Clare, Cassandra: Clockwork Angel


  • Autor: Clare, Cassandra
    Titel: Clockwork Angel
    Originaltitel: The Infernal Devices. Book One. Clockwork Angel
    Verlag: Arena
    Erschienen: Februar 2011
    ISBN 10: 3401064746
    ISBN 13: 978-3401064741
    Seiten: 573 Seiten
    Einband: Hardcover
    Serie: Chroniken der Schattenjäger Band 1
    Empfohlenes Alter: 12-17 Jahre
    Preis: 18,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    London, 1878. Ein mysteriöser Mörder treibt in den dunklen Straßen der Stadt sein Unwesen. Ungewollt gerät Tessa in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen übernatürlichen Wesen. Als sie erfährt, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist und zudem eine seltene Gabe besitzt, wird sie selbst zur Gejagten. Doch dann findet sie Verbündete, und zwar ausgerechnet im Institut der Schattenjäger. Dort trifft sie auf James, hinter dessen zerbrechlicher Schönheit sich ein tödliches Geheimnis verbirgt, und auf Will, der mit seinen Launen jeden auf Abstand hält - jeden, außer Tessa. Tessa ist völlig hin- und hergerissen, und weiß nicht, wem sie trauen soll. Schließlich sind die Schattenjäger ihre natürlichen Feinde...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Tessas Bruder Nathaniel hat ihr, nachdem Tante Harriet gestorben ist, ein Ticket nach London geschickt, damit sie nicht mehr alleine in New York ist und ihm Gesellschaft leisten kann. Als sie am Hafen ankommt wird sie schon erwartet, allerdings ist nicht ihr Bruder dort sondern zwei Damen, die sich die dunklen Schwestern nennen und sie auf Geheiß von Nathaniel abholen. Doch ab da beginnt eine ziemliche Tortur für Tessa, denn ihr Bruder wird von den beiden gefangen gehalten und wenn Tessa nicht tut was von ihr verlangt wird, werden sie Nate töten. Tessa bemüht sich die Schwestern zufrieden zu stellen, doch bald denkt sie nur noch an Flucht und als ihr dann Will über den Weg läuft wird dieser Gedanke Wirklichkeit, denn er ist ein Schattenjäger und bereit ihr zu helfen.


    Tessa fand ich total unsympathisch, sie denkt immer nur an ihren Bruder Nathaniel und bringt daher öfters mal alle anderen in Gefahr, die ihr eigentlich helfen wollen, Nate zu finden. Außerdem benimmt sie sich unmöglich gegenüber Thomas und ab und zu auch Sophie, denn beide sind ja nur Diener im Institut der Schattenjäger und sollten sich auch so verhalten in ihren Augen, auch wie sie manchmal über Charlotte denkt finde ich nicht gerade toll. Aber auch ihr Verhalten was Bruder Enoch angeht habe ich nicht wirklich verstanden, zumindest beim zweiten aufeinandertreffen, denn da tut sie so als ob sie ihn überhaupt nicht kennt, dabei hatte sie schon mit ihm zu tun. Nathaniel fand ich aber auch furchtbar und ich verstehe nicht, wieso Tessa ihn immer in Schutz nimmt, selbst wenn er den größten Mist macht. Und dann haben wir ja auch noch Jessamine, die total egoistisch ist und irgendwie ziemlich fehl am Platz wirkt.


    Will war auch überhaupt nicht mein Fall und dieses hin und her zwischen ihm und Tessa hat mir auch nicht gefallen, er benimmt sich da teilweise echt unmöglich. Er wird natürlich seine Gründe dafür haben, aber dann sollte er das auch alles konsequent durchziehen und nicht immer wieder Hoffnungen schüren, die er dann sowieso wieder zunichte macht. Jem fand ich da um einiges besser und er tut mir so leid, denn er hatte es bisher echt nicht leicht in seinem Leben und ist trotzdem so ein ruhiger junger Mann, der allen zuhört und ihnen versucht Kraft zu geben, obwohl er diese selbst gut gebrauchen könnte. Für mich ist er derjenige, der die Geschichte noch einigermaßen lesenswert gemacht hat, genauso wie Thomas, Charlotte und Henry.


    Die Story hat mich leider nicht ganz so sehr begeistern können, vor allem, wird vieles einfach zu sehr in die Länge gezogen und die Gespräche zwischen Tessa und Will fand ich am Anfang zwar noch recht unterhaltsam, aber da es dann immer wieder das gleiche war und Will wirklich alles ins lächerliche zieht wurde das dann doch mit der Zeit ziemlich schnell langweilig. Dafür fand ich die Unterhaltungen mit Jem immer sehr aufschlußreich, vor allem, weil er auch nicht so verschlossen ist und sich viele Gedanken macht. Das Ende fand ich auch nicht gerade zufriedenstellend, denn es wird kaum etwas aufgeklärt, Wills Geheimnis bleibt weiterhin im dunkeln, was Tessa und ihren Klockwerk-Engel betrifft gibt es ebenfalls kaum Antworten und die Autorin geht wie immer nicht zimperlich mit ihren Charakteren um. Übrigens finde ich die alten Cover um einiges schöner, als die neuen, wo man nur ein Gesicht drauf sieht.


    Veröffentlicht am: 18.03.2014