Koelle, Patricia: Die eine, große Geschichte


  • Autor: Koelle, Patricia
    Titel: Die eine, große Geschichte
    Verlag: FISCHER Taschenbuch
    Erschienen: 25. August 2016
    ISBN 10: 3596296013
    ISBN 13: 978-3596296019
    Seiten: 278 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Er fährt einen gelben Berliner Doppeldeckerbus. Er ist Busfahrer mit Leib und Seele. Doch eines Tages stellt Kalle seinen Bus ab und lässt sein bisheriges Leben hinter sich. Auf seiner Reise in Richtung Meer, bei der er den Wolken folgt, sucht er die eine, große Geschichte, die alle schönen Dinge der Welt beschreibt. Dabei trifft er auch besondere Menschen, darunter eine Frau, deren Lächeln sich in seinen Gedanken festsetzt. Wird Kalle in den Wassern und an den Stränden des Nordens seine eine, große Geschichte finden?


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Kalle fährt wie jeden Tag mit seinem Bus durch die Gegend, denn er ist Busfahrer in Berlin und das sehr gerne, doch dann bringt eine Ähre seine ganze Welt ins wanken, er bringt den Bus viel früher als sonst ins Depot zurück, gibt seine Kündigung ab und macht sich dann auf nach Norden. Ihn zieht es immer wieder ans Meer und so fährt er mit dem Fahrrad die Küste entlang, erst in Deutschland und dann sogar in Dänemark und das im Herbst und Winter. Dabei ist er auch auf der Suche nach der einen, großen Geschichte, doch das ist gar nicht so einfach, denn es gibt so viele Wörter, die sich lohnen in dieser Geschichte erwähnt zu werden und trotzdem hat er immer wieder das Gefühl das noch irgendwas wichtiges fehlt.


    Kalle fand ich ziemlich sympathisch und vor allem mutig, denn einfach alles hinter sich zu lassen ist ja schon sehr riskant. Gerade weil er auch für Monate wegbleibt und er ja kein Gehalt mehr auf sein Konto bekommt, aber die laufenden Rechnungen müssen ja trotzdem bezahlt werden auch wenn er nicht zu Hause ist, denn seine Wohnung gekündigt hat er ja nicht. Durch den Verkauf eines Oldtimers, dem seinem verstorbenen Vater gehört hat, hat Kalle zwar etwas Geld beiseite gelegt, aber er merkt sehr schnell, das das Geld nur so durch seine Hände rinnt, obwohl er recht sparsam lebt. Ab und zu verdient er sich auf der Reise zwar noch einen Obulus dazu, aber das ist meist nicht sehr viel und seine Tätigkeiten werden auch oft durch andere Sachen bezahlt, was gerade in Dänemark aber einmal ziemlich praktisch war.


    Andere Charaktere werden eigentlich immer nur recht kurz angeschnitten, wenn Kalle ihnen halt auf seiner Reise begegnet, am meisten sind mir da Alex, Sinja, Jens und Rhea im Gedächtnis geblieben. Die Geschichte ist eher ruhiger Natur und manchmal ziemlich poetisch, was ich aber nicht schlimm finde. Ich fand es eher anstrengend, das das mit der einen, großen Geschichte und dem bestimmten Junitag so oft wiederholt wurde. Auch konnte ich persönlich nicht so viel am Tag in diesem Buch lesen, da ich manches erstmal sacken lassen mußte und darüber nachdenken wollte. Es ist schon eine interessante Geschichte und ich fand sie auch teilweise sehr schön, vor allem am Ende, aber das Kalle irgendwie nur netten Menschen begegnet, die ihm helfen und mit denen er sofort tolle Gespräche führt fand ich schon etwas unrealistisch, denn ich glaube das ist heute leider nicht mehr so.


    Veröffentlicht am: 07.09.2016