Henke, Helene: Electrica - Lord des Lichts


  • Autor: Henke, Helene
    Titel: Electrica - Lord des Lichts
    Verlag: Sieben Verlag
    Erschienen: Juni 2011
    ISBN 10: 3941547372
    ISBN 13: 978-3941547377
    Seiten: 197 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 14,90 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Nach vielen Jahrhunderten kehrt Lord Cayden Maclean zurück auf die Isle of Mull, um sich auf Duart Castle, dem Sitz seiner Vorfahren, seinen Forschungen in der Entwicklung der Electrica zu widmen. Anders als das Gaslicht, soll diese neuartige Lichtquelle seine Nacht zum Tag erhellen. Als Sue Beaton im Schloss auftaucht, um ihn als ihren Lehnsherrn um Beistand zu bitten, ist er auf Anhieb fasziniert von ihrer Schönheit und ihrem Verstand. Sie erweckt lange unterdrückte Emotionen in ihm, die seinen Feind Luthias auf seine Fährte locken. Mithilfe fortschrittlicher Technologien setzt dieser alles daran, die alte Fehde wieder aufzunehmen. Caydens Liebe zu Sue könnte ihm zum Verhängnis werden...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Das Buch ist mir gleich aufgefallen wegen des tollen Covers, das einen Mann, eine Frau und eine geheimnisvolle Burg zeigt. Nachdem ich dann noch die Kurzbeschreibung gelesen habe war für mich klar, das ich die Geschichte unbedingt lesen möchte.


    Sue Beaton lebt seit dem Tod ihres Vaters bei ihrer Tante Meggie in Lochdon, wo sie ein recht bescheidenes Leben führt. Aber eines Tages kommt es zu einem schrecklichen Ereignis, so daß Sue sich ganz verzweifelt nach Duart Castle aufmacht, um dort Hilfe zu bekommen. Der Lord des Schlosses gewährt ihr Unterschlupf und bringt ihr eine Welt näher, von der sie nie geglaubt hätte, das es sie jemals geben kann.


    Sue war mir gleich sympathisch, sie ist eine toughe junge Frau, die genau weiß was sie will und was nicht. Auch Sean habe ich sofort gemocht, nur schade das er nicht allzu viele Parts hatte. Mit Cayden bin ich dafür leider nicht wirklich warm geworden, wobei ich sagen muß, das er sich zum Ende doch ziemlich wandelt und ich ihm nicht mehr ganz so zwiegespalten gegenüber stehe.


    Die Geschichte an sich ist ziemlich interessant, gerade was auch die Erfindungen angeht, mit denen Cayden sich umgibt, denn er ist seiner Zeit ja doch um einiges voraus. Aber auch sein Gegner Luthias hat in den letzten Jahren einiges geforscht und forschen lassen. Man wartet förmlich darauf, das diese beiden Männer endlich aufeinandertreffen und es zu einem großen Showdown kommt.


    Sehr schön beschrieben fand ich auch die Annäherung zwischen Cayden und Sue, es ist oft ein richtiges auf und ab der Gefühle bei den beiden und man hofft immer, das alles gut geht und sie sich richtig entscheiden.


    Das Ende hat es übrigens nochmal richtig in sich und es wurde so spannend, das ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Dies war mein erstes Buch was ich von Helene Henke gelesen habe, aber es war ganz sicher nicht mein letztes.


    Veröffentlicht am: 12.02.2013


  • Meine Meinung:
    Das Cover strahlt eine richtiggehende Helligkeit aus mit seinen Gelbtönen. Im Vordergrund ist eine junge Frau zu sehen und hinter ihr, leicht versteckt, ihr männlicher Gegenpart sowie eine Burg. Unterhalb des Titels gibt es auch noch einige Zahnräder, die wohl den mechanischen Teil des Romans darstellen sollen.


    Wir schreiben das Jahr 1819, die Zeit ist im Umbruch, die Elektronik bricht durch und wird von dem geheimnisvollen Lord Cayden Mclean schon tatkräftig genutzt.
    Sue, aus bürgerlichen Verhältnissen, musste einen schweren Schicksalsschlag einstecken und sucht nun Beistand und Schutz bei dem geheimnisvollen Lord. Als dieser sich ihrer annimmt, ist es um seine kühle Gelassenheit geschehen.
    Nachdem sich die beiden zum ersten Mal begegnen, merkt Cayden, wie seine Maske der Gefühllosigkeit bröckelt, was schwere Folgen mit sich ziehen könnte. Denn sobald er wieder Gefühle zulässt, kann ihn sein Mentor und Erzfeind Baron Luthias finden. Dieser will Rache für eine längst vergangene Tragödie und kann Cayden durch Gefühle ausfindig machen.
    Sue dagegen ist von Anfang an von dem Lord und seinen seltsamen Apparaturen fasziniert. Wo andere den Fortschritt verteufeln würden, ist sie interessiert und wissbegierig.


    Von Spannung war lange Zeit nichts zu spüren, auch wenn es gleich zu Anfang eine prekäre Situation gab, die Sue aus dem Gleichgewicht brachte.
    Für mich hatte der Roman eine lange Aufwärmphase bis die eigentliche Geschichte in Gang kam, um die es in der Inhaltsangabe eigentlich geht.
    Bis dahin wurde Sue von widersprüchlichen Gedanken bezüglich des Lords geplagt und Cayden war einfach nur unnahbar.
    Auch gab es immer öfter kleine Machtkämpfe zwischen den beiden, da Sue immer forscher wurde, Cayden die Stirn bot und sich nicht alles gefallen ließ.


    Cayden ist voller Widersprüche, sein Verhalten so launisch und undurchschaubar, dass ich nie richtig mit ihm warm wurde. Erst zum Schluss hin konnte ich ein wenig Verständnis für sein etwas gestörtes Verhältnis zu Sue aufbringen, doch zu meinem Liebling wurde er leider nicht.
    Sue wirkte dagegen sehr zart, konnte sich aber doch immer wieder durchsetzen und bewies dadurch, dass sie sehr gut alleine klarkommt. Selbst als Cayden ihr offenbart, dass er ein Vampir ist, nimmt sie dies ziemlich gelassen auf. Sie war für dieses Jahrhundert eine starke junge Frau und trotzdem wirkte sie auf mich etwas blass und so manche ihrer Taten konnte ich nicht nachvollziehen.


    Die Autorin beschrieb die elektronischen und mechanischen Apparate, mit denen der Lord sich beschäftigte, sehr präzise und verwendete für Sues emotionale Ausbrüche viele Ausrufe und Beschreibungen. Leider ging meiner Meinung nach dabei viel von der eigentlichen Handlung unter, wodurch kaum Schwung in die Geschichte kam.
    Die Erklärungen waren zwar großartig, doch nahm mir das etwas von der Spannung, die sich für mich kaum aufbauen wollte. Dafür gibt es leider einen Abzug.
    Helene Henkes Schreibstil ist wieder einmal von Anfang an anschaulich und faszinierend. Jedoch konnte mich diese Geschichte dennoch nicht so fesseln, wie ihre Trilogie “Das Rote Palais” es konnte.


    Fazit:
    Auch wenn mich dieser Roman nicht ganz überzeugen konnte, so war er doch lesenswert und für Vampirfans mit einem Hang zu Historischem sehr empfehlenswert.
    Ich gebe diesem Werk drei bis vier von fünf Sternen.