Jones, Victoria: Das Haus an der Mündung


  • Autor: Jones, Victoria
    Titel: Das Haus an der Mündung
    Verlag: Bastei Lübbe
    Erschienen: 10. September 2015
    ISBN 10: 3404172442
    ISBN 13: 978-3404172443
    Seiten: 479 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Lange hat Iris darauf gewartet, sich als Archäologin beweisen zu können. Jetzt soll sie die Aushebung eines angelsächsischen Grabhügels beaufsichtigen. Die raue Landschaft von Suffolk fasziniert sie, ebenso die Ruine des Herrenhauses an der Flussmündung. Warum nur haben die Bewohner Hengist Hall verlassen? In einem Bericht über einen Mord findet sie den Namen des Hauses, bei ihrer Recherche aber stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Erst ihr Kollege Caleb hilft ihr, der Wahrheit näher zu kommen. Sie hat mehr mit ihrer Familie zu tun, als sie für möglich gehalten hätte...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Iris wird von ihrem Mann verlassen, doch sie hat zum Glück gerade eine Stelle bei einer größeren Ausgrabung erhalten und kann sich somit ablenken, denkt sie zumindest, denn so einfach ist das gar nicht, wenn die Mitarbeiter einen anschweigen oder unfreundlich reagieren, sobald man eine Frage stellt. Aber Iris versucht sich nicht unterkriegen zu lassen und als sie die Bekanntschaft von Caleb macht läuft es langsam auch besser, allerdings scheint er etwas vor ihr zu verbergen. Ausserdem will sie unbedingt mehr über Hengist Hall erfahren, das Haus fasziniert sie, aber anscheinend war dem Haus und seinen Bewohnern das Glück nicht hold.


    Iris fand ich eigentlich erst ganz ok, aber kurz vor dem Ende verhält sie sich Caleb gegenüber einfach unmöglich und wurde mir dadurch teilweise echt unsympathisch. Aber ich hatte eh so meine Probleme mit den Charakteren, richtig gut fand ich eigentlich nur Fabia, Tom und Ross und die beiden letztgenannten kamen noch nicht mal oft vor. Vor allem in der Vergangenheit war es echt schwer: Theo, der mich richtig enttäuscht hat, auch wenn man vorher schon nicht viel von ihm erwarten konnte, aber das eine hat echt alles übertroffen. Felicity, die total verwöhnt ist und sich alles mögliche erlaubt, weil sie ja sowieso nicht in ihre Schranken verwiesen wird. Rodney, der so grausam ist, das ich am liebsten ins Buch gesprungen wäre. Meredith, die sich aus allem raushält und nur ihre Rivalität mit ihrer Cousine so richtig auskostet und Harold, der mich total getäuscht hat und am Schluß echt gruselig wurde.


    Am Anfang war ich überhaupt nicht begeistert von dem Buch, beim Prolog habe ich sogar gedacht, wenn das in dem Stil weitergeht werde ich sicher ewig für den Roman brauchen. Dann kam Iris und sofort ging es negativ los mit Gareth, den Vorurteilen und dem ausgrenzen, auch in der Vergangenheit war es mir oft zu grausam und negativ, denn alles wirkt sehr melancholisch und düster und das ist auf Dauer so gar nicht meins. Im Mittelteil wurde es dann aber ziemlich spannend, gerade Iris Nachforschungen fand ich total interessant, auch wenn ich es nicht verstanden habe, das sie sich einige Briefe oder so immer aufgehoben hat, denn ich wäre viel zu neugierig gewesen, weil ich unbedingt wissen wollen würde was denn nun passiert ist und wie alles zusammenhängt. Am Ende war ich dann aber leider wieder enttäuscht, denn es gibt wieder nichts positives und man muß sich vieles dann eher selbst noch zusammenreimen, außerdem fand ich einige Sachen auch einfach nicht logisch, bzw. zu wenig erklärt. Die Idee war auf jeden Fall nicht schlecht und hatte wirklich Potenzial, aber die Umsetzung war nicht wirklich meins und vor allem der Schluß hat mich überhaupt nicht überzeugen können.


    Veröffentlicht am: 20.04.2016