Dark Canopy: Seite 209 - 306


  • Zitat von amazon

    die percents, für den dritten weltkrieg geschaffene soldaten, haben die weltherrschaft übernommen und unterjochen die menschen. Rebellenclans versuchen, außerhalb des systems zu überleben. Mit ihnen kämpft die 20-jährige joy gegen das gewaltregime. Doch dann fällt sie dem feind in die hände und muss feststellen, dass sich auch unter den vermeintlichen monstern menschlichkeit findet. Und sogar noch mehr...

  • Jetzt wird das Buch langsam interessanter, gerade wegen Neél und ich finde seine Gespräche mit Joy weiterhin am besten. Vor allem weil sie jetzt auch mal ausführlicher werden und er anscheinend Gefühle für sie entwickelt. Allerdings ist Joy weiterhin oft abweisend, obwohl sie ja auch schon merkt, das sie ihm nicht mehr ganz so kritisch gegenübersteht wie am Anfang, ihr das aber irgendwie Angst macht.


    Das es sogar unter den Percents Rebellen gibt finde ich auch ziemlich interessant und Graves war mir gleich sympathisch. Sie sind bisher ja nicht viele, aber das sich einige trotzdem trauen sich heimlich zu treffen und vieles in Frage zu stellen was die Triade macht ist schon faszinierend. Allerdings habe ich dabei kein gutes Gefühl, da passiert sicher noch irgendwas und wahrscheinlich hat Giran dann seine Hände mit ihm Spiel.


    Matthial kam ja leider wieder nicht so oft, aber sein Clan wächst, zwar langsam, aber immerhin, allerdings weiß ich nicht, ob das wirklich so gut ist, schließlich denkt er immer noch oft an Joy und bewahrt in Bezug auf sie nicht wirklich einen kühlen Kopf, das könnte dann auch nochmal nach hinten losgehen.

  • Also mit Mathial kann ich einfach nicht so recht warm werden. Er ist ein kleiner verliebter Junge, der aus "Liebe" zu Joy einen Freund tötet, den Clan spaltet und sich mit seinem Vater überwirft. Da kann man nur ungläubig den Kopf schütteln.


    Die Szenen mit Neel und Joy mag ich auch sehr gerne, doch ist mir der junge Percent um einiges sympathischer als die störrische Joy.


    Die Rebellenbewegung ist ein interessanter Handlungsstrang, und ich muss sagen ich habe mir schon gedacht, dass so etwas kommen würde. Graves ist ein sympathischer Charakter, doch scheint mir, dass Neel ihm nicht zu 100 Prozent vertraut. Er hat definitiv Geheimnisse vor ihm.

  • Neél hält sich sehr zurück mit seinen Äußerungen und Gedanken - das macht das ganze irgendwie aber auch interessant, v.a. wenn er dann doch mal was rausläßt :rolleyes:


    Daß er auch ein "Rebell" ist, gefällt mir nicht so wirklich, hoffentlich läuft es jetzt nicht nach Schema F ...


    Ich möchte mehr über die Hintergründe lesen, die kurzen eingestreuten Schnipsel empfinde ich als zu wenig.

  • @Susanne: Ich hätte auch gerne noch mehr Hintergrundinfo, da die Grundthematik wirklich sehr interessant und gut durchdacht ist. Warum gibt es Dark Canopy, wer hat sie erschaffen, warum sind die Percents an der Macht etc..


    Ich finde es sehr witzig, dass Neel etwas genervt ist von Joys Fragerei und ihr mehr erzählt, wenn sie nichts fragt als wenn sie ihn ausquetschen will :D

  • Zitat von Ascharel;9963

    @Susanne: Ich hätte auch gerne noch mehr Hintergrundinfo, da die Grundthematik wirklich sehr interessant und gut durchdacht ist. Warum gibt es Dark Canopy, wer hat sie erschaffen, warum sind die Percents an der Macht etc..


    Ich hoffe immer noch, daß alle Fragen geklärt werden. Sicherheitshalber hab ich mir heute den 2. Band besorgt :D


    Zitat von Ascharel;9963

    Ich finde es sehr witzig, dass Neel etwas genervt ist von Joys Fragerei und ihr mehr erzählt, wenn sie nichts fragt als wenn sie ihn ausquetschen will :D


    Das zu lesen, ist auch witzig. Mich würde so ein Verhalten zur Weißglut und völligem Ausrasten treiben. :rolleyes:

  • Ich bin auch endlich hiermit durch. Es gefällt mir besser, aber von gut kann immer noch keine Rede sein. Allein wegen Neel steh ich momentan bei einer Bewertung von 2 -. Sonst wäre es vermutlich eine Bewertung von 3 - oder gar 4.


    Neel ist in diesem Abschnitt wirklich süß. Ich hatte ja schon im letzten Abschnitt geahnt, dass er ein Rebell in eigenen Reihen ist. Deswegen hat mich das mit der Einrichtung auch gar nicht mehr überrascht. Neel ist mein absoluter Liebling. Graves mag ich auch noch sehr gern. Mit den anderen Charaktere kann ich so gut wie nichts anfangen oder sie sind zu unwichtig.


