Stoker, Bram: Dracula


  • Autor: Bram Stoker
    Titel: Dracula
    Originaltitel: Dracula
    Verlag: Deutscher Taschenbuchverlag
    Erschienen: 01.02.2014
    ISBN-10: 3423142995
    ISBN-13: 978-3423142991
    Seiten: 592
    Einband: Taschenbuch
    Serie: -
    Preis: 12,90 Euro


    Eigener Text:
    Der junge Anwalt Jonathan Harker wird von seinem Chef beauftragt, nach Rumänien zu reisen, genauer gesagt in das entlegene Transsilvanien. Um die Erlebnisse festzuhalten, schreibt er Tagebuch.
    In einem riesigen, alten Schloss erwartet ihn ein alter Mann, Graf Dracula. Dieser möchte ein Haus in London kaufen, die Carfax Abtei. Das Schloss scheint leer und verlassen, aber der Graf ermahnt Jonathan, gewisse Bereiche nicht zu betreten. Dracula bittet ihn ein paar Tage zu bleiben, um ihm von England zu erzählen.
    Jonathan Harker erlebt merkwürdige Dinge während seines Aufenthaltes auf Schloss Dracula. Der Graf taucht immer nur nachts auf, er isst und trinkt nie und hat, wie es scheint, auch kein Spiegelbild. Und ständig soll er Briefe nach Hause schreiben, die nicht der Wahrheit entsprechen. Er versucht zu fliehen, scheitert aber.
    Währenddessen wartet Jonathans Verlobte Mina Murray im englischen Whitby auf Nachricht von ihm.
    Durch Tagebucheinträge und Briefe von Mina erfährt der Leser, dass es inzwischen auch in England merkwürdige Ereignisse gibt. Minas Freundin Lucy beginnt plötzlich zu schlafwandeln und scheint immer kränker zu werden. Ihr Verlobter Arthur macht sich große Sorgen und Dr. Seward benachrichtigt einen alten Freund aus Studienzeiten: Professor Abraham Van Helsing. Dieser reist nach Whitby und ist äußerst besorgt über Lucys Zustand. Sein Verdacht: Ein Vampir saugt ihr das Blut aus!
    Eine Jagd beginnt, die schließlich bis zurück nach Transsilvanien führt.


    Sicher wollte Bram Stoker mit seiner Darstellung des Grafen Dracula keinen Sympathieträger schaffen. Trotzdem war der Vampir für mich nie ein Monster, sondern einfach eine tragische Figur. Am besten kommt dies in der Verfilmung von Francis Ford-Coppola herüber, da sie auch am detailgetreusten ist.
    Für mich ist dieses Buch ein Meisterwerk, ein absoluter Klassiker der Schauerliteratur. Den Erzählstil und die altmodische Sprache finde ich faszinierend. Die Geschichte besteht aus den Tagebucheinträgen und Briefen von Mina, Jonathan, Lucy und Van Helsing, aus Tonaufnahmen von Dr. Seward sowie Zeitungsartikeln beispielsweise über den Schiffbruch und über eine „geheimnisvolle weiße Frau“. So wird die Handlung aus mehreren Perspektiven erzählt und ist daher sehr vielschichtig.
    Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem Vampirbuchfan. Wer ist schon Edward Cullen im Vergleich zu Graf Dracula? Ein weichgespülter Milchbubi. ;-)
    Sehr schade, dass Bram Stoker den Erfolg seines Buches nicht mehr erlebt hat, denn zu seinen Lebzeiten war „Dracula“ ein Ladenhüter. Kaum zu glauben!


    Veröffentlicht am: 14.08.2014