Dobbie, Kaye: Der Fluch von Colonsay


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    Autor: Dobbie, Kaye
    Titel: Der Fluch von Colonsay
    Originaltitel: Footsteps in an Empty Room
    Verlag: Weltbild
    Erschienen: September 2012
    ISBN 10: 386800937X
    ISBN 13: 978-3868009378
    Seiten: 399 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 5,99 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Eigentlich hat sie das Erbe gar nicht antreten wollen: Nur widerstrebend kehrt Rosamund nach Colonsay zurück, wo sie eine einsame Kindheit bei ihrer Großmutter verbracht hat. Nun soll das stattliche, aber heruntergekommene Haus an der australischen Küste renoviert werden. Doch kurz nach ihrer Ankunft stellt Rosamund zu ihrem Schrecken fest, dass etwas Unheimliches in dem alten Haus vor sich geht. Zuerst ist es nur ein seltsamer Duft, dann folgen grauenhafte nächtliche Geräusche. Und schließlich hört sie eine Stimme, die klagend ihren Namen zu rufen scheint. Als die ersten Unfälle auf der Baustelle geschehen, ist sich Rosamund sicher: Das Haus birgt ein furchtbares Geheimnis. Ein Geheimnis, das auch ihr Schicksal bestimmen wird.


    Quelle: Weltbild.de


    Meine Meinung:


    Rosamund hat Colonsay von ihrer Großmutter geerbt, dort hat sie viele Jahre der Einsamkeit verbracht und eigentlich hatte sie sich geschworen nicht mehr zurückzukehren, aber ihr Mann Mark ist ganz begeistert von dem Haus und dem Anwesen, so daß er gleich jemanden eingestellt hat, der sich um die ganzen Renovierungsarbeiten kümmern soll, denn Colonsay ist mit den Jahren recht runtergekommen. Rosamund wird von ihrem Mann regelrecht nach Colonsay abgeschoben, denn er hat Angst, das sie ihm im Weg stehen könnte, bei der bevorstehenden Wahl zum Premierminister und so hat sie außerdem immer ein Auge auf die Arbeiten. Aber irgendwas scheint mit Colonsay nicht zu stimmen, denn nachts gibt es plötzlich laute Geräusche vom Dachboden, obwohl gar keiner dort ist, Türen gehen auf und zu wann es ihnen paßt, Rosamund hat Träume, die sehr real wirken, hört Stimmen und sieht Menschen, die eigentlich gar nicht da sein dürften, außerdem kommt es zu einigen Unfällen. Rosamund möchte der Sache auf den Grund gehen und kriegt dabei ganz unerwartet Unterstützung von Gary, der sie nicht als verrückt abstempelt, sondern sie nur zu gut verstehen kann und ihr in allem glaubt.


    Mit Rosamund bin ich leider nicht so richtig warm geworden, gerade am Anfang ist sie sehr abwesend und oft auch etwas ruppig zu ihren Mitmenschen, außer zu ihrem Mann Mark, dem sie irgendwie alles durchgehen läßt und der in Rosamund anscheinend nur so etwas wie ein Schmuckstück sieht, das an seiner Seite gut aussehen soll, aber ansonsten sich bitte ruhig verhalten soll. Auch Kerry fand ich recht seltsam, vor allem, das sie immer so auf der Seite von Mark ist und oft einen Ton anschlägt, der so gar nicht richtig zu ihre passen will. Aber irgendwie scheinen sich alle damit abzufinden, das jeder dort so seine Launen hat und auch mal aggressiv rüberkommt, ich fand das allerdings nicht so schön. Der einzige, der mit recht gut gefallen hat war übrigens Gary, er ist sehr besorgt und immer für Rosamund da, egal, was sie zu ihm sagt oder wie sie sich ihm gegenüber verhält.


    Die Geschichte an sich ist recht spannend und interessant, da man immer wissen möchte, was es mit diesen seltsamen Begebenheiten in Colonsay zu tun hat, aber teilweise ist sie auch ziemlich traurig, denn ich hatte ja schon so meine Vermutungen während des lesens, aber die Auflösung ist dann noch grausamer, als ich gedacht habe. Man wechselt übrigens immer von der Gegenwart in die Vergangenheit, so daß man auf der einen Seite Rosamund mit ihren Nachforschungen hat und auf der anderen Seite Alice, die früher bei Cosmo Cunningham angestellt war und durch die man dann erfährt was sich damals wirklich zugetragen hat. Allerdings war auch sie mir nicht sonderlich sympathisch und das ist etwas, was ich echt schade fand, denn die Story ist wirklich gut geschrieben, aber durch die vielen Charaktere, mit denen ich mich überhaupt nicht anfreunden konnte fiel mir das lesen immer schwerer.


    Das Ende ging mir dann auch etwas zu schnell, da hatte ich mir irgendwie mehr von versprochen und den Epilog mußte ich mehrmals lesen, weil ich damit erstmal überhaupt nichts anfangen konnte, da mich auch der Name etwas irritiert hat. Aber als ich dann eine zeitlang drüber nachgedacht habe wurde mir langsam klar was es damit auf sich hat und das fand ich dann eigentlich ganz schön von der Autorin gemacht.


    Veröffentlicht am: 11.02.2013