Engelmann, Gabriella: Wildrosensommer


  • Autor: Gabriella Engelmann
    Titel: Wildrosensommer
    Originaltitel: -
    Verlag: Droemer Knaur
    Erschienen: 02. Mai 2016
    ISBN 10: 3426518457
    ISBN 13: 978-3426518458
    Seiten: 400
    Einband: Taschenbuch
    Serie: -
    Preis: 9,99 €


    Inhaltsangabe:
    Aurelia lebt mit ihren beiden Töchtern in München. Zwei Jahre ist es her, seit Nic aus ihrem und dem Leben ihrer gemeinsamen Töchter verschwunden ist. Seitdem versucht Aurelia, so gut es geht die Familie zusammenzuhalten und mit ihrem Job als Floristin auf dem Markt über Wasser zu halten. Das klappt mal besser und mal schlechter. Was aber gar nicht klappt, das ist das Loslassen. Aurelia schafft es nicht, zur Ruhe zu kommen, Nics Verschwinden zu akzeptieren und neu durchzustarten.


    Das ändert sich, als sie in einem Bildband über Hausboote einen Zettel von Nic findet. Irgendwie fühlt sie sich von der Luna, einem Hausboot in den Vierlanden unweit von Hamburg, magisch angezogen. Sie hat das Gefühl, dass sie dort endlich ihren Frieden finden könnte. Und so kauft sie kurzentschlossen das Hausboot und zieht mit ihren Töchtern dorthin. Die sind zunächst nicht wirklich begeistert davon, aus ihrem Leben gerissen zu werden. Wird die neue Umgebung dazu führen, dass die kleine Familie ihr Leben neu ordnen kann?


    Meine Meinung:
    Seit einigen Jahren liebe ich Gabriellas Bücher und freue mich immer, wenn ein neues herauskommt. Und so habe ich auch auf dieses gewartet und es sogleich verschlungen, als es da war. Und dieses Buch war ein besonderes Leseerlebnis. Anders als erwartet, denn es ist typisch Gabriella und dann doch irgendwie ganz anders als ihre anderen Bücher. Waren gerade ihre Inselromane für mich typische Sommerbücher, die zwar durchaus ernste Themen beinhalten, aber doch vor allem Urlaubsstimmung verbreiten, so ist der Wildrosensommer irgendwie tiefgründiger. Es gibt mehr und ernstere Probleme, die Lektüre stimmte mich immer wieder nachdenklich. Die Figuren sind dabei aber wieder typisch Gabriella, sie sind liebenswert und vor allem sehr lebensecht. Man hat das Gefühl, die Geschichte von Freunden zu lesen. Immer wieder hätte ich Aurelia gerne in den Arm genommen und getröstet und ihr gesagt, wie sehr ich sie für ihre Stärke bewundere.


    Wer eine tiefgründige und wunderschöne Geschichte lesen möchte, der sollte bei diesem Buch zugreifen. Allerdings sollte man mystischen und esoterischen Themen gegenüber aufgeschlossen sein. Denn in dem Buch spielt nicht nur die menschliche Aura eine Rolle, sondern auch ein Geist taucht in ihr auf. Das alles ist keineswegs das Hauptthema, aber es nimmt einen gewissen Raum in der Geschichte ein. Wer damit gar nichts anfangen kann, sollte wohl lieber auf die Lektüre verzichten. Alle anderen können sich aber in eine wunderbare Welt entführen lassen.


    Wildrosensommer ist ein wirklich besonderer Roman, dessen ernste Themen mich berührt haben, ohne mich zu deprimieren. Denn auch wenn es viele traurige Momente in der Geschichte gibt, so ist sie in erster Linie doch lebensbejahend und glücklich machend.


    Veröffentlicht am: 26.04.2016

  • Meine Meinung:


    Die alleinerziehende Aurelia wurde vor zweieinhalb Jahren von ihrem Ehemann Nic verlassen. Ohne Abschiedsbrief oder -worte. Deshalb musste sie sich einen Job suchen. Zum Glück ist sie gelernte Floristin und hat eine Arbeit auf dem Münchner Markt bekommen. Ihre Chefin und beste Freundin Coco hält ihr eine Standpauke, dass sie nach über zwei Jahren ein Recht auf ein eigenes Leben hat, das nicht nur aus Pflichten besteht. Sie soll sich von Nics Sachen endlich trennen, um die Vergangenheit abschliessen zu können. Gesagt, getan. In einem Buch findet sie Hinweise, dass sich Nic auf einem Hausboot namens Luna mit jemandem getroffen hat. Aurelia hat das Gefühl, dass dort der Schlüssel für sein Verschwinden liegt und reist sofort hin. Dort erfährt sie, dass das Boot zu kaufen ist.


    Schon bei den ersten Seiten hatte ich eine richtige Wut auf Nic. Ich konnte nicht nachvollziehen, weswegen er Aurelia und die Kinder einfach im Stich gelassen hat. Ich fand es sehr bewundernswert, wie sie ihr Leben mit ihren Töchtern gemeistert hat. Eine Geschichte, die mich fast nicht mehr losgelassen hat. Der berühmte rote Faden hat sich durch das gesamte Werk gezogen und ich wurde sehr gut unterhalten. Die Szenen, in denen Aurelia teilweise die Auren der Mitmenschen sah, fand ich sehr spannend. Es war bereits mein zehntes Buch dieser Autorin und ich bin immer noch sehr begeistert.


    Ich vergebe: fünf von fünf Sternen.


    Veröffentlicht: 8.8.2016