Cornick, Nicola: Die Schatten von Ashdown House


  • Autor: Cornick, Nicola
    Titel: Die Schatten von Ashdown House
    Originaltitel: House of Shadows
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Erschienen: 1. Dezember 2017
    ISBN 10: 3956497414
    ISBN 13: 978-3956497414
    Seiten: 512
    Einband: Taschenbuch
    Serie: -----
    Preis: 9,99 €

    Inhaltsangabe:

    Mitten in der Nacht wird Holly von ihrer Nichte angerufen, die sich Sorgen macht, weil ihr Vater noch immer nicht nach Hause gekommen ist. Sofort macht sich Holly auf den Weg nach Oxfordshire, wo Ben in dem kleinen Ort Ashdown gewohnt hat.
    Sie erfährt, dass ihr Bruder Ahnenforschung betrieben hat, was sie sehr verwundert hat, denn Ben interessiert sich eigentlich nicht dafür. Doch dann findet sie ein Tagebuch und fängt ebenfalls zu recherchieren an und bringt ein erstaunliches Familiengeheimnis zu Tage.....


    Meine Meinung:
    Die Geschichte wird in drei Strängen erzählt.


    Um 1630 geht es um Elizabeth, die Winterkönigin, die auch dem Rosenkreuzer Orden angehört und ihre unsterbliche Liebe zu dem bürgerlichen Ritter William Craven.


    Um 1800 verfolgen wir das Leben von Lavinia, einer Kurtisane, die alles in dem Tagebuch niedergeschrieben hat, welches Holly findet


    und in der Gegenwart begleiten wir Holly, die dem mystischen Geheimnis um einen Spiegel und eine Perle nach und nach auf die Spur kommt. Hilfreich steht ihr hier Mark zur Seite, zu dem sie vom ersten Augenblick an eine ganz besondere Anziehungskraft spürt und es ihm ebenso zu ergehen scheint.


    In dieser Geschichte hat mir gut gefallen, das wir drei Erzählstränge haben, so war die Geschichte richtig spannend und abwechslungsreich. Der Schreibstil ist sehr schön flüssig und bildhaft.
    So konnte ich die Kraft und die zerstörerische Macht, die die Perle und vor allem der Spiegel besitzen, so richtig nachvollziehen und hatte genau wie Holly, die auch seherisch veranlagt ist, desöfteren Gänsehaut.
    Allerdings fand ich die Protagonisten selber nicht ganz so gut ausgearbeitet, hier fehlte mir oft die Leidenschaft. Gerade bei der Liebe von William und Elizabeth, die ja die ganzen Jahre überdauert hat, kamen die Emotionen leider nicht bei mir an.


    Aber dies ist auch schon der einzige kleine Kritikpunkt den ich habe, denn insgesamt ist die Geschichte sehr vielschichtig, spannend, düster und übt eine Sogwirkung beim Leser aus.
    Will man doch wissen, was mit Ben geschehen ist, ob der Spiegel und die Perle noch existieren, ob es Holly gelingt, über verschollene Personen mehr herauszufinden.


    Auch der Schluß hat mir gut gefallen, er rundet die Geschichte schön ab. Aber hier ist durchaus auch die Fantasie des Lesers gefragt, ob er das Ende auch so glaubt oder ob eventl. die Geschichte sich mit anderen Personen wiederholen könnte.

    Veröffentlicht am:

    31.12.17


    LG Karin


  • Meine Meinung:


    Hollys Nichte ruft sie mitten in der Nacht ganz aufgewühlt an und berichtet, das ihr Vater, also Hollys Bruder Ben verschwunden ist. Da Holly weiß, das Ben seine Tochter niemals lange alleine lassen würde macht sie sich sofort auf den Weg und hofft, das es für alles eine ganz harmlose Erklärung gibt und Ben schnell wieder auftaucht. Doch die Tage vergehen und es sieht nicht gut aus, denn es gibt kein Lebenszeichen von Hollys Bruder. Holly erfährt, das Ben Ahnenforschung betrieben hat und versucht nun seinen Weg nachzuverfolgen, dabei erfährt sie einiges über die Winterkönigin Elisabeth Stuart und William Craven, sowie über die Kurtisane Lavinia. Doch was haben diese Personen mit ihrer und Bens Familie zu tun?!


    Ich muss ja sagen, das ich nicht unbedingt warm geworden bin mit den Charakteren, wobei Lavinia da wohl noch die interessanteste und sympathischste Person war. Sie war zumindest ehrlich und auch Mark war ganz ok, er ist immer sehr freundlich und ruhig geblieben. Holly war mir manchmal echt zu impulsiv und benimmt sich gerade in Bezug auf Mark öfters etwas daneben, gerade am Anfang. Auch Hollys Freundin Fran hat seltsame Momente, als ob sie irgendwas vor Holly verbirgt und sie gar nicht bei sich haben möchte. Im 17. Jahrhundert liegt der Fokus ja auf Elisabeth und William, aber denen konnte ich ihre Gefühle nicht wirklich abnehmen, zumindest Elisabeth wirkte oft so, als wäre sie nur auf das Körperliche aus.


    Die Geschichte wird ja auf drei Zeitebenen erzählt und das hat die Story auch recht spannend gemacht, allerdings fand ich die Momente mit Elisabeth und William öfters zu sehr in die Länge gezogen. Da hätte ich lieber mehr von Lavinia erfahren oder auch von Holly und Mark, denn deren Nachforschungen sind ja ziemlich interessant. Das Buch enthält übrigens auch mystische Elemente, nur wurde mir da am Ende zu wenig aufgeklärt, gerade was den Spiegel und die Perle angeht oder auch das Thema Reinkarnation hätte irgendwie mehr Raum verdient. Das Setting in der Gegenwart fand ich allerdings gut, auch wenn die Autorin sich da einigen Freiraum genommen hat bezüglich Ashdown House. Ich habe mir aber auf jeden Fall Bilder von dem Haus angesehen und irgendwie hatte ich es mir ja ganz anders vorgestellt, aber es sieht trotzdem interessant aus. Auch über Elisabeth und William Craven habe ich mich ein wenig informiert, da ich mehr wissen wollte.


    Veröffentlicht am: 10.01.2018