Isau, Ralf: Die Chroniken von Mirad 01 - Das gespiegelte Herz


  • Autor: Ralf Isau
    Titel: Das gespiegelte Herz
    Verlag: Thienemann
    Erschienen: 2005
    ISBN-10: 3522177452
    ISBN-13: 978-3522177450
    Seiten: 638
    Einband: Gebunden


    Zitat von amazon.de

    In gewisser Weise haben die Zwillinge Ergil und Twikus doppelte Kraft. Denn die letzten Söhne eines untergegangenen Königreichs besitzen ein gespiegeltes Herz. Seit ihr Vater Thorlund der Friedsame von seinem machthungrigen Bruder Wikander ermordet wurde, leben sie in der Nachbarschaft von Elven, Flussgoldern und anderen merkwürdigen Kreaturen im „Großen Alten“, dem dunklen Wald, den Menschen nur selten heimsuchen. Seit dem gewaltsamen Tod ihres Vaters herrscht Dunkelheit in Miraud, die immer mehr zunimmt. Hinzu kommt, dass sich Wikander auf die Jagd nach Ergil und Twikus begibt. Er weiß, dass nur die beiden rechtmäßige Erben des Thrones seine Herrschaft brechen können. Die Zwillinge nehmen die Herausforderung an. Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt, der die ganze Welt zu vernichten droht


    Meine Meinung:


    Das gespiegelte Herz bildet den Auftakt zu Isaus Trilogie die Chroniken von Mirad. Auch hier geht es wieder um den Kampf Gut gegen Böse, eine kleine Gruppe von treuen Gefährten um den Haupthelden begibt sich auf eine lange Reise um schlussendlich den Bösen zu besiegen.


    Dennoch schafft Isau es immer wieder seine Leser zu verzaubern, da er es auf eine einzigartige Art und Weise schafft dem altbekannten Muster neues Leben einzuhauchen und die Geschichte interessant und spannend zu gestalten.


    Die Helden dieser Geschichte sind diesmal die Zwillinge Ergil und Twikus, die rechtmäßigen Erben des Throns von Soodland, den ihr Onkel bestiegen hat, nachdem er die Eltern des Prinzenpaares getötet hat. Doch Ergil und Twikus sind keine normalen Zwillinge, sie stammen in direkter Linie von dem alten, weisen und mächtigen Geschlecht der Sirilim ab. Was diese beiden Jungen so einzigartig macht, ist dass sie sich einen Körper teilen. Während der eine Prinz wach ist zieht sich der andere ins Unterbewusstsein zurück, und verharrt dort ruhend oder unterstüzt den Bruder durch Ratschläge.


    Die beiden Figuren könnten widersprüchlicher nicht sein, Ergil ist der ruhige Denker wohingegen Twikus der stürmische Jäger ist. Nach und nach müssen die beiden erkennen, dass sie sich nicht bekriegen dürfen, sondern lernen müssen ihre Kräfte zu vereinigen um die Geschicke Mirads in die Hand nehmen zu können.


    Isau schafft es sehr gut die Zerissenheit der beiden Jungen herauszuarbeiten, die von einem Tag auf den anderen erkennen müssen, dass eine große Last auf ihnen ruht und dass sie ihren Onkel aufhalten müssen wenn sie verhindern wollen, dass dieser ganz Mirad in die Dunkelheit stürzt.


    Ergil und Twikus werden begleitet von Muria, der Heilerin, Kira, der Elvenprinzessin, Bombo, dem Pirat, Dolgan, dem Waffenschmid und Falgon ihrem Zievater. Diese bunte Schar an Charakteren, die alle auf ihre Art einzigartig sind und teilweise grundlegend verschieden, müssen eine gefährliche Reise zurücklegen und begegnen dabei vielen Feinden und Gefahren.


    Einmal mehr schafft Isau es den Leser in einer seiner Phantasiewelten zu fesseln und zu verzaubern. Und auch wenn die Chroniken von Mirad nicht ganz an die Neschan Trilogie heranreicht, macht das gespiegelte Herz definitiv Lust auf die anderen beiden Bände.


    Veröffentlicht am 08.05.08