Temple, Emma: Die Nebel von Connemara


  • Autor: Temple, Emma
    Titel: Die Nebel von Connemara
    Verlag: Piper
    Erschienen: 10. März 2014
    ISBN 10: 3492303617
    ISBN 13: 978-3492303613
    Seiten: 320 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Clara steigt ins Auto und fährt einfach los, ohne ein bestimmtes Ziel vor Augen zu haben. Selbst als sie auf der Fähre nach Irland ist, weiß sie noch immer nicht, wohin die Reise sie führen wird. Da trifft es sich, dass sie auf der Überfahrt den sympathischen Iren Sean kennenlernt, der verspricht, ihr alles über seine Heimat zu verraten, wenn sie ihn in seinen Heimatort in Connemara begleitet. Clara willigt ein und erlebt auf der Fahrt quer durch ein magisches Irland wunderschöne Tage. Als die beiden schließlich in Carna ankommen, beschließt Clara, noch ein paar Tage in dem verschlafenen Nest zu bleiben. Doch als sie eines Abends ein blinkendes Licht auf der nicht weit entfernt liegenden Insel Feenish sieht, ahnt sie nicht, dass sich ihr Schicksal schon bald entscheidend wenden wird. Denn die Insel ist seit Jahrzehnten unbewohnt, die von Wind und Wetter zerstörten Häuser nur noch Ruinen und das Licht dürfte dort nicht sein...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Sean trifft auf der Fähre nach Rosslare auf Clara, die vor irgendwas auf der Flucht ist und sich einfach treiben läßt, denn Gedanken wo ihre Reise hingehen soll hat sie sich nicht wirklich gemacht. Nachdem die beiden sich verabschiedet haben denkt Sean, das er Clara wohl nicht mehr wiedersehen wird, aber als er dann nach Hause trampen will nimmt ihn Clara mit und beide machen sich auf den Weg nach Carna, wo Seans Mutter ein Hotel hat. Auf der Fahrt dorthin zeigt Sean Clara wie schön Irland sein kann und macht mit ihr einige Zwischenstopps um ihr sein Land näher zu bringen. Clara taut immer mehr auf und ist ziemlich begeistert, doch so richtig aus sich rauskommen kann sie trotzdem nicht, denn dafür gibt es zu viele ungelöste Probleme in ihrem Leben, die sie immer wieder vor die Frage stellen, wie ihre Zukunft aussehen soll?!


    Clara fand ich eigentlich ganz nett, nur manchmal ist sie irgendwie etwas unbeholfen in Gesprächen mit anderen Menschen, aber das liegt wahrscheinlich daran wie sie aufgewachsen ist. Sean mochte ich von Anfang an total gerne, er ist ein sehr fröhlicher und hilfsbereiter Mann und kümmert sich um Clara, obwohl es im ersten Moment eher so aussieht, als wäre es genau andersrum, da Clara ihn ja durch die Gegend fährt, aber durch seine Art und wie er die Dinge sieht wird auch Claras Sichtweise neu geprägt, vor allem, weil Sean sie auch nie verurteilt und ihr immer glaubt, egal um was es sich handelt. Peter und Claras Vater fand ich dagegen am schlimmsten und auch Eamon war mir total unsympathisch.


    Die Geschichte startet mit einem Epilog, der im Jahre 1911 spielt und dort lernt man dann Eamon kennen, der sich in Amerika ein neues Leben aufbauen möchte, doch so wirklich scheint ihm das nicht zu gelingen, danach wechselt man dann in die Gegenwart zu Sean und Clara. Die Beschreibungen von Irland fand ich richtig toll geschildert, so daß ich manchmal das Gefühl hatte ich wäre jetzt selbst dort und würde über Feenish wandern, Clifden besuchen, die Aran Islands mit dem Hooker anlaufen oder mit Fungi schwimmen. Die Autorin hat das alles wirklich gut rübergebracht, was aber wahrscheinlich daran liegt, weil sie sehr oft in Irland war, wie man aus dem Nachwort erfährt, auch wie sie auf diese Story gekommen ist wird doch erwähnt. Zu den schönen Landschaftsbeschreibungen kam dann noch das mystische hinzu, dazu dann noch ein paar Krimielemente und eine, bzw. eigentlich zwei Liebesgeschichten. Das Buch hat sich in einem Rutsch lesen lassen, da die Geschichte wirklich spannend und interessant ist, auch wenn man sich eigentlich schon von Anfang an denken kann wie alles ausgeht, aber die Story hat mich einfach mitgerissen.


    Veröffentlicht am: 08.04.2014