Gabriel, Petra: Der Ketzer und das Mädchen


  • Autor: Gabriel, Petra
    Titel: Der Ketzer und das Mädchen
    Originaltitel: -
    Verlag: Gmeiner
    Erschienen: 5. März 2014
    ISBN10: 3839214947
    ISBN13: 978-3839214947
    Seiten: 401
    Einband: Taschenbuch
    Serie: -
    Preis: € 12.99


    Autorenporträt:


    Zitat

    Petra Gabriel, Spross einer rheinisch-schwäbischen Verbindung, ist in Friedrichshafen am Bodensee aufgewachsen und über Irland, München und Norddeutschland schließlich in Südbaden angekommen. In dieser Zeit absolvierte sie Ausbildungen in den verschiedensten Berufen wie Übersetzerin und Hotelkauffrau sowie ein Volontariat. Danach war sie rund 15 Jahre Redakteurin beim Südkurier. 2001 erschien mit „Zeit des Lavendels“ ihr erster Roman. Seit 2004 ist sie freischaffende Autorin, seit 2006 verbringt sie einen Teil des Jahres in Berlin. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bisher sind sechs historische Romane von Petra Gabriel erschienen, ein Mystery-Roman, zudem mehrere Krimis.

    Quelle: Gmeiner Verlag


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Atemberaubend Konstanz 1414. Auf der Flucht vor einem Kinderfänger gelangt Ennlin mit ihrem kleinen Bruder nach Konstanz. Könige, Fürsten und Gelehrte aus aller Herren Länder wollen dort beim großen Konzil die Kirche reformieren. Ennlin findet Freunde und begegnet einem Mann, der sie tief beeindruckt – Jan Hus, der Ketzer aus Böhmen. Fassungslos erlebt sie mit, wie er zum Spielball von Intrigen wird. Und auch Ennlin gerät in die Mühlen der Mächtigen und muss um Leib und Leben fürchten …

    Quelle: Klappentext


    Meine Meinung:


    Vor einigen Jahren habe ich das Hus-Museum in Konstanz besucht. Er war seiner Zeit weit voraus und ist für das, was er geglaubt hat, eingestanden. Ein mutiger Mensch. Da konnte ich natürlich Ennlin, die Hauptfigur dieses Buches, sehr gut verstehen, dass sie zu diesem Mann aufgeschaut hat. Ennlin und ihr Bruder Jakob gelten als „unfreie“ Kinder, das heisst sie können einfach an Menschenhändler weiterverkauft werden. Das kann man sich in der heutigen Zeit gar nicht mehr vorstellen. Ich fand das sehr schlimm. Vor allem der gelbe Hans, ein Menschenhändler, der den Kindern die Beine gebrochen hat, damit sie besser betteln konnten, war ein schrecklicher Mensch. Zum Glück kommt Ennlin zur Pfisterin. Dort lernt sie Jan Hus kennen, der auch dort wohnt. Eines Tages wird Jakob entführt und mit Mühe kann Ennlin entkommen. Durch Zufall erfährt sie, dass der gelbe Hans die Finger im Spiel hat und wird von ihm erpresst. Kann sie ihren Bruder retten?


    Das Konstanzer Konzil hat mich schon immer fasziniert. Über Jan Hus habe ich schon einiges gelesen und so kam mir die Geschichte um Ennlin gerade recht. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Auch die Figuren sind gut dargestellt. Recht makaber fand ich die Hinrichtung von Jan Hus auf dem Scheiterhaufen, die wie ein Volksfest gefeiert wurde. Zum Glück gibt es solche Feste nicht mehr. Aber es war eine andere Zeit.


    Ich vergebe vier von fünf Sternen.


    Veröffentlicht am: 25.2.2015