Blicher, Steen Steensen

  • Steen Steensen Blicher


    Steen Steensen Blicher wurde am 11. Oktober 1782 in Vium geboren und ist am 26. März 1848 in Spentrup gestorben. Er war ein evangelisch-lutherischer Pfarrer und dänischer Schriftsteller. Blicher war neben Jens Immanuel Baggesen einer der beiden entschiedenen Verteidiger der Emanzipation der Juden. Der Streit wurde im März 1814 durch ein königliches Edikt beendet, das die Juden in Dänemark rechtlich den nichtjüdischen Dänen gleichstellte.
    1839-44 organisierte Steen Blicher Freiluftversammlungen auf dem Himmelberg. Das Himmelbergfest nach dem Vorbild des deutschen Hambacher Festes vom Mai 1832 sollte als nationale Feier die Dänen versammeln, um ihr Dänentum zu stärken und auszudrücken.


    1845 erlitt Blicher einen Nervenzusammenbruch, er trat 1847 in den Ruhestand und starb am 26. März 1848 in Spentrup. Er wurde auf dem Spentruper Kirchhof begraben.


    Blicher begann als Lyriker und übersetzte 1807/1809 den Ossian ins Dänische. Seine besondere Wirkung entfaltete er aber mit seinen über 100 Erzählungen, die in Jütland spielen. Blicher hat auch historisch-topographische Arbeiten über seine Heimat veröffentlicht, die den Hintergrund für die Erzählungen abgeben.