    Wer mich am Ende noch mal richtig aufgeregt hat ist Joy. Was sie da behauptet hat ist einfach unglaublich. Wie kann sie nur so dreist sein zu behaupten Matthial sei eventuell kein so guter Freund, weil er ihr diese Last aufgelegt hat damit umzugehen, dass Willi wegen ihr tot ist. Wie hat sie ihn denn die ganze Zeit behandelt? Sie ist ne viel schlechtere Freundin. Er hat das wenigstnes noch getan, weil er sie retten wollte (auch wenn es total sinnlos war), aber sie ist einfach nur selbstsüchtig.


    Überhaupt komme ich mit Joy oft gar nicht klar. Sie nervt momentan total. Die wenigen gute Momente die sie hat sind immer seltener geworden. Sie kapiert rein gar nichts, nicht mal die einfachsten Sachen. Und sie merkt immer erst zum Schluss, wenn sie schon Leute verletzt hat was sie falsch gemacht hat und dabei ist es unglaublich wie die Autorin versucht ihr Handeln zu verteidigen. Das wirkt schon fast zwanghaft. Sorry, aber mit Joy kann ich rein gar nichts mehr anfangen.


    Ihre Krankheit und Neels Sorge um sie fand ich gut beschrieben, aber Joy hab ich auch da nicht verstanden und oft hat sie ja eh alles kaputt gemacht hinterher. Neel hat sie ja auch zurückgewiesen und auch da natürlich erst wieder im letzten Moment gemerkt was sie falsch machte. Das machte es dann auch nicht mehr sympatischer. Neels Reaktionen konnte ich da schon verstehen. Sie hat ihn ja praktisch jedes Mal total vor den Kopf gestossen und ihm ständig Sachen vorgeworfen die total falsch waren, weil sie einfach so selbstgerecht und bessewisserisch ist und dabei eigentlich von nichts groß ne Ahnung hat.


    Alex gefiel mir auch wieder gar nicht, auch wenn es mich überrascht hat, dass sie blind ist. Aber dass besonders die Menschen anderen Menschen gegenüber so misstraurisch sind versteh ich gar nicht. Die sollten sich doch freuen, dass sie Leute aus ihren Reihen mit im Boot haben.


    Deanna:


    Wie gesagt, das mit den Rebellen hab ich mir gedacht. Zumindest dass Neel das alles nicht so toll findet was da abgeht. Deswegen hat mich das jetzt weniger überrascht.


    Dass mehr erklärt worden ist fand ich auch gut.




    Die Hintergründe sind mir übrigens auch immer noch zu wenig auch wenn ich zumindest schon ne Ahnung haben warum die aus den fremden Ländern immer so schnell verschwinden.

  • Zitat von Lilian;10050

    Überhaupt komme ich mit Joy oft gar nicht klar. Sie nervt momentan total. Die wenigen gute Momente die sie hat sind immer seltener geworden. Sie kapiert rein gar nichts, nicht mal die einfachsten Sachen. Und sie merkt immer erst zum Schluss, wenn sie schon Leute verletzt hat was sie falsch gemacht hat und dabei ist es unglaublich wie die Autorin versucht ihr Handeln zu verteidigen. Das wirkt schon fast zwanghaft. Sorry, aber mit Joy kann ich rein gar nichts mehr anfangen.
    .


    Ich bin froh, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine bin. Joy ist für mich auch ein rotes Tuch...

  • Ich habe nun auch diesen Abschnitt durch.


    Ich bin auch ganz Eurer Minung, Joy nervt mir ihrer Naivität.
    Auf der anderen Seite muss man sagen: Woher soll sie es anders wissen??? 20 Jahre ist sie im Glauben aufgewachsen, alle Percents sind grausam, ohne Gefühle und wollen nur alle Menschen töten.
    Ich mein, wenn man so ein Weltbild 20 Jahre lang bekommt, dann ist es doch auch schwer, plötzlich lieb und nett zu eben diesen percents zu sein - ein wenig kann ich es schon verstehen.
    Joy versteht sich ja selbst nicht so richtig - wie sie selbst in gedanken meinte "hätte ich mal so ein buch gelesen, dann wüsste ich vielleicht, was ich fühle und wüsste selbst mehr über menschen" ....

    Lesende Grüße von Nyx
    Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.

    giphy.gif



      

  • Zitat von Ascharel;9869

    Also mit Mathial kann ich einfach nicht so recht warm werden. Er ist ein kleiner verliebter Junge, der aus "Liebe" zu Joy einen Freund tötet, den Clan spaltet und sich mit seinem Vater überwirft. Da kann man nur ungläubig den Kopf schütteln.


    das unterschreibe ich so - ich werde selbst auch mit ihm nicht richtig warm.....:(


    Zitat von Ascharel;9869

    Die Szenen mit Neel und Joy mag ich auch sehr gerne, doch ist mir der junge Percent um einiges sympathischer als die störrische Joy.


