Riley, Lucinda: Das italienische Mädchen


  • Autor: Riley, Lucinda
    Titel: Das italienische Mädchen
    Originaltitel: Aria
    Verlag: Goldmann
    Erschienen: 10. März 2014
    ISBN 10: 3442480094
    ISBN 13: 978-3442480098
    Seiten: 542 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Mit elf Jahren begegnet Rosanna Menici zum ersten Mal dem Mann, der ihr Schicksal bestimmen wird. Der junge Tenor Roberto Rossini ist in seiner Heimat Neapel bereits ein umschwärmter Star und schenkt dem schüchternen Mädchen, das bei einer Familienfeier singen soll, kaum Beachtung. Doch als die ersten Töne den Raum erfüllen, kann er seine Augen nicht mehr von Rosanna lösen, so rein und einzigartig ist diese Stimme. Sechs Jahre später treffen Rosanna und Roberto an der Mailänder Scala wieder aufeinander und gemeinsam treten sie einen unvergleichlichen Siegeszug durch die Opernhäuser der Welt an. Doch ihre leidenschaftliche Liebe wird zu einer Obsession, die sie für alles um sie herum blind werden lässt...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Dies war der erste Roman von Lucinda Riley, der mir leider nicht so gut gefallen hat. Ich hatte ja schon, als das Buch rauskam, hin und her überlegt, ob die Geschichte überhaupt was für mich ist, aber da mich die Autorin bisher immer überzeugt hat habe ich den Roman dann doch irgendwann gekauft. Am Anfang fand ich die Story auch noch recht gut und habe mit den Charakteren mitgefiebert, aber dann kommt irgendwie ein Bruch und die Charaktere konnten mich leider nicht mehr so richtig überzeugen, es war mir einfach zu viel hin und her und auch etwas zu viel Drama.


    Rosanna ist elf Jahre alt als sie für die Eltern von Roberto Rossini singt, denn deren Hochzeitstag wird im Café von Rosannas Familie gefeiert. Auch Roberto ist gekommen und ist ganz gebannt von der Stimme die da aus dem kleinen Mädchen kommt. Er empfiehlt ihrem Vater sie unbedingt zu fördern und zu seinem alten Lehrer zu schicken, aber dieser denkt gar nicht daran, da er denkt, das Roberto einfach nur nett sein wollte. Doch Luca, Rosannas älterer Bruder, hat die Gabe seiner Schwester auch erkannt und hilft ihr dabei doch noch Gesangsstunden zu bekommen. Als Roberto und Rosanna dann Jahre später wieder aufeinandertreffen ist es wie Magie zwischen den beiden, doch Roberto hat keinen guten Ruf und Rosanna hat nicht vor ebenfalls eine seiner Eroberungen zu werden, doch kann sie ihm wirklich auf Dauer wiederstehen?!


    Rosanna fand ich am Anfang noch ganz sympathisch, aber immer wenn sie mit Roberto zusammen ist verwandelt sie sich plötzlich in jemanden, der einfach schrecklich ist, denn sie vergißt alles um sich herum. Familie und Freunde sind plötzlich total unwichtig, nur Roberto zählt. Aber auch er ist regelrecht besitzergreifend und gibt Rosanna kaum Luft zum atmen. Die beiden sind richtig besessen voneinander, ihre Liebe ist eher zerstörerisch und tut vor allem Rosanna überhaupt nicht gut. Roberto mochte ich ja schon beim ersten auftauchen nicht und dies hat sich dann auch leider nicht geändert, für mich hat er einfach eine Art an sich mit der ich gar nichts anfangen kann. Luca mochte ich eigentlich ganz gerne, nur zum Ende hin fand ich seine Unentschlossenheit doch etwas anstrengend. Am liebsten war mir Stephen, der war so lieb, ehrlich und immer für einen da.


    Das Buch umfasst die Jahre 1967 bis 1996 und erzählt besonders Rosannas Geschichte, die sich vom kleinen, schüchternen Mädchen in eine schöne, aufstrebende Sängerin verwandelt. Ihr Gesang ist wirklich ein großes Talent und viele Leute helfen und fördern sie, damit sie ihrem Traum immer ein Stück näher kommt, leider weiß Rosanna das irgendwann nicht mehr zu würdigen und stößt viele dieser Menschen vor den Kopf. Ich fand es allerdings schon seltsam, das niemand ihr mal so richtig die Meinung gesagt hat, alle haben sie irgendwie mit Samthandschuhen angefasst, erst kurz vor Schluß gibt es mal einen kleinen Disput, aber mehr war da nicht. Rosanna kann sich daher echt glücklich schätzen so eine tolle Familie und so klasse Freunde zu haben, die sie trotz allem immer wieder in ihrer Runde aufnehmen und ihr nichts vorhalten, obwohl es dazu wahrlich genug Gründe gäbe.


    Ganz am Anfang gibt es übrigens noch eine Anmerkung der Autorin zu diesem Buch, denn sie hatte es ja schon mal 1996 unter ihrem Pseudonym Lucinda Edmonds veröffentlicht. Nachdem ihre anderen Bücher, die sie als Lucinda Riley veröffentlicht hat, so gut aufgenommen wurden hat sich ihr Verleger nämlich nach weiteren Werken von ihr erkundigt und sie hat ihm dann ihre acht ersten Romane zugeschickt, die allesamt nicht mehr erhältlich sind. "Aria" beziehungsweise bei uns "Das italienische Mädchen" wurde dann neu aufgelegt und von Lucinda Riley vorher auch nochmal überarbeitet.


    Veröffentlicht am: 09.04.2015