Engel, Karin: Das Erbe der Kaffeeprinzessin


  • Autor: Engel, Karin
    Titel: Das Erbe der Kaffeeprinzessin
    Verlag: Knaur TB
    Erschienen: 1. August 2007
    ISBN 10: 3426631822
    ISBN 13: 978-3426631829
    Seiten: 477 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Serie: Die Kaffeeprinzessin-Reihe Band 2
    Preis: 8,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Teresa hat von ihrer Mutter Felicitas, die in Bremen nur die »Kaffeeprinzessin« genannt wird, nicht nur die leuchtend blauen Augen geerbt, sondern auch deren Willensstärke und Durchsetzungsvermögen. Beide Eigenschaften hat sie dringend nötig, als nach dem Krieg die Villa der Familie von den Engländern besetzt wird. Teresa steht vor der schier unlösbaren Aufgabe, das Erbe der Kaffeedynastie Andreesen weiterzuführen. Manchmal möchte sie schier daran verzweifeln, doch sie lässt sich nicht unterkriegen. Als ihr Weg sie nach Brasilien führt, in jenes Land, für das ihr Herz schon seit jeher schlägt, trifft sie dort ihren Geliebten Manuel wieder, den sie nie vergessen hat...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Nachdem mir der erste Teil der "Kaffeeprinzessin"-Reihe ja nicht so gut gefallen hat war ich sehr gespannt auf den zweiten Band, indem es laut Kurzbeschreibung um Teresa, die Tochter von Felicitas, gehen sollte, aber das war leider nicht so wirklich der Fall, sie kam zwar vor, aber für mich stand eindeutig wieder mehr Felicitas im Vordergrund, die auch weiterhin die Firma leitet. Teresa übernimmt die Führung erst kurz vor Ende des Buches.


    "Das Erbe der Kaffeeprinzessin" hat mir aber trotzdem einen Tick besser gefallen als der erste Band, auch wenn ich mit Felicitas immer noch nicht so wirklich warm geworden bin und die anderen Charaktere weiterhin fast alle recht blass bleiben und mir nicht sonderlich sympathisch sind, selbst Bernhard hat mich diesmal nicht so recht begeistern können, nur Elisabeth hat mich etwas berührt, sie ist aber auch eine imposante Erscheinung und scheint ihren Frieden mit sich gemacht zu haben.


    Das Buch umspannt dieses Mal die Jahre 1934 - 1956 und man erlebt somit den zweiten Weltkrieg mit, der viel Leid über Deutschland und die Welt allgemein bringt und natürlich auch die Familie Andreesen nicht außen vor läßt. Diese Kapitel waren immer sehr bedrückend, überhaupt liegt über diesem Teil eine ziemlich düstere Atmosphäre, viele Szenen sind sehr traurig und lassen einen teilweise recht geschockt zurück. Auch die olypmpische Spiele, die sonst eigentlich immer ein sehr freudiges Ereignis sind sind es zu der Zeit ganz und gar nicht, auch wenn man sich den Anschein geben möchte.


    Felicitas bekommt diesmal sogar Drohbriefe, die sie zwar verunsichern, aber durch die sie sich trotzdem nicht einschränken läßt und dabei geht sie ein ziemliches Risiko ein. Wer hinter den Briefen und auch den versuchten Anschlägen steckt war für mich die ganze Zeit nicht offensichtlich, ich hatte zwar einige Vermutungen, aber die haben sich alle als falsch herausgestellt.


    Was mir, neben den Charakteren, allerdings ebenfalls nicht so gut gefallen hat, waren die letzten 100 Seiten, denn in diese wird wieder so viel reingepackt, das manches einfach auf der Strecke bleibt oder halt nur ganz kurz erwähnt wird, dabei wird das einigen Personen überhaupt nicht gerecht, denn die ganze Zeit verfolgt man ihr Leben und dann bekommen sie zum Ende hin meist nur noch ein bis zwei Sätze geschenkt, die aber auch nicht immer genau Aufschluß über sie geben. Auch das letzte Kapitel wirkte irgendwie unfertig, bzw. so, als ob eventuell noch eine weitere Fortsetzung der Reihe geplant war, aber bisher ist da ja leider nichts erschienen und so finde ich ist die Geschichte um die Familie Andreesen einfach noch nicht wirklich abgeschlossen, gerade was Teresa angeht, aber eventuell schreibt die Autorin ja irgendwann doch nochmal weiter und gibt den Charakteren dann auch mehr Raum, um sich besser entfalten zu können.


    Veröffentlicht am: 11.02.2013