Wanner, Heike: Das Leben ist kein Punschkonzert


  • Autor: Wanner, Heike
    Titel: Das Leben ist kein Punschkonzert
    Verlag: Ullstein Taschenbuch
    Erschienen: 13. Oktober 2017
    ISBN 10: 3548289681
    ISBN 13: 978-3548289687
    Seiten: 303 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Die selbstsichere Carolin hat Karriere gemacht, aber Pech in der Liebe. Die durchorganisierte Dreifach-Mutter Melanie wünscht sich ihr eigenes Leben zurück. Und Julia, die jüngste der drei Schwestern, weiß mit Anfang zwanzig immer noch nicht so recht, wohin sie im Leben will. Fürs erste betreibt sie den alten Kartoffelpufferstand der Familie und tingelt damit von Markt zu Markt. Doch so richtig gut läuft das Geschäft nur im Winter. Und ausgerechnet kurz vor Beginn der Weihnachtssaison kommt es zur Katastrophe: Julia rutscht auf dem Glatteis aus und bricht sich das Handgelenk. Einen verzweifelten Hilferuf später finden sich ihre beiden älteren Schwestern im Imbisswagen auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt wieder, um Julias Jahresumsatz zu retten. Familie verpflichtet eben. Doch zwischen Pufferteig und Punschtopf fliegen bald schon die Fetzen...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Die drei Schwestern Caro, Melly und Julia könnten nicht unterschiedlicher sein, doch wenn eine irgendein Problem hat sind die anderen sofort zur Stelle. So auch im Fall von Julia, die sich das Handgelenk bricht und somit wochenlang nicht richtig in ihrer Kartoffelpuffer-Hütte arbeiten kann. Darum setzen Caro und Melly einen Plan auf, wer wann aushilft und bringen sich auch sonst recht rege mit ein, vor allem Caro will den Stand unbedingt effektiv und gewinnbringend nutzen, was zu einigen Reibereien führt. Melly hat währenddessen mit ihrem Mann Ole so ihre Probleme, der es überhaupt nicht gut findet, das seine Frau plötzlich ihre eigenen Wege geht und Julia versucht sich ihren Schwestern entgegenzustellen und ihre Meinung kund zu tun, was allerdings nicht so leicht ist.


    Von den drei Schwestern hat mir eindeutig Julia am besten gefallen, sie ist zwar erst sehr schüchtern und kann sich nicht wirklich durchsetzen, aber sie wächst an ihren Aufgaben und auch die Liebe sorgt dafür, das sie sich viel wohler in ihrer eigenen Haut fühlt und irgendwie selbstbewußter wird. Danach kam dann Melly, die immer alles genaustens durchplant und alles perfekt haben muß, doch das geht nicht immer so gut, wie sie sich das vorstellt. Caro fand ich am unsympathischsten, sie ist so oberflächlich und begegnet ihren Mitmenschen oft von oben herab, obwohl sie gar nichts über sie weiß. Und wie sie sich dauernd bei Julia einmischt fand ich auch einfach nur unnötig. Ziemlich sympathisch fand ich noch Tolga, Frau Pfeiffer und auch Jan. Mit Ole bin ich dagegen gar nicht warm geworden.


    Die Geschichte hat mir ziemlich gut gefallen und ich konnte das Buch auch kaum aus der Hand legen, darum hatte ich es dann auch innerhalb von ein paar Stunden gelesen. Das mit dem Kartoffelpufferstand auf dem Weihnachtsmarkt, wo sich sehr viel abspielt, fand ich richtig super. Da kam auch gleich vorweihnachtliche Stimmung bei mir auf. Jede der Schwestern hat so mit ihren kleinen und auch teilweise großen Sorgen zu kämpfen. Aber jede von ihnen macht auch eine interessante Entwicklung durch, vor allem Julia und Melly stechen da hervor. Es gab lustige Momente, ernste, traurige, nachdenkliche und emotionale, also eine ganze Palette und es war irgendwie so, als wäre man mit dabei. Als würde man über den Weihnachtsmarkt schlendern, sich Reibekuchen und Punsch holen und dabei die Schwestern näher kennenlernen. Nur das mit Jan und Caro hat mich irgendwie nicht richtig überzeugt, aber ansonsten war es wirklich eine tolle Story.


    Veröffentlicht am: 05.01.2018