Riley, Lucinda: Der Lavendelgarten


  • Autor: Riley, Lucinda
    Titel: Der Lavendelgarten
    Originaltitel The Light Behind the Window
    Verlag: Goldmann
    Erschienen: 13. Mai 2013
    ISBN10: 3442477972
    ISBN13: 978-3442477975
    Seiten: 511 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Jahrelang hat Emilie de la Martinières darum gekämpft, sich eine Existenz jenseits ihrer aristokratischen Herkunft aufzubauen. Doch als ihre glamouröse, unnahbare Mutter Valérie stirbt, lastet das Erbe der Familie allein auf Emilies Schultern. Sie kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit, ein herrschaftliches Château in der Provence. Der Zufall spielt ihr eine Gedichtsammlung in die Hände, verfasst von ihrer Tante Sophia, deren Leben von einem düsteren Geheimnis umschattet war – einer tragischen Liebesgeschichte, die das Schicksal der de la Martinières für immer bestimmen sollte. Doch schließlich erkennt Emilie, dass es noch nicht zu spät ist, die Tür zu einer anderen Zukunft aufzustoßen...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Emilies Mutter ist gestorben und nun hat sie alles geerbt, denn sie ist die einzige de la Martinières die es noch gibt. Emilie ist damit erstmal total überfordert, schließlich ist sie damals auch so schnell wie möglich aus dem Elternhaus ausgezogen um ihr eigenes Ding zu machen, denn sie und ihre Mutter haben sich nicht sehr gut verstanden, vor allem ist sie den Ansprüchen ihrer Mutter nie gerecht geworden und das hat sie nur noch weiter voneinander entfernt. Aber dann tritt ganz überraschend Sebastian in ihr Leben und hilft ihr wo es nur geht. Wie es der Zufall will, war seine Großmutter auch noch mit ihrem Vater befreundet. Die Vergangenheit wird dadurch immer präsenter, so daß Jacques ein guter Freund der Familie und Arbeiter auf dem Weingut der de la Martinières Emilie mehr über ihren Vater, dessen Schwester Sophia und auch Sebastians Großmutter Constance erzählt.


    Emilie hätte ich manchmal echt schütteln können, weil sie so naiv ist und alles einfach hin nimmt, obwohl die Zeichen eindeutig auf Sturm stehen, aber sie hat irgendwie überhaupt kein Selbstbewusstsein und denkt von sich nur das Schlechteste. Sebastian war mir von Anfang an total unsympathisch, er kam mir überhaupt nicht echt vor und alles was er gesagt hat hörte sich irgendwie einstudiert an. Dafür fand ich Alex richtig klasse, er hat aus seinen Fehlern aus der Vergangenheit gelernt und versucht nun das Beste aus seinem Leben zu machen, auch wenn ihm da gerne mal Steine in den Weg gelegt werden von einer gewissen Person, aber er ist ein guter Gesprächspartner und richtig nett.


    In der Vergangenheit dreht sich vieles um Constance und Sophia, die ich beide eigentlich recht gerne mochte, ab und zu fand ich Sophia zwar etwas zu verwöhnt, aber das sie so ist ist nicht wirklich verwunderlich, wenn man bedenkt wie sie aufgewachsen ist, aber sie lernt dazu und wird reifer. Edouard mochte ich zuerst auch ganz gerne, aber dann war ich nur noch enttäuscht von ihm, denn er verhält sich am Ende einfach nur schrecklich, sowas habe ich ihm überhaupt nicht zugetraut, weil er sonst eigentlich immer für jeden da war. Frederik mochte ich auch, nur schade, das er so wenig vorkam. Ganz schlimm fand ich übrigens Falk, der einfach nur grausam war.


    Die Geschichte war richtig spannend und interessant, aber auch oft traurig und bedrückend. Die Story hat mich auf jeden Fall wieder richtig gepackt, ich weiß nicht wie die Autorin das immer macht, aber das war bisher bei jedem ihrer Bücher so. Sie hat einfach eine tolle Art zu schreiben und bringt die Gefühle ihrer Charaktere immer richtig gut zur Geltung. Außerdem geht es dauernd in einem rasanten Tempo weiter und sie konzentriert sich eigentlich nur auf das Wesentliche, so daß ich nie Langeweile verspüre. Die Geschichte in der Vergangenheit spielt übrigens 1943 &1944, während Emilies Part im Jahre 1998 & 1999 angesiedelt ist. Ich bin nun schon sehr gespannt auf den nächsten Roman von Lucinda Riley, der nächsten Monat erscheinen soll.


    Veröffentlicht am: 14.11.2014