Cussler, Clive und Cussler, Dirk: Polarsturm


  • Autoren: Clive Cussler und Dirk Cussler
    Titel: Polarsturm
    Originaltitel: Arctic Drift
    Verlag: Blanvalet
    Erschienen: 19.10.2009
    ISBN-10: 3764503475
    ISBN-13: 978-3764503475
    Seiten: 496
    Einband: Ein auf einen Eisberg auffahrendes Schiff, goldene Schrift
    Preis: 9,90 €



    Zusammenfassung:


    Durch Zufall gerät Dirk Pitt in einen Konflikt zwischen Kanada und den USA. Eine Freundin seiner Frau, eine junge Wissenschaftlerin hat eine sensationelle Methode entwickelt, mit Hilfe des seltenen Elementes Ruthinium den Klimawandel zu stoppen bzw. vielleicht sogar umzukehren. Doch der kanadische Industrietycoon Mitchell Goyette ist mit dieser Entdeckung gar nicht einverstanden, denn ohne Treibhauseffekt wäre die Nordwestpassage vereist und könnte nicht mehr als Schiffstraße genützt werden. Und er hat große Pläne die Ölförderung in Kanada anzukurbeln. Für Dirk Pitt und seine Kinder beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, der sie auf die Spur einer früheren Expedition und damit ins Polargebiet führt. während sich die politische und militärische Situation zwischen den USA und Kanada zuspitzt, begibt sich Dirk Pitt in Lebensgefahr…



    Mein Fazit:


    Der 20. Band der „Dirk-Pitt-Reihe“ „Polarsturm“ ist das erste Buch der Autoren Clive und Dirk Crussler, den ich gelesen habe. Mir war natürlich klar, dass es eine Reihe ist, aber man kann diesen Band durchaus auch alleine lesen.


    Als erstes möchte ich allerdings eine Kritik betreffend Übersetzung bzw. Rechtschreibung anbringen. Oswald Olms, der Übersetzer, liebt es Sätze mit den Wörtern „Dann“, „Als“ und „Sobald“ beginnen zu lassen. Dies zieht sich durch den ganzen Roman und wirkt sich störend auf den Schreibstil des Autors aus. Auch hat der Übersetzer eine Reihe von Lieblingswörtern, die er immer und immer wieder für Beschreibungen verwendet. Vielleicht hätte ich wirklich das Original lesen sollen, für das nächste Mal überlege ich mir das.


    Der Schauplatz des Romans Kanada und die Nordwestpassage wird von den Autoren sehr bildhaft und detailliert beschrieben, dass man sich diesen als Leser sehr gut vorstellen konnte. Die Charaktere der handelnden Personen sind sehr gut ausgeführt und entwickeln sich im Laufe der Geschichte auch stetig weiter. Natürlich trifft das auf seine Seriengestalten nicht so sehr zu, aber das ist ja klar, denn die meisten Leser kennen diese aus den vorherigen Geschichten.


    Die beiden Autoren verstehen es den Spannungsbogen trotz jeder Menge Showdowns und Katastrophen aufrecht zu erhalten. Es knistert bis zum Ende der Geschichte. Es gibt viele spektakuläre Szenen und Rettungsaktionen, die den Leser oft die Luft anhalten lassen. Langweile kommt also nicht auf. Die Geschichte ist kurzweilig aber nicht besonders anspruchsvoll, obwohl die Autoren sicherlich sehr gut recherchiert haben. Aber der Leser selbst muss nicht unbedingt ein Fachwissen besitzen, um den Roman lesen zu können. Die Handlung selbst ist klar und schlüssig. Das Buch teilt sich in zwei parallel laufende Handlungsstränge. Einer spielt um Dirk Pitt und seine Nachforschungen bzw. die Expedition in die Nordpassage. Der Zweite rangt sich um seine Kinder Dirk und Summer und spielt sich in der kleinen Stadt Kitimat im Norden Kanadas ab. Die Autoren verbinden zwar am Ende die beiden Handlungsstränge, aber meiner Meinung nach haben sie außer dem Standort des Bösewichtes nicht viel mit einander zu tun. Der zweite ist eher eine eigene Nebengeschichte.


    Lustig fand ich, dass sich einer der Autoren, genauer gesagt Clive Cussler selbst einen Cameo-Auftritt in diesem Buch verschafft hat. Aufgefallen ist mir, wie gefühlvoll die Autoren die Überführung des gescheiterten Polarfahrers Franklin zur Bestattung in seine Heimat, schildert. Interessant ist, dass den Autoren sehr wohl die Rolle der USA innerhalb der globalen Umweltverschmutzung bewusst ist. Die Thematik und der Lösungsansatz sind natürlich eine Fiktion, aber es gibt auch einige interessante wissenschaftliche Aspekte. Ich fand gerade diese Mischung aus Fiktion und Realität fesselnd. Es macht das Lesen kurzweilig und auch sehr interessant. Außerdem passt das Thema, obwohl der Roman schon 2009 erschienen ist, immer noch sehr gut in die heutige Zeit.


    Zusammenfassend kann ich sagen, dass es trotz der eher schlechten Übersetzung, endlich wieder mal ein guter Thriller war, der Lust auf mehr macht.


    Veröffentlicht am 22.01.2014