Riley, Lucinda: Die Mitternachtsrose


  • Autor: Riley, Lucinda
    Titel: Die Mitternachtsrose
    Originaltitel: The Midnight Rose
    Verlag: Goldmann
    Erschienen: 27. Januar 2014
    ISBN 10: 3442313600
    ISBN 13: 978-3442313600
    Seiten: 575 Seiten
    Einband: Hardcover
    Preis: 19,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Innerlich aufgelöst kommt die junge amerikanische Schauspielerin Rebecca Bradley im englischen Dartmoor an, wo ein altes Herrenhaus als Kulisse für einen Film dient, der in den 1920er Jahren spielt. Vor ihrer Abreise hat die Nachricht von Rebeccas angeblicher Verlobung eine Hetzjagd der Medien auf die junge Frau ausgelöst, doch in der Abgeschiedenheit von Astbury Hall kommt Rebecca allmählich zur Ruhe. Dann taucht Ari Malik auf: ein junger Inder, den das Vermächtnis seiner Urgroßmutter Anahita nach Astbury Hall geführt hat. Je mehr Rebecca aber in die Vergangenheit und in ihre Rolle eintaucht, beginnen Realität und Fiktion zu verwischen und schließlich kommt sie nicht nur Anahitas Geschichte auf die Spur, sondern auch dem dunklen Geheimnis, das wie ein Fluch über der Dynastie der Astburys zu liegen scheint...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Rebecca dreht in England einen Film und kurz vor ihrer Abreise hat ihr Freund Jack ihr noch einen Heiratsantrag gemacht, doch sie konnte sich bisher nicht dazu durchringen ihn anzunehmen, da Jack einfach zu viele Probleme mit sich rumschleppt, die Rebecca sehr zu schaffen machen. Trotzdem scheint die Presse Wind davon bekommen zu haben und belagert die junge Frau gleich am Flughafen und auch vorm Hotel. Da kommt es gerade recht, das sie auf Astbury Hall bleiben kann, dem Drehort, denn dort ist sie sicher vor den Reportern. Ari ist auch gerade in England unterwegs um etwas mehr über die Vergangenheit seiner Urgroßmutter Anahita rauszufinden, denn die Aufzeichnungen von ihr haben ihn sehr berührt und er will nun ihren letzten Wunsch erfüllen, nämlich herausfinden was mit ihrem Sohn vor vielen Jahren wirklich passiert ist, denn sie hat nie daran geglaubt, was man ihr damals erzählt hat. Für Rebecca und Ari wird diese Reise eine Suche nach sich selbst und dem was einem wirklich wichtig ist.


    Rebecca fand ich ganz nett, aber auch irgendwie unscheinbar, sie ist für das Buch schon wichtig, aber ich finde es halt schade, das sie sich oft so viel gefallen läßt, gerade von Jack, denn auch wenn man jemanden liebt muß man nicht alles mitmachen. Außerdem interessiert sie sich irgendwie nicht wirklich für ihre Vergangenheit, was ich nicht so gut fand, dadurch erfährt man dann leider auch einige Sachen über sie nicht, die ich schon recht wichtig gefunden hätte, denn diese wären sicher sehr aufschlußreich gewesen und hätten so einiges aufgeklärt, besonders was ihr Aussehen angeht. Ari fand ich am Anfang recht schwach, aber er mausert sich und macht eine ziemlich Wandlung durch, die mir gut gefallen hat, denn so wie er die ersten Seiten war und das Andenken an seine Urgroßmutter behandelt hat hätte ich ihm am liebsten die Meinung gesagt. Aber Anahita wußte wohl das Ari noch etwas Zeit braucht und irgendwann merkt, das es so nicht weitergehen kann.


    Richtig mitgelitten habe ich aber mit den Charakteren aus der Vergangenheit, besonders Anahita war ein tolles Mädchen und hat sich zu einer wirklich weisen Frau entwickelt, die einiges durchmachen mußte in ihrem Leben. Wie sie das ganze meistert ist schon beeindruckend, auch wenn sie ab und zu durchscheinen läßt, das sie am liebsten aufgeben möchte macht sie doch immer weiter, was sie meistens ihrem starken Willen zu verdanken hat, aber manchmal auch ihren Freunden. Die Autorin beschreibt die Gefühlswelt von Anahita so anschaulich, das man wirklich eine ganze Palette von Emotionen durchmacht. Außerdem gab es auch noch eine Person gegen die ich eine richtige Ablehnung entwickelt habe was mir auch selten passiert beim lesen, man findet einige meist halt ziemlich unsympathisch, aber das ging schon weit darüber hinaus, aber wer das Buch liest oder gelesen hat wird mich sicher verstehen können.


