Zitwer, Barbara J.: Als das Meer uns gehörte


  • Autor: Zitwer, Barbara J.
    Titel: Als das Meer uns gehörte
    Originaltitel: -----
    Verlag: Rütten & Loening
    Erschienen: 17. März 2017
    ISBN 10: 3352008922
    ISBN 13: 978-3352008924
    Seiten: 389
    Einband: Hardcover
    Serie: -----
    Preis: 19,99 Euro

    Inhaltsangabe:

    Tess Mann wird am helllichten Tag ermordet. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, findet sie auch noch heraus, dass ihr Mann sie betrogen hat und die Familie verlassen wollte.
    Das alles ist zuviel für Tess, daher fährt sie mit ihrem gehörlosen Sohn Robbie zu ihrem Onkel nach Montauk um sich eine Auszeit zu nehmen.
    Doch Robbie findet sich dort gar nicht zurecht, beginnt seine Mutter zu hassen und gibt ihr die Schuld am Tod seines Vaters.


    Meine Meinung:
    Mir hat die Geschichte gut gefallen, die Autorin hat einen flüssigen und einfühlsamen Schreibstil.
    Sie schreibt auch sehr bildhaft und ich hatte die schönsten Bilder vom traumhaften Montauk vor Augen. Die Protagonisten sind sehr authentisch und ich konnte mich teilweise in sie hineinversetzen.
    Tess ist eine sehr erfolgreiche Schuhdesignerin und hatte kaum Zeit für ihren Sohn. Robbie hatte somit eine viel tiefere Bindung zu seinem Vater und macht nach dessen Tod Tess das Leben nicht wirklich leicht.
    Sie weiß zunächst gar nicht, wie sie mit Robbie umgehen soll, doch dann treffen sie den Meeresbiologen Kip, der auf der Suche nach einem bestimmen Wal ist.
    Kip findet sofort Zugang zu Robbie, bringt ihm die Welt der Wale nahe und ist für ihn bald ein Vaterersatz.


    Obwohl die Walgeschichte eigentlich das Hauptthema des Buches sein soll, wurde diese leider nur so nebenbei abgehandelt, was ich sehr schade fand, denn die Autorin beschreibt die Szenen auf dem Meer so wunderschön, dass ich hiervon gerne noch viel mehr gelesen hätte.
    In der Hauptsache geht es aber um Tess, wie sie mit ihrem Kummer fertig wird.


    Obwohl mir die Geschichte an sich gut gefallen hat, muß ich aber zwei Sterne abziehen, vieles wird in der Geschichte viel zu schnell abgehandelt, was sich zunächst als schwierig herausstellt, ist dann doch innerhalb kürzester Zeit erledigt und wird zum großen Erfolg. Auf einmal gelingt Tess alles mühelos, was für mich dann doch etwas unglaubwürdig wirkte.
    Zudem gab es viele Logikfehler und der Schluß hat mir auch nicht wirklich gefallen. Hier verhält Tess sich so, dass ich mit dem Kopf geschüttelt habe.


    Trotz dieser Kritikpunkte habe ich die Geschichte dennoch gerne gelesen und kann sich auch weiterempfehlen, wenn einen die Logikfehler nicht stören.


    Veröffentlicht am:
    30. 03. 2017


    LG Karin