Klassen, Lena: Das Herz des Schattens


  • Autor: Klassen, Lena
    Titel: Das Herz des Schattens
    Verlag: Penhaligon Verlag
    Erschienen: 7. Dezember 2009
    ISBN 10: 3764530448
    ISBN 13: 978-3764530440
    Seiten: 559 Seiten
    Einband: Broschiert
    Serie: Magyria Band 1
    Preis: 18,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Ein Jahr als Au-pair in Budapest, das klingt für die junge Deutsche Hanna nach einer schönen und aufregenden Zeit. Wie aufregend ihr Aufenthalt in der ungarischen Hauptstadt tatsächlich werden soll, ahnt sie allerdings erst, als sie eines Nachts Mattim begegnet. Denn der rätselhafte junge Mann erzählt ihr eine unglaubliche Geschichte von Schatten, von einem geheimnisvollen Tor und von einer Stadt, die parallel zu Budapest existiert. Und von Kunun, seinem Bruder, der wie er selbst ein Schatten, ein Vampir, ist, der sich im Gegensatz zu Mattim jedoch ganz in den Dienst der Finsternis gestellt hat. Mattim hingegen versucht, das Gute in sich zu bewahren. Um jedoch nicht von der Dunkelheit in seinem Inneren überwältigt zu werden, braucht er einen starken Halt auf der lichten Seite den nur Hanna ihm geben kann. Doch Kununs Pläne sind weitreichender und bösartiger, als sie es sich jemals hätten vorstellen können. Und schon bald muss Hanna sich fragen, ob sie bereit ist, für ihre Liebe zu Mattim alles aufzugeben. Sogar ihre Menschlichkeit...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Hanna geht als Au-pair nach Budapest, da die Stadt sie schon immer fasziniert hat. Im Hause der Familie Szigethy wird sie erstmal sehr freundlich aufgenommen und freundet sich mit dem kleinen Sohn Attila recht schnell an. Mit der vierzehnjährigen Tochter Réka sieht es da schon etwas anders aus, denn mit ihr ist es ein auf und ab, mal mag sie Hanna total gerne und dann würde sie sie am liebsten zurück nach Deutschland schicken, besonders, wenn Hanna mal wieder was gegen Rékas Freund Kunun sagt, der wirklich sehr geheimnisvoll ist und Réka irgendwie überhaupt nicht gut tut, denn nach fast jedem Treffen ist das Mädchen blasser als vorher und kann sich oft an die Treffen mit Kunun gar nicht richtig erinnern. Hanna gefällt das ganze gar nicht und als sie dann noch von Maria, der früheren Babysitterin erfährt, das Kunun angeblich ein Vampir ist, ist sie total entsetzt und will das im ersten Moment auch gar nicht glauben, doch dann macht sie die Bekanntschaft von Mattim und ihre ganze Welt, so wie sie bisher kannte, wird damit auf den Kopf gestellt.


    Mit Hanna bin ich leider das ganze Buch über nicht warm geworden, ich finde sie recht nichtssagend und sie persönlich hat mich halt überhaupt nicht interessiert, auch ihren Schützling Réka fand ich sehr anstrengend mit ihrer Besessenheit was Kunun angeht. Und was Hannas Gasteltern angeht, die fand ich total unheimlich. Mattim, der aus Magyria stammt, hat mir am Anfang noch ziemlich gut gefallen, aber nachdem er dann auf Hanna trifft war auch er mir nicht mehr wirklich sympathisch, mir fehlten hier einfach Personen, mit denen man richtig mitfiebern konnte. Wahrscheinlich wären die Wölfe noch recht interessant gewesen, wenn man sie näher kennengelernt hätte, denn das wenige was man von ihnen erfährt fand ich schon faszinierend, gerade am Ende fand ich ihre Haltung sehr stark und darum hätte ich mir gerne mehr Kapitel über sie erhofft.


    Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert und der erste Teil hat mir davon eindeutig am besten gefallen, denn dort wird immer wieder zwischen Budapest und dem Reich Magyria gewechselt, in dem die Schatten und Wölfe anscheinend ihren Ursprung haben. Überhaupt haben mir die Kapitel in Magyria am besten gefallen, denn die Welt ist einfach total spannend und interessant aufgebaut, da hat sich die Autorin wirklich was tolles einfallen lassen. Die Idee mit dem Licht und der Dunkelheit hat mir nämlich ziemlich gut gefallen, nur nachdem Mattim Magyria verlassen hat wurden die Besuche in Magyria und Akink schnell weniger und das fand ich total schade, denn die Story in Budapest hat mir so gar nicht zugesagt. Auch das was sich zwischen Mattim und Hanna angebahnt hat hat mich nicht fesseln können, es ging mir persönlich auch viel zu schnell was die beiden angeht und richtige Emotionen kamen für mich auch nicht rüber.


