Willing, Sebastian: Bea geht - Ein Abschied auf Raten


  • Autor: Willing, Sebastian
    Titel: Bea geht
    Verlag: Books on Demand
    Erschienen: Juni 2013
    ISBN-10: 3732241394
    ISBN-13: 978-3732241392
    Seiten: 160
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 9,95


    Inhalt:

    Zitat

    Dieses Buch beschreibt den Abschied von einem Kind, einem geliebten Menschen, einem Baby. Es begleitet drei Menschen auf einem Weg, dessen Ende bereits bekannt ist, dem Kampf zwischen Herz und Verstand, in dem Wissen, dass keiner von beiden gewinnen kann. Es gibt keinen Gewinner, wenn man sein Kind verabschieden, sich von seinem Baby trennen muss, selbst wenn es kein Abschied für immer ist.Dieses Buch enthält Gedanken, Gefühle, Belangloses und Interessantes, Höhen und Tiefen. Es möchte unterhalten, ein Lächeln vermitteln und versinkt dennoch stellenweise in Traurigkeit. Es erlaubt Einblicke, die vorher noch nie geschrieben, zum Teil nicht einmal ausgesprochen wurden.Dieses Buch ist keine Geschichte, keine Fiktion und keine Utopie, sondern die Dokumentation eines vorgezeichneten Weges, den zu gehen viel Kraft gekostet hat, obgleich es keine Alternative gab. Es klärt auf über die Hintergründe und lässt zugleich entscheidende Fragen offen. Fragen, die tatsächlich bis heute unbeantwortet sind und vermutlich auch nie mehr beantwortet werden.


    Quelle: amazon


    Meine Meinung:
    Als ich die Anfrage bekommen habe, ob ich dieses Buch rezensieren möchte, mußte ich erstmal schlucken, denn eigentlich weigere ich mich Erzählungen von Eltern über ihre kranken oder sogar gestorbenen Kinder zu lesen. Nicht, dass es mich nicht interessiert, aber als Mutter macht mich sowas fertig, da ich es ansatzweise nachfühlen kann.


    Sebastian Willing ist es allerdings gelungen so zu schreiben, dass ich als Leserin immer eine gute Distanz wahren konnte. Nicht zu emotional erzählt er den Weg von Bea von der Geburt bis zu ihrem 13. Lebensjahr. So war ich weniger traurig sondern viel mehr voller Bewunderung für die Kraft, die Beas Eltern für die Pflege ihrer behinderten Tochter aufgebracht haben. Ständige Anfälle, kaum Entwicklung, Bea bleibt geistig auf dem Stand einer etwas Anderthalbjährigen und dazu die Ungewißheit, das das Kind überhaupt hat, denn trotz zahlreicher Untersuchungen bleibt dies ein Rätsel.


    Ich habe das Buch von gestern auf heute in nahezu einem Rutsch gelesen, es ist sehr interessant und natürlich war ich gespannt, wie das Buch, bzw. die Geschichte um Bea vorerst endet. Es läßt sich flüssig und einfach lesen und ich kann mir ein kleines Bild von Alltag mit Bea machen. Als Mutter einer 14jährigen Tochter bin ich einmal mehr dankbar ein gesundes Kind haben zu dürfen, welches seine eigenen Wege geht und mir mittlerweile, längst dem Gröbsten entwachsen, viel Freiraum gibt.


    Bea geht kann ich jedem empfehlen, der gerne und mit Interesse Schicksalsberichte dieser Art mag. Und auch Menschen die wie ich, besonders beim Lesen nahe am Wasser gebaut sind, können das Buch bedenkenlos zur Hand nehmen, ist hat mich zwar nicht unberührt gelassen, aber auch nicht fertig gemacht.


    Bei so einer Geschichte, die so ganz anders ist als die Bücher, die ich sonst lese, fällt es mir schwer meinen Gesamteindruck in kurze Worte zu fassen. Worte wie toll und spannend sind hier fehl am Platze und dennoch hat es ein so großes Interesse geweckt, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin.


    Bea geht hat von mir 4,5 von 5 Punkten bekommen.