    Die Geschichte war einfach der Wahnsinn, ich hätte am liebsten den ganzen Tag gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte wie Anahitas Lebensweg verlaufen ist, aber auch was aus Indira geworden ist hat mich ziemlich interessiert und wie überhaupt alles so schief laufen konnte. Die Story spielt in der Vergangenheit und in der Gegenwart, aber die Vergangenheit hat eindeutig mehr Eindruck bei mir hinterlassen, wobei ich sagen muß, das in der Gegenwart etwas passiert ist was mich wirklich überrascht hat, ich hatte zwar schon einige Vermutungen, aber was da am Ende dann rausgekommen ist damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Das Ende in der Gegenwart fand ich ganz passend und ich dachte auch das war es jetzt, aber dann kam tatsächlich noch ein Epilog und als ich den gelesen habe sind mir die Tränen nur so übers Gesicht gelaufen, denn ich fand das nach allem nochmal richtig aufwühlend. Das Buch hat mich echt bewegt und wird wohl auch noch einige Zeit nachklingen.


    Veröffentlicht am: 03.04.2014

  • Riley, Lucinda: Die Mitternachtsrose



    Autor: Lucinda Riley
    Titel: Die Mitternachtsrose
    Originaltitel: The Midnight Rose
    Verlag: Goldmann Verlag
    Erschienen: 27. Januar 2014
    ISBN-10: 3442313600
    ISBN-13: 78-3442313600
    Seiten: 576 Seiten
    Einband: HC
    Preis: 19,99


    Zusammenfassung:


    Darjeeling im Norden Indiens im Jahr 2010 - Anahita feiert ihren 100. Geburtstag im Kreise ihrer Familie. Anahita, die nie daran geglaubt hat, dass ihr Sohn gestorben ist, hat ihre Lebensgeschichte für ihn aufgeschrieben, und vertraut diese samt der Sterbeurkunde, die man ihr ausgehändigt hat, ihrem Enkel Ari Malik an….


    London im Jahre 2011 - Die bekannte Schauspielerin Rebecca Bradley reist überstürzt nach London zu den Dreharbeiten für ihren neuen Film. Ihre Flucht liegt am Heiratsantrag ihres Freundes und Schauspielkollegen Jack Heyward, denn obwohl sie noch nicht ja gesagt hat, berichtet die Presse bereits von ihrer überraschenden Verlobung. Auf dem alten Landsitz Astbury, wo die Dreharbeiten zu ihrem Film stattfinden, findet Rebecca einen ruhigen Platz. Lord Astbury lebt dort eher zurückgezogen, doch Geldnöte zwingen ihn, das Gebäude für die Dreharbeiten eines Filmes zur Verfügung zu stellen. Er sucht immer wieder Rebeccas Nähe, die eine ungewöhnliche Ähnlichkeit mit seiner Großmutter Violet hat.



    Mein Fazit:


    Das Buch „Die Mitternachtsrose“ ist das erste Buch der Autorin Lucinda Riley, das ich gelesen habe. Ich habe dieses Buch als Wichtelbuch von Charly bekommen, vielen Dank nochmals an Dich, Charly, es war wunderschön. Allein das Cover mit dem alten Herrenhaus tief im grünen Wald und vor einem See, den rubinroten Rosen und dem düsteren Himmel gefällt mir ausnehmend gut.


    Die Geschichte besteht aus zwei Teilen, einen in der Gegenwart und einen in der Vergangenheit. Anahita erzählt ihre Lebensgeschichte in der Ich-Form über alle Zeitebenen hinweg. Die Handlung, die in der Gegenwart spielt, wird aus verschiedenen Perspektiven behandelt. Immer wieder gibt es Einfügungen aus dem Lebensbericht von Anahita, der in Tagebuchform geschildert wird. Dies gibt dem Leser einen verständnisvolleren Blick auf die Vergangenheit und lockert die ganze Geschichte etwas auf.


    Geheimnisse gibt es viele in dem Buch, dadurch erzeugt die Autorin eine gewisse Spannung und viele unerwartete Wendungen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und leicht zu lesen. Die Autorin verknüpft die beiden Geschichten sehr effektvoll miteinander. Die beiden Handlungsstränge entwickeln sich nebeneinander und zuerst hat man als Leser kaum eine Möglichkeit eine Verbindung herzustellen. Erst nach und nach wird deutlich, wie diese miteinander verbunden sind.


    Fasziniert haben mich vor allem die Beschreibungen Indiens, die Autorin hat die Welt der Maharadschas vor meinem Auge auferstehen lassen, so bildlich sind ihre Schilderungen dieser Zeit. Andererseits die Geschichte in der Gegenwart klingt eher nüchtern und trocken.


    Die Charaktere der Protagonisten sind sehr facettenreich und teilweise außergewöhnlich. Die Autorin schafft es aber, allen ihren Figuren Leben einzuhauchen und sie für mich als Leser greifbar zu machen. Jede auch noch so kleine Nebenfigur wird detailliert dargestellt und erhält eine eigene Persönlichkeit. Das Tempo der beiden Handlungsstränge könnte unterschiedlicher nicht sein.


    Ich persönlich fand die Geschichte von Anahita fesselnder und spannender als die Geschichte der Gegenwart. Obwohl sie beide zusammengehören und eine ohne die andere nicht wirklich Sinn ergeben hätte. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, so sehr hat mich die Geschichte gefangen genommen und bin schon gespannt auf die anderen Bücher dieser Autorin, wobei zwei davon in meinem SUB stehen.


    Veröffentlicht am 25.05.2014