    Das Ende hatte zwar nochmal einige spannende Momente, aber dadurch, das immer so rasch zwischen Hanna und Mattim hin und her gesprungen wurde, wurde der Lesefluss doch etwas gestört, jedenfalls bei mir. Aber generell hatte ich nicht wirklich Lust oft zum Buch zu greifen, da mich die Geschichte einfach nicht fesseln konnte und das ist echt schade, da mir das Grundthema wirklich gefallen hat. Mit dem zweiten Band werde ich mir deswegen wohl auch noch etwas Zeit lassen, denn auch wenn mir der erste Teil nicht so zugesagt hat, so würde ich doch gerne wissen wie es weitergeht, denn einige Fragen bleiben ja noch offen und eventuell erfährt man ja auch mal ein wenig mehr über die Wölfe.


    Veröffentlicht am: 13.02.2013


  • Meine Meinung:
    Hannah macht ein Aupair-Jahr in Budapest, Ungarn. Anfangs ist auch alles ganz normal: Sie findet sich dort immer besser zurecht, perfektioniert ihr Ungarisch, freundet sich mit ihren Gastkindern an und fühlt sich einfach wohl in dieser schönen Stadt. Bis plötzlich ihre 14jährige Gasttochter seltsame Angewohnheiten an den Tag legt und so vieles vergisst. Vor allem, in der Zeit, die sie mit ihrem festen Freund Kunun verbringt.
    Hannah ist das nicht ganz geheuer und spioniert dem Mädchen hinterher. Es gefällt ihr zwar selbst nicht im Geringsten, aber die Angst um ihren Schützling ist größer. Bei ihren Beobachtungen trifft sie auf Mattim, der selbst auch neu in Budapest ist. Aber er kam nicht mit dem Flieger aus einem anderen Land, sondern durch ein Portal …


    Mattim ist der Prinz des Lichts, oder war es, bevor er auf Kunun hereinfiel und ein Schatten wurde. Nun setzt er alles daran, den Schatten Einhalt zu gebieten, die seine Stadt, Akink in Magyria, einnehmen wollen. Kaum selbst ein Vampir trifft er auf Hannah, die ihm von da an nicht mehr von der Seite weicht. Denn sie merkt, er braucht sie und das in mehr, als nur einer Art und Weise.


    Um gemeinsam den finsteren Plan von Kunun zu durchkreuzen, war Mattim auf Hannah angewiesen, ihr Blut und ihre weibliche Intuition. Auch bekamen sie ein klein wenig Hilfe von einer jungen Ungarin und einer Kriegerin vor Ort in Magyria.
    Doch je mehr die beiden nach einer Lösung suchten um Akink zu retten, umso mehr drehte sich alles gegen sie und lief schief. Ob ihnen noch rechzeitig eine Idee kommt, wie sie das Böse von Magyria fern halten können?


    Bis Hannah und Mattim aufeinandertrafen, dauerte es ziemlich lange und anfangs hatte ich Angst, dass es zäh werden würde. Doch die Schilderungen der zwei verschiedenen Handlungen wurden trotz einer gewissen Langatmigkeit interessant erzählt. Gerade Hannahs Spionage und Mattims Kampf mit den Schatten wurden toll beschrieben. Und doch fiel mir ein Stein vom Herzen, als die beiden sich endlich trafen.


    Das Buch ist in drei Teile aufgegliedert, die ziemlich gleichgroß sind und über jedem Kapitel war der Standort der momentanen Handlung angezeigt: in Budapest oder Akink.
    Aus abwechselnden Sichtweisen der beiden Protagonisten wurde mir die Geschichte erzählt. Es war eine gute Mischung aus den zwei Parallelwelten und mir wurde alles anschaulich, aber nicht übertrieben, geschildert.
    Da beiden Hauptcharaktere 17 Jahre jung sind, war der Schreibstil dementsprechend einfach gehalten, sodass der Roman auch als Jugendbuch durchgehen kann.


    Fazit:
    Ein schöner, fantasievoller, Roman für Jung und Alt, den man zwischendurch einmal lesen kann.
    Trotz der anfänglichen kleinen Schwächen vergebe ich vier von fünf Sternen, da das schreiberische Können der Autorin mit der Spannung des Romans langsam wuchs.
    Ich freue mich nun auf den zweiten Teil, der sich schon in meinem Besitz befindet.


  • Die Handlung spar ich mir mal wieder. Die wurde ja schon erläutert.


    Meine Meinung


    Dem Teil in Magyria hätte ich am Anfang noch ohne zu zögern eine 1 + vergeben. Es war einfach mal was neues und was ganz anderes. Doch dann spielte das überwiegende Buch in Ungarn und die Welt war nur selten meins.


    Mit Hanna konnte ich mich von Anfang an nicht anfreunden, Reka war mir zu extrem und auch Mattim wurde mit der Zeit immer unglaubwürdiger. Nachdem Mattim nach Ungarn ging, ging die Grundidee auch etwas verloren.


    Schade, das Buch hat stark angefangen, aber dann doch auch stark wieder abgebaut. 300 Seiten weniger und dafür eine Welt die nur in Magyria gespielt hätte, hätte ich persönlich besser gefunden.


    Das Cover mag ich total gern. Es wirkt geheimnisvoll.


    Veröffentlicht: 15.02.13
    Originalrezie: 2012