Engelmann, Gabriella & Leonhardt, Jakob M.: Im Pyjama um halb vier


  • Autor: Engelmann, Gabriella & Leonhardt, Jakob M.
    Titel: Im Pyjama um halb vier
    Verlag: Arena
    Erschienen: Januar 2013
    ISBN 10: 3401067931
    ISBN 13: 978-3401067933
    Seiten: 237 Seiten
    Einband: Broschiert
    Empfohlenes Alter: 12-15 Jahre
    Preis: 12,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Lulu macht sich bei Facebook auf die Suche nach dem Ben, den sie auf der letzten Party kennengelernt hat. Sie findet einen anderen, mit dem sie von nun an jeden Tag chattet. Sie erzählen sich Dinge, die sie sonst niemandem erzählen würden. Dinge, die unter normalen Umständen unausgesprochen bleiben. Und plötzlich entstehen Gefühle, gegenüber diesem Fremden, den man eigentlich gar nicht kennt.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Lulu schickt eine Freundschaftsanfrage an Ben Schumann, weil sie hofft, das er der Ben ist, den sie über ihren Schwarm Marco ausfragen kann, da die beiden beste Freunde sind. Doch wie sich herausstellt ist dieser Ben nicht der Gesuchte, trotzdem scheinen die beiden auf einer Wellenlänge zu liegen und schreiben sich weiter Private Nachrichten und chatten miteinander. Lulu und Ben fragen sich gegenseitig nach dem anderen Geschlecht aus und erzählen freizügig über ihre Beziehungen oder Noch-Nicht-Beziehungen, aber dann denken die Zwei immer häufiger nur noch aneinander.


    Lulu fand ich ganz sympathisch, sie kommt mir auch reifer vor als Ben, der mich leider manchmal echt enttäuscht hat. Man erfährt zwar am Ende warum er so gehandelt hat und das ist teilweise auch verständlich, aber andererseits hätte er viel eher damit rausrücken müssen. Das er sich wegen Lulus einer Lüge, beziehungsweise ich habe das nicht mal als Lügen angesehen, so aufregt fand ich ich deswegen auch ziemlich unpassend, genauso wie seine plötzliche Eingebung, das im Internet sich ja auch Fake-Accounts herumtreiben, das hätte man vielleicht etwas anders lösen können um auf die Gefahren im Internet hinzuweisen.


    Ich fand die Geschichte recht ansprechend und auch so weit ziemlich authentisch, zu meiner Anfangszeit im Internet habe ich auch viel gechattet und konnte mich in dem ein oder anderen Gespräch was Lulu und Ben führen sogar wiederfinden. Das Buch ist übrigens im Chatstil geschrieben, also man erfährt das Datum und danach geht es immer hin und her zwischen Lulu und Ben, vor deren Namen auch immer ihr ausgesuchter Icon steht. Ansonsten gibt es ab und zu noch etwas längere Nachrichten, die sich die beiden schreiben, wo dann schon mal einiges Tage vergehen können, bevor sie darauf antworten. Und dann stellen beide bei Facebook manchmal auch noch Fragen oder schreiben einfach wie es ihnen geht und bekommen dann immer Reaktionen von ihren Freunden, was teilweise echt lustig ist. Das Buch läßt sich auf jeden Fall schnell und flüssig lesen und ich habe mich auch gut unterhalten gefühlt, nur das Ende hat so gar nicht gepaßt, wie ich finde, da es einfach zu viel offen läßt, ein Epilog wäre da noch ganz schön gewesen.


    Veröffentlicht am: 22.04.2014