André, Martina: Die Teufelshure


  • Autor: André, Martina
    Titel: Die Teufelshure
    Verlag: Rütten & Loening
    Erschienen: 20. November 2009
    ISBN 10: 335200773X
    ISBN 13: 978-3352007736
    Seiten: 750 Seiten
    Einband: Broschiert
    Preis: 17,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Edinburgh im Jahre 1647. Der Highlander John Cameron hat die Pest nur durch ein Wunder überstanden. Am Rande einer Hinrichtung trifft er Madlen MacDonald und verliebt sich in sie. Dabei ist es ihm gleichgültig, dass sie die Mätresse eines geheimnisvollen Lords sei. Der Plan, gemeinsam mit ihr vor dem Lord zu fliehen, scheitert. Stattdessen wird er zum Tode verurteilt. Im Verlies erkennt John, dass Madlens Gönner Häftlinge kauft, um mysteriöse Experimente durchzuführen. Edinburgh in der Gegenwart. Die Molekularbiologin Lilian von Stahl versucht, den Erinnerungscode in menschlichen Genen zu entschlüsseln. Während eines Drogenexperiments sieht sie in einer Vision die Gestalt eines altertümlich gestalteten Schotten. Ihre Recherche führt sie zu einem Herrenhaus, wo sie auf einen Mann trifft, der jener Person aus der Vision zum Verwechseln ähnlich sieht.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    "Die Teufelshure" war mein drittes Buch, das ich von Martina André gelesen habe und die Story ist wirklich interessant und spannend geschildert. Es geht um John Cameron der 1647 die Bekanntschaft von Madlen MacDonald macht, die ihn schon als kleines Mädchen aus der Ferne angehimmelt hat. Die beiden fühlen sich sehr zueinander hingezogen und verleben eine wunderschöne Nacht miteinander. In dieser erfährt John aber auch einige Dinge die weniger schön sind, denn Madlen ist an Chester Cunningham gebunden, der mit der Teufel im Bunde sein soll. John möchte Madlen nicht mehr bei diesem Mann lassen und plant eine Flucht, die allerdings nicht so verläuft, wie er sich das vorgestellt hat und so nimmt eine dramatische Geschichte seinen Lauf.


    Die erste Hälfte des Buches spielt im Jahre 1647/48 und dort gab es immer mal wieder Momente, die wirklich grausam waren und mich oft mitgenommen haben, so daß ich des öfteren erstmal eine Pause machen mußte. Wie dort mit John und seinen Freunden umgegangen wurde ist wirklich schrecklich, aber auch die anderen Menschen taten mir oft leid und auch Madlen muß einiges mitmachen, was mich teilweise wirklich geschockt hat.


    In der zweiten Hälfte befinden wir uns dann im Jahr 2009 und lernen dort Lilian kennen, die als Molekularbiologin arbeitet und von ihrem Bruder Alex einen Stoff bekommen hat, der dafür sorgen soll, das man sich in Visionen wiederfindet, die einem zeigen, was die eigenen Vorfahren erlebt haben. Lilian verabreicht sich diese Droge selbst und erlebt einige Szenen aus dem Leben einer gewissen Madlen MacDonald nach. Um herauszufinden, ob sie wirklich gelebt hat und eine Verwandte von Lilian ist macht sie sich auf den Weg zu ihrem Onkel in die Highlands. Und dort begegnet sie dann auch John Cameron, dem Mann, den sie auch in ihren Visionen schon gesehen hat.


    John, Madlen und Lilian waren mir eigentlich recht sympathisch, auch wenn ich manchmal mit einigen ihrer Eigenarten nicht so ganz zurechtgekommen bin. Wen ich allerdings die ganze Zeit über toll fand ist Bran, ein wirklich vielschichtiger Charakter, von ihm hätte ich am liebsten noch einiges mehr gelesen. Wer mich aber auch noch positiv überrascht hat war Dough, am Anfang hab ich ihn eigentlich gar nicht richtig wahrgenommen, vor allem, weil ich auch dachte, er würde nur kurz erwähnt, aber dann hat er sein Potenzial gezeigt und das war wirklich klasse. Richtig unangenehm fand ich dafür Mercurius, der wirklich alles schlechte in sich vereint hat und bei dessen Auftritten mir echt anders wurde, weil man nie genau wußte, was für eine Abscheulichkeit er jetzt wieder vor hat. Aber auch Cunningham ist ein wirklich übler und fieser Mensch.


    Was mir noch gut gefallen hat, war das mystische an der Geschichte, sie verleiht der Story nochmal etwas geheimnisvolles. Außerdem fand ich die Landschaftsbeschreibungen von Schottland wirklich gelungen, so daß man am liebsten gleich dorthin fahren möchte, um sich das alles selbst anzusehen. Schön war auch noch die Karte von Schottland am Anfang.


    Veröffentlicht am: 12.02.2013

  • Meine Meinung


    Dies war das erste Buch, was ich von Martina André gelesen habe und ich war sehr gespannt darauf. Das knallrote Cover auf dem ein Rabe zu sehen ist mit einem Amulett in den Klauen hat mich sehr angesprochen und der Titel „Teufelshure“ hat mich sehr Neugierig auf das Werk gemacht.


    Das Buch spielt in der ersten Hälfte im Jahre 1647 und springt in der zweiten Hälfte ins Jahr 2009. Diesen Zeitsprung finde ich von Martina André sehr gut umgesetzt.


    Schottland 1647: John Cameron, ein Highlander, lernt Madlen bei einer Hinrichtung kennen und lieben. Gemeinsam mit ihr erlebt er nun viele Abenteuer und vieles ist nicht mehr so, wie es davor war. Hat sie ihn etwa verhext? Ist sie der Teufel persönlich?
    Schottland 2009: John ist unsterblich geworden und lebt nun im Jahr 2009. Er stößt eines Tages an Lilian, die ihn zu sehr an Madlen erinnert. Besteht hier etwa eine Seelenverwandtschaft? Warum ist Lilian Madlen so ähnlich?
    Der Schreibstil hat mich gefesselt und in seinen Bann gezogen, er war spannend geschrieben und es fiel mir sehr schwer, kleine Lesepausen einzulegen.


    Die Charaktere waren sehr detailliert beschrieben. Bei mir hat sich immer wieder das Kopfkino eingeschalten. Ich konnte mich sehr gut in die Figuren des Romanes hineinversetzten. Auch die Landschaft war sehr toll beschrieben.
    Martina André hat meiner Meinung nach sehr gut und intensiv für dieses Werk recherchiert.


    Fazit:


    Ein rasanter Roman mit sehr hohem Spannungsfaktor. Ich war richtig gefesselt und bin schwer begeistert von diesem Lesevergnügen.

    "Ein Raum ohne Bücher ist wie ein Körper ohne Seele" (Cicero)


    :lesen-buch35:


    Ganz viele liebe Grüße


    MANU


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