    Endlich erfährt man auch mal ein paar Hintergriünde, wobei ich mir vorkomme, als würden uns nur ein paar Broken hingeworfen:confused:


    Zitat von Ascharel;9869

    Die Rebellenbewegung ist ein interessanter Handlungsstrang, und ich muss sagen ich habe mir schon gedacht, dass so etwas kommen würde. Graves ist ein sympathischer Charakter, doch scheint mir, dass Neel ihm nicht zu 100 Prozent vertraut. Er hat definitiv Geheimnisse vor ihm.


    Ha - ich habe es mir doch gedacht, dass es Rebellen innerhalb der percents gibt:D

    Lesende Grüße von Nyx
    Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.

    giphy.gif



      

  • Zitat von Hundetier;9951

    Daß er auch ein "Rebell" ist, gefällt mir nicht so wirklich, hoffentlich läuft es jetzt nicht nach Schema F ...


    Ich denke aber, das wird es :rolleyes:


    Zitat von Hundetier;9951

    Ich möchte mehr über die Hintergründe lesen, die kurzen eingestreuten Schnipsel empfinde ich als zu wenig.


    Ja, ist mir auch eindeutig zu wenig!!!!:mad:

    Lesende Grüße von Nyx
    Nyx (griech. Νύξ) ist in der griechischen Mythologie die Göttin und Personifikation der Nacht. Laut Homer fürchtete sich selbst Zeus vor der Nacht.

    giphy.gif



      

  • Zitat von Nyx;10203

    Ich habe nun auch diesen Abschnitt durch.


    Ich bin auch ganz Eurer Minung, Joy nervt mir ihrer Naivität.
    Auf der anderen Seite muss man sagen: Woher soll sie es anders wissen??? 20 Jahre ist sie im Glauben aufgewachsen, alle Percents sind grausam, ohne Gefühle und wollen nur alle Menschen töten.
    Ich mein, wenn man so ein Weltbild 20 Jahre lang bekommt, dann ist es doch auch schwer, plötzlich lieb und nett zu eben diesen percents zu sein - ein wenig kann ich es schon verstehen.
    Joy versteht sich ja selbst nicht so richtig - wie sie selbst in gedanken meinte "hätte ich mal so ein buch gelesen, dann wüsste ich vielleicht, was ich fühle und wüsste selbst mehr über menschen" ....


    Mir geht es eigentlich weniger darum wie Joy die Percents sieht. Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber sie ist in ihrem gesamten Wesen eigentlich sehr egoistisch. Siehe die Sache mit Will und Mathial. Und in einem späteren Abschnitt wird dieser Egoismus auch noch sehr deutlich..

  • Zitat von Ascharel;10228

    Aber sie ist in ihrem gesamten Wesen eigentlich sehr egoistisch.


    Für mich ist sie ein naives Gör, das sich für den Nabel der Welt hält. :rolleyes:

  • @Hudetier:


    ja die Beschreibung passt ganz gut zu Joy.



    Ich seh es mit Joy wie Aschrael. Obwohl es mich auch nervt, dass sie überhaupt nicht umdenken tut (obwohl doch immer mehr offensichtlich ist, dass nicht alles so ist wie sie glaubt) nervt mich viel mehr ihre Arroganz und ihr Egoismus. Sie weiß ja auch immer alles besser. Denn wie Aschrael schon sagte mit Willi und Matthial das geht gar nicht. Und später geht sie mir auch immer noch auf den Keks. Oft auch wegen ihrer Selbstsüchtigkeit.

  • Ich finde alle Protagonisten haben eine seltsame und überspitzte Art, die sehr von der Normalität abweicht (wobei "normal" ja eindeutig Definitionssache ist). Leider sind in dem Buch zu wenig Hinweise und Erklärungen über das vorherrschende System und die Lebensweise, so daß ich mir schwertue, die einzelnen Handlungen und Ansichten der Progagonisten in das altbekannte Schema normal, durchgeknallt, grausam ... einzuordnen.


    Schon immer hab ich gerne Endzeitgeschichten und Space Operas gelesen, in vielen kann man so richtig in die Welt eintauchen, und diese "erleben", sich vorstellen. Aber hier (und in einigen anderen Dystopien) scheint mir die dahinterstehende Welt nur als Kulisse zu dienen, vor der eine Liebesgeschichte mit möglichst vielen Verwicklungen spielt. Ich sehe darin mittlerweile eine Parallele zu den vielen Liros im Histo-Gewand ("Die ...in", vermarktet als Historischer Roman). Bei der Fantasy entwickelt sich da ja wenigstens ein eigenes Genre draus mit den ganzen Liebesvampiren etc.
    Ich hab ja auch nichts gegen diese Bücher, nur machen sie mir keinen großen Spaß :rolleyes:


    Lange Rede, kurzer Sinn: ich denke bei Büchern wie diesem kaum mehr über die Protagonisten nach und stelle ihre Handlungen in Frage. Sonst würde mich das nur zu sehr aufregen :D