Augarde, Steve: Das Kleine Volk


  • Autor: Steve Augarde
    Titel: Das kleine Volk
    Originaltitel: The Various
    Verlag: Arena
    Erschienen: 2005
    ISBN-10: 3401502808
    ISBN-13: 978-3401502809
    Serie: Das kleine Volk Band 1
    Seiten: 456 Seiten
    Einband: weiß mit blauem Aufdruck ein Baum mit einer kleinen Elfe, Blätter mit Blüten und ein grauer Mond, blaue Schrift
    Preis: 7,99 €



    Zusammenfassung:


    Die elfjährige Midge aus London soll ihre Ferien beim Bruder ihrer Mutter verbringen, der in einem alten Bauerhaus der Mill Farm im West Country lebt, während ihre Mutter, ein Mitglied des Londoner Orchesters auf Tournee geht. Das Mädchen ist sauer, denn ihre Cousins sollen erst nach 14 Tagen nachkommen. Was soll sie dort bloß mit ihrer Zeit anfangen. Doch entgegen ihrer Erwartungen gefällt ihr die Mill Farm gut, ja sie ist gerade zu begeistert. Vor allem als sie in einem alten Schweinestall ein verletztes geflügeltes Pferd, Pegs, entdeckt. Sie erfährt, dass Pegs in dem verwilderten Wald ihres Onkels mit dem Kleinen Volk lebt. Bald lernt sie dieses auch kennen, doch die sind gar nicht so begeistert, dass Pegs einen Gorji – so nennt das Kleine Volk die Menschen - das Geheimnis des Kleinen Volks verraten hat… und Midge bringt auch noch schlimme Nachrichten, ihr Onkel will den Wald verkaufen und an dessen Stelle soll ein Wohnsiedlung errichtet werden…



    Mein Fazit:


    Das Kinderbuch „Das Kleine Volk“ ist der erste Band einer Trilogie des Autors Steve Augarde und das erste Buch des Autors, das ich gelesen habe. Am Beginn des Buches findet man eine kurze Einführung in die Geschichte. Man erfährt auch gleich, dass es sich beim Kleine Volk keineswegs um wunderschöne Wesen handelt, sondern um Verschiedenartige. Die Kleinen sind eher schmutzig und teilweise recht grob also keine typischen Fabelwesen.


    Die Geschichte selbst ist spannend geschrieben und besteht aus vielen Plots, die nach und nach in den Hauptstrang der Erzählung mit eingebunden werden. Es gibt immer wieder einen Perspektivenwechsel, so das man die Geschichte von verschiedenen Seiten betrachten kann. Der Schreibstil ist eher einfach und leicht verständlich. Natürlich bietet die Geschichte selbst nicht viel Neues, doch der Autor hat es verstanden, das Ganze interessant zu verpacken und spannend zu gestalten. Er versucht auch die einzelnen Charaktere der Protagonisten aber auch der Nebenfiguren auszuarbeiten und lässt diese sich entwickeln. Er hat überzeugende Figuren geschaffen, die anders sind, kann gut erzählen und kleine Leser mit dieser Geschichte sicherlich bezaubern. Auch die Schauplätze sind geschaffen für ein Abenteuer, ein alter Bauernhof mit vielen ungenützten Scheunen, ein verwilderte Wald und jede Menge Fantasie. Das von ihm erfundene Kleine Volk zeigt viele menschliche Verhaltensweisen, lässt aber auch viele magische Momente aufkommen.


    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass man sich Figuren der Geschichte sehr gut vorstellen kann. Sie wurden liebevoll ausgearbeitet. Auch wird dem Leser keine heile Welt vorgegaukelt, sondern der Autor setzt bewusst darauf an, dem Leser klar zu machen, welche Probleme aus einer solchen Situation heraus entstehen können.


    Veröffentlicht am 04.03.2014