Nao, Tsukiji: Ruinenmärchen


  • Autor: Nao, Tsukiji
    Titel: Ruinenmärchen
    Originaltitel: Haikyo Shoujo
    Verlag: Egmont Manga
    Erschienen: 9. Januar 2014
    ISBN 10: 3770481496
    ISBN 13: 978-3770481491
    Seiten: 178 Seiten
    Einband: Broschiert
    Preis: 7,50 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Das Leben hält immer wieder Überraschungen bereit. Besonders an geheimnisvollen Orten wie zerfallenen Fabriken und uralten Häuserruinen. In 4 Kurzgeschichten finden Tsukiji Naos tiefgründige Charaktere die verloren geglaubte Liebe oder müssen sich ihren schlimmsten Erinnerungen stellen. Nicht alles, was den Weg aus den Ruinen zurück ins Leben findet, wendet die Geschichte zum Guten. Auch der Tod ist ein ständiger Begleiter in diesen Ruinenmärchen.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    In diesem Manga sind vier Kurzgeschichten vertreten und alle haben etwas mit dem Thema Ruinen zu tun. Als erstes gibt es da die Geschichte "Das Mädchen in der Ruine", in der es um die Freundinnen Kazeko und Momoka geht. Kazeko wurde vor drei Jahren von einem Mann in einer Ruine festgehalten, zumindest ist das das einzige was sie noch weiß, aber was damals noch alles passiert ist hat sie verdrängt und ich muß sagen die Auflösung war schon recht tragisch und am Ende konnte ich mir auch ein paar Tränen nicht verkneifen, weil das doch sehr emotional war.


    Danach kommt die Story "Der Mann, der die Musik sehen konnte" und die Charaktere fand ich dort eigentlich nicht so gut gezeichnet, bis auf den geheimnisvollen Mann aus den Ruinen, aber dann kamen die Hintergründe und ich konnte mich gar nicht satt sehen daran, diese ganzen kleinen Details, die es da gab und immer wieder habe ich noch was Neues entdeckt, also das hat Tsukiji Nao wirklich toll gemacht. Die Geschichte hat allerdings viel Wahres an sich und auch wenn ich mit Sumida nicht wirklich warm geworden bin, so fand ich einige Sätze richtig schön poetisch und habe sie gleich mehrfach gelesen.


    Danach folgt die Story "Das Mädchen in der Kommode" und Kozue tat mir so leid, vor allem wie ihre große Schwester sie früher behandelt hat und das sie immer nur in ihren Kommoden Ruhe findet war schon traurig. Toru hat es allerdings auch nicht leicht, nachdem er Kozue näher kennengelernt hat und dann noch einiges über seinen verstorbenen Bruder erfährt läßt er sich zu einer Tat hinreißen, die man vielleicht als bewundernswert ansehen kann oder aber auch als sehr närrisch, das muß halt jeder für sich selbst herausfinden. Das Ende hat aber nochmal ein wenig Hoffnung gemacht.


    Als letzte Geschichte kam dann "Der Hügel auf dem Hut", in der es um einen Hutmacher geht für den nur noch das Geld zählt und darum ist er auch so stolz auf seine Kreationen und das ganz viele reiche Leute zu ihm kommen um einen Hut von ihm zu kaufen. Als dann auch noch eine Einladung vom König selbst kommt ist Tomasama ganz entzückt und macht sich gleich auf den Weg zu ihm, doch dann kommt er an einer Ruine vorbei und will dort die Nacht verbringen, da es schon sehr spät ist und macht dabei eine ziemlich wertvolle Erfahrung auch wenn es im ersten Moment nicht so aussieht und erinnert sich an Werte, die seine Mutter ihm einst beigebracht hat.


    Ich fand die vier Geschichten alle auf ihre Art ziemlich interessant und spannend, teilweise waren sie aber auch recht traurig und gruselig, denn es passiert ja doch viel tragisches und läßt die einzelnen Charaktere manchmal echt verzweifeln. Doch in jeder Story steckt auch viel Wahres und einiges hat mich auch zum nachdenken angeregt. Die Zeichnungen sind fast immer schön anzusehen, nur Sumida und Kurokawa fand ich halt nicht so gut gelungen, allerdings fand ich "Der Mann, der die Musik sehen konnte" generell etwas schwächer, aber die Hintergründe dort waren wie schon gesagt so bildgewaltig, das sie einiges wieder wett gemacht haben.


    Veröffentlicht am: 14.01.2014