Ichinose, Kaoru: Sonate des Schicksals


  • Autor: Ichinose, Kaoru
    Titel: Sonate des Schicksals
    Originaltitel: Kamisama no Sonata
    Verlag: Carlsen
    Erschienen: 18. März 2014
    ISBN 10: 3551755957
    ISBN 13: 978-3551755957
    Seiten: 192 Seiten
    Einband: Broschiert
    Empfohlenes Alter: 10-12 Jahre
    Preis: 5,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Die talentierte und extrem hübsche Geigerin Shoko wird von ihren Mitschülerinnen an einem kalten Wintertag in der Schulkirche eingesperrt. Verzweifelt und einsam fällt sie in einen unruhigen Schlaf und als sie wieder aufwacht, merkt sie, dass mittlerweile zehn Jahre vergangen sind! In ihrer Verwirrtheit trifft sie Kei, der sich in einer ähnlichen Situation befindet und zudem noch unverschämt gut aussieht. Diese Liebesgeschichte zweier Musiker überwindet die Grenzen der Zeit. Vier Kurzgeschichten voller Dramatik und Überraschungen von Kaoru Ichinose in einem Band!


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    In diesem Manga sind vier Kurzgeschichten enthalten, einmal die Titelstory "Sonate des Schicksals", dann "Ein Ruf aus dem Traumland", "Ipasha" und "Das Lächeln der Sonne", außerdem gibt es noch ein Bonuskapitel über die Autorin und ihre Recherchereise und zwei Seiten mit Anmerkungen und Ausblicken zu den einzelnen Geschichten, die ich persönlich besonders gut gelungen fand, da man dort noch etwas über die Charaktere erfährt, nachdem die Geschichten zu Ende sind.


    In den ersten beiden Stories habe ich erst gedacht, das wird nicht gut enden, denn es ist schon gleich am Anfang ziemlich traurig, aber beide Geschichten nehmen nochmal eine Wendung, die mich wirklich begeistert hat. In "Sonate des Schicksals" geht es um Shoko und Kei, die sich beide ziemlich ähneln, gerade was ihre Leidenschaft für das Geige spielen angeht. Was mit Shoko auf den ersten Seiten gemacht wird fand ich einfach unmöglich und als ich dann weitergelesen habe war ich nur noch entsetzt, aber das Ende hat mich wie gesagt wieder zufrieden gestellt.


    In "Ein Ruf aus dem Traumland" wurde man gleich in die Geschichte geschmissen und ich war erstmal etwas irritiert, denn es fing wirklich schlimm an und Maomi tat mir so leid, aber ihre weiteren Erfahrungen helfen ihr eine neue Entscheidung zu treffen und das war wirklich genau das richtige, auch wenn ich das mit Kamura ebenfalls schlimm fand und mir für ihn und Himiko einen anderen Schluß gewünscht hätte.


    "Ipasha" hat was von einem Märchen aus 1001 Nacht, Najim fand ich total sympathisch und das er sich immer wieder der Königin von Baldala entzogen hat war ziemlich mutig von ihm, das hätte auch nach hinten losgehen können, teilweise ist es das ja sogar, aber es hätte auch schlimmer kommen können. Wie die Königin ihre Begleiterin behandelt hat fand ich ziemlich schrecklich, aber Najim hilft dieser sich wieder frei zu fühlen und dadurch traut sich diese auch etwas was sehr gefährlich enden könnte.


    In "Das Lächeln der Sonne" fand ich Saho ziemlich unreif, sie schert sich nicht um ihre Aufgaben und geht total leichtfertig mit allem um. Das Togusa ihr da mal die Meinung sagt sollte sie eigentlich nicht verwundern, vor allem hört sie auch nie richtig zu und verpaßt damit wichtige Sachen, die gesprochen werden. Die Geschichte fand ich auch nicht ganz so gut wie die anderen, obwohl sie immer noch recht ansprechend ist und auch eine Botschaft vermittelt.


    Die Zeichnungen fand ich allesamt sehr gelungen, vor allem die Gesichter sind sehr weich gezeichnet, zumindest wenn der Charakter eher sanft, lieb und nett ist. Ist er allerdings böse dann sieht man das auch im Gesicht, da es eckiger und härter wirkt, aber auch die Augen wirken verkniffener, während bei den anderen immer irgendwie ein leichter Schimmer drüber liegt und sie Sanftmut und Güte ausstrahlen. Das hat die Mangaka wirklich gut gemacht und ich werde sicher irgendwann nochmal zu einem Werk von ihr greifen.


    Veröffentlicht am: 22.10.2015