Grey, Iona: Als unsere Herzen fliegen lernten


  • Autor: Grey, Iona
    Titel: Als unsere Herzen fliegen lernten
    Originaltitel: Letters to the Lost
    Verlag: Blanvalet Taschenbuch
    Erschienen: 16. Mai 2016
    ISBN 10: 3734101883
    ISBN 13: 978-3734101885
    Seiten: 608
    Einband: Taschenbuch
    Serie: -----
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:
    Was für ein wundervoller Debütroman!
    Die Gesichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt.
    1942-44: Stella Thorne trifft in einer zerbombten Kirche den amerikanischen Piloten Dan Rosinski.Die beiden verlieben sich unsterblich ineinander obwohl ihre Liebe keine Aussicht auf Bestand hat. Stella ist verheiratet und Dan weiß nicht, ob er seine Kriegseinsätze überleben wird. Dennoch schreiben sie sich viele wunderschöne Briefe, in denen sie sich ihre Liebe und ihre Sehnsucht zueinander gestehen.


    2011:
    Jess ist auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Freund und rettet sich in ein leerstehendes Haus. Eines Tages erreicht sie ein Brief von Dan Rosinksi und sie fühlt sich ihm sofort verbunden und möchte ihm helfen, Stella wiederzufinden.


    Meine Meinung:
    Ich finde jetzt bestimmt nicht die richtigen Worte, um meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, welche Zeitepoche mir besser gefallen hat.
    Die Autorin hat wunderbare Charaktere erschaffen, die sich alle in mein Herz geschlichen haben.
    Ich war Stella so Nahe und konnte ihre Zweifel spüren, die sie empfand, weil sie ihren Mann betrügt, der ja auch noch in den Krieg gezogen ist. Doch auch Dan ist in großer Gefahr und kann jeden Moment abgeschossen werden. Er ist so ein toller sensibler und einfühlsamer Mann, in den sich wohl jede Frau verliebt hätte. Er drängte Stella zu nichts und nahm nur das, was sie bereit war im zu geben. Auch die vielen Briefe, mit denen wir in dieser Geschichte verwöhnt werden, sind was ganz besonderes.
    Stella gilt meine ganze Bewunderung, wie sie ihr Leben gemeistert hat, denn sie hatte es auch später alles andere als einfach. Aber sie hat sich ihre Würde nie verloren.


    Auch Jess, die es im Leben bis jetzt nicht einfach hatte, hat mir gut gefallen. Wie sie mit allen Mitteln versucht, Stella wiederzufinden, hat mich sehr für sie eingenommen. Mit ihr gemeinsam dürfen wir Dans wunderschöne Briefe lesen. Sie mußte allerdings nicht alleine suchen, denn sie lernt Will kennen und auch die beiden verlieben sich ineinander. Will hatte es ebenfalls nicht einfach, stand immer im Schatten seines Bruders, hatte auch psychische Probleme, doch durch Jess findet er wieder gefallen am Leben.


    Die Autorin hat einen sehr einfühlsamen und mitreissenden Schreibstil, der es mir fast unmöglich machte, das Buch aus der Hand zu legen. Sämtliche Gefühle wurden bei mir angesprochen und die 600 Seiten verflogen wie nichts und keine Zeile davon war langatmig. Im Gegenteil, man fiebert richtig bei den Erittlungen mit und auch die beiden Liebesgeschichten waren sehr schön und ohne jeglichen Kitsch zu lesen.


    Ich liebe Familiengeheimnisse, ich liebe Briefromane, für mich war es also die perfekte Geschichte, die vom Anfang bis zum Schluß gepaßt hat.


    Ich werde die Autorin auf alle Fälle im Auge behalten und freue mich schon sehr auf ein weiteres Werk von ihr.


    Veröffentlicht am:
    04.08.2016


    LG Karin