mutter weigert sich, über die Vergangenheit zu reden.
    Als sie in dem Haus das Gemälde einer Frau findet, die ihr zum Verwechseln ähnlich sieht, stellt sie Nachforschungen an und hofft, endlich mehr über ihre Kindheit zu erfahren. Die Spur führt zurück bis ins 19. Jahrhundert und dort scheint der Schlüssel zu ihrer eigenen Vergangenheit zu liegen.


    "Die Klippen von Tregaron" ist der fünfte Teil der Wales-Reihe von Constanze Wilken. Man kann die Bücher aber auch problemlos einzeln lesen. Hier kommen zwar auch Personen aus dem Vorgänger "Das Erbe von Carreg Cottage" vor, das hat aber keinen Einfluss auf die Handlung und man muss auch keine Vorkenntnisse haben. Ich habe das vorher auch nicht gewusst.


    Die Handlung selbst wird auf zwei Zeitebenen erzählt, zum einen in der Gegenwart aus Sicht von Caron und dann gibt es das Tagebuch des Malers Lloyd Pierce, begonnen im Jahr 1885. Nach und nach werden die einzelnen Handlungsfäden zusammengeführt und ergeben schließlich ein stimmiges Ende. So kennt man es ja auch von den Büchern der Autorin. Und wie auch sonst spürt man in den Landschaftsbeschreibungen ihre Verbundenheit zu Wales. Das Meer, die Klippen, die Farben, die ursprüngliche, wilde Natur, die typischen Häuser und die Menschen...all das wird lebendig vor den Augen des Lesers.
    Ich mochte Caron und konnte sehr gut nachvollziehen, dass sie endlich wissen möchte, was damals passiert ist.
    Auch der Maler Lloyd Pierce war mir gleich sympathisch und sein Schicksal tat mir sehr leid.


    Das Buch ist ein gelungener Mix aus Spannungsroman und Familiengeschichte mit einem fesselnden und lebendigen Erzählstil, Emotionen und auch Humor.


    Veröffentlicht am: 21.03.2018