Vassena, Mascha: Das Schattenhaus


  • Autor: Vassena, Mascha
    Titel: Das Schattenhaus
    Verlag: Piper
    Erschienen: 11. August 2014
    ISBN10: 3492303250
    ISBN13: 978-3492303255
    Seiten: 319 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Ein verschlafenes Bergdorf im Tessin: Anna ist nach Vignano gekommen, um die alte Villa zu verkaufen, die sie von ihrer Mutter geerbt hat. Doch bei ihrer Ankunft stellt sie überrascht fest, dass in dem Haus eine ältere Dame lebt, die den Dachboden bewohnt. Wer ist sie? Und warum verlässt sie nie ihr Zimmer? Langsam begreift Anna, dass ihre Mutter ein düsteres Geheimnis mit ins Grab nahm. Und dass die Schatten der Vergangenheit noch immer über der verfallenen Villa schweben...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Annas Mutter Simona ist plötzlich gestorben und nun muß sich Anna selbst um ihre Tochter Rike kümmern, die sie damals bei ihrer Mutter gelassen hat, weil diese meinte, das wäre am vernünftigsten. Rike ist natürlich erstmal nicht glücklich, kennt sie ihre Mutter doch kaum und muß dann auch gleich noch mit ihr eine Reise machen, denn Simona hatte ein Haus im Tessin und dieses hat Anna nun geerbt und will es sich mal ansehen. Für Anna steht eigentlich fest das sie es verkaufen möchte, doch als sie dann vor dem Haus steht und Bekanntschaft mit einigen Bewohnern des Dorfes macht gerät ihr Entschluß ein wenig ins wanken, doch wer ist die alte Dame, die auch noch in dem Haus wohnt und dort eigentlich nichts zu suchen hat?!


    Am Anfang wußte ich irgendwie nicht so genau, ob ich Anna jetzt mag oder nicht, schließlich hat sie einfach ihre Tochter bei ihrer Mutter abgeladen, aber je mehr man über Anna und ihre Geschichte erfährt, desto komplexer wird das ganze und es ist eben nicht alles immer nur schwarz oder weiß, wie hier mal wieder gut gezeigt wird. Sie hat zwar noch ein wenig mit dem Muttersein zu kämpfen und macht nicht immer alles richtig, aber sie bemüht sich und denkt auch über ihr Verhalten damals nach und das fand ich ganz gut. Wie Rike mit der ganzen Situation umgeht fand ich auch ganz interessant, denn ich hätte eher mit einer anderen Reaktion gerechnet. Mit Daniele bin ich irgendwie gar nicht warm geworden, dafür fand ich Elena ziemlich sympathisch.


    Da das Buch in zwei Zeitebenen erzählt wird gibt es auch einige Charaktere in der Vergangenheit, aber ehrlich gesagt hat mir da keiner so wirklich gefallen, außer vielleicht noch Amanda, aber die kam nicht so oft vor, sondern nur am Anfang mal ganz kurz. Charlotte war einfach schrecklich, sie tut und sagt Sachen die wirklich gemein sind und ich habe sie eigentlich nie verstanden, es muß immer nach ihr gehen und wehe dem ist mal nicht so. In Bezug auf Georg finde ich sie besonders schlimm, allerdings hat dieser bei mir auch keine Pluspunkte gesammelt, denn durch seine Feigheit läuft vieles auch aus dem Ruder. Und dann gibt es natürlich noch Simona, die aber sehr wenig vorkommt und mich auch am Ende etwas entsetzt hat, da sie etwas macht was ich von ihr nicht gedacht hätte.


    Das Buch war auf jeden Fall gut und flüssig zu lesen und auch ziemlich interessant, teilweise aber auch sehr melancholisch und düster, denn in der Vergangenheit passiert ja doch einiges und vieles davon reicht bis in die Gegenwart und macht auch vor Anna und ihrer Tochter Rike nicht Halt. Das Ende fand ich allerdings etwas zu kurz, denn manches wird einfach zu schnell abgehandelt, wie ich finde, gerade auf ein Gespräch zwischen Anna und Rike hatte ich mich noch gefreut, da ich gerne gewußt hätte, wie Rike das alles auffasst was passiert ist und wie sie die Zukunft sieht. Ansonsten hatte ich aber spannende Lesestunden und konnte das Buch, besonders zum Schluß hin, kaum noch aus der Hand legen.


    Veröffentlicht am: 08.11.2014