Defrise, Kate: Winter und Schokolade


  • Autor: Defrise, Kate
    Titel: Winter und Schokolade
    Originaltitel: Christmas Chocolate
    Verlag: Heyne
    Erschienen: 12. Oktober 2015
    ISBN 10: 3453418956
    ISBN 13: 978-3453418950
    Seiten: 448 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Die Schwestern Magali, Jacqueline und Colette haben schon lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Seit dem Tod ihrer geliebten Mutter vor vielen Jahren herrscht Eiszeit in der Familie. Als er ihr Vater sie einlädt, Weihnachten mit ihm zu feiern, sind sie alles andere als begeistert. Dennoch fahren die Schwestern nach Hause, im Gepäck nichts als ihren Groll und das alte Familienrezept für Mousse au Chocolat. Sie ahnen nicht, dass ein lang gehütetes Geheimnis darauf wartet, gelüftet zu werden...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Es geht um die Geschwister Magali, Jacqueline, Colette und Art. Die Vier haben ein nicht gerade gutes Verhältnis zu ihrem Vater, doch dieser möchte nun, das sie alle an Weihnachten zu ihm kommen und Magali soll das alles organisieren. Doch die Schwestern und ihr Bruder haben alle so ihre kleinen und großen Probleme, die sie auf Trab halten und sie sind auch nicht gerade erpicht darauf nach Hause zu kommen. Werden an Weihnachten also alle auftauchen oder bleibt der ein oder andere vielleicht lieber auf Distanz?!


    Die Charaktere waren leider nicht wirklich mein Fall, allen voran Colette, die ich im Bezug auf Wayne überhaupt nicht verstanden habe, denn Liebe ist das garantiert nicht. Aber auch das mit Dante fand ich ziemlich abstrus, erstmal wie sie sich kennengelernt haben und dann noch ihre kriminellen Machenschaften, das hat irgendwie so gar nicht zu dem Buch gepaßt. Magali will immer nur Anerkennung von ihrem Vater bekommen, aber da sie ja "nur" Kochbücher schreibt ist das bisher nicht geschehen und so will sie umsatteln. Auf mich wirkte sie ziemlich unselbstständig und ich hatte das Gefühl, das sie irgendwie überhaupt nicht weiß was sie an ihrem Mann Leo hat.


    Dann gibt es noch Jacqueline, die mit ihrem Kinderwunsch schon echt extrem ist und ganz viel Wert auf ihre Außenwirkung legt. Außerdem hat sie mich am Ende am meisten geschockt, denn was sie gemacht hat ist einfach unmöglich gewesen. Dann gibt es noch Art, der seit Jahren von einem Ort zum nächsten reist und niemandem sagt wo er ist. Er taucht einfach auf wann es ihm paßt und geht auch wieder, wenn es ihn weiterdrängt. So wirklich zu fassen war er nicht und er blieb dadurch halt auch recht blass. Was den Vater betrifft, da konnte ich mir auch kein wirkliches Bild von machen, denn er kam leider viel zu wenig vor.


    Das Buch läßt sich relativ gut lesen, aber wirklich packen konnte es mich nicht, es plätschert alles ganz gemächlich vor sich her und gerade die Parts von Colette hätte ich nicht gebraucht. Es wird immer zwischen den drei Schwestern hin und her gewechselt, so daß man einen ganz guten Einblick in ihr Leben und ihre Gefühlswelt bekommt. Am Ende werden ihre Handlungsstränge dann zusammengeführt, aber so wirklich viel kommt dann auch nicht mehr. Auch das angebliche Geheimnis, wie es im Klappentext heißt, ist nicht wirklich spektakulär, als es aufgelöst wurde habe ich mir gedacht, das das doch nicht alles gewesen sein kann. Einen Wow-Effekt hat es bei mir zumindest nicht ausgelöst, da fand ich das von Jacqueline um einiges schlimmer. Übrigens werden im Buch auch ein paar Rezepte genannt, denn besonders Magali ist öfters am kochen und backen. Und mir fehlten am Ende noch ein paar wichtige Auflösungen, denn es wird einiges angeschnitten, aber leider erfährt man nicht was daraus wird, gerade bei Magali hätte mich das schon interessiert.


    Veröffentlicht am: 21.12.2016