Isau, Ralf: Das Geheimnis des siebten Richters


  • Autor: Ralf Isau
    Titel: Das Geheimnis des siebten Richters
    Verlag: Thienemann
    Erschienen: 1996
    ISBN-10: 3522169018
    ISBN-13: 9783522169011
    Seiten: 557



    Zusammenfassung:


    Am Ende des ersten Teiles verlassen Yonathan und Yomi ihren Freund, den Behmisch Din-Mikkith, und damit auch das Verborgene Land um ihre Reise nach Cedanor fortzusetzen. Doch kurz darauf tappen die beiden in die Falle einer Piratenhochburg, die sie anfangs für einen Schiffsfriedhof gehalten hatten. Die Piraten nehmen die beiden Freunde gefangen. Mit Hilfe eines ehemaligen Händlers und dessen Sohn Gimbar, der unten den Piraten aufgewachsen ist, schaffen sie es, sich zu befreien, indem Gimbar die beiden Freunde nach Cedanor bringen sollte, um dort für sie Lösegeld einzufordern. Doch auch diese Flucht ist mit vielen Hindernissen verbunden. Doch da taucht unvermuttet Galal, ein Traumfeld, au, dass die drei Kameraden rettet.


    Jonathan bekommt einen neuen Hauslehrer und lebt bei seinem Großvater etwas auf. In einem Buch findet er eine mysteriöse Zeichnung, die vom Traum seines Großvaters erzählt. Auch das Gedicht auf dieser Zeichnung gibt Jonathan viele Rätsel auf. Mit Jonathans Gesundheit steht es leider nicht zum besten, obwohl er anscheinend nicht wirklich krank ist, wird er immer schwächer...


    Yonathan, Yomi und Gimbar treffen endlich bei Baltan ein, doch ihre Verfolger sind schon wieder in ihrer Nähe. Hier lernt Yonathan am Hofe des Kaisers Zirgis auch dessen Sohn Felin kennen, der die Freunde auf ihrem weiteren Weg zum Garten der Weisheit begleitet, doch der Weg durch die Wüste Mara ist weit und die Verfolger kommen immer näher...


    Mein Fazit:


    Dies war nun der zweite Band der Neschan-Triologie "Das Geheimnis des Siebten Richters", der nahtlos an den ersten Band "Die Träume des Jonathan Jabbok" anschließt. Der Autor Ralf Isau führt hier seine phantastische Geschichte fort, wobei Yonathan immer weiter in den Fordergrund tritt und Jonathan immer wenig zu werden scheint. Die Traumwelt Neschan wird immer realer und die wirkliche Welt immer unscheinbarer. Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite spannend aufgebaut und fesselnd, es gibt keine Längen in dieser Geschichte.


    Die Charaktere der Protagonisten werden immer weiter entwickelt und der Leser lernt sie immer besser kennen. Yonathan wird erwachsen und lernt viel aus seinen Fehlern, auch wird er immer geschickter im Umgang mit seinem Stab, aber auch mit Worten. Yomi wird ruhiger, trotzdem führt er viele Streitgespräche mit Gimbar, dem ehemaligen Piraten, der vor nichts Angst zu haben scheint, doch das täuscht, wie man bald lesen kann. Felin, der Sohn des Kaisers, ist intelligent, aber er scheint von einer Traurigkeit umgeben zu sein. Lustig ist auch Gurgi, das kleine Pelztierchen. Nicht zu vergessen Bithya, die Urenklin Goels, der Yonathan anfangs den lustigen Spitznamen "Stachelwortspuckerin" verleiht. Durch die höhere Anzahl der Protagonisten wird die Geschichte noch lebhafter, spannender, aber auch witziger und facettenreicher.


    Manchmal hat man selbst das Gefühl in Neschan zu sein und die Reise mitzuerleben. Die Ideen des Autors sind sehr kreativ und werden sehr bildlich geschildert. Auch der zweite Band ist stark religiös angehaucht, aber es kommt nicht so sehr zum Tragen wie im ersten Band. Auch haben sich in diesem Band die bildhaften Ausdrücke des Autors vermehrt. Er hat sich noch mehr Mühe gegeben, dem Leser die Handlung, die Personen, aber auch die Hintergründe nahe zu bringen. Auch versucht der Autor immer wieder Sagen, Legenden und Prophezeiungen in seine Geschichte einzubringen. Seine Phantasiewelt nimmt immer mehr Gestalt an.


    Auch diesmal hat mir das Cover, das hier in grün gehalten ist sehr gut gefallen, da es wirklich zur Geschichte passt.


    Veröffentlicht am 26.03.2013

  • Zitat

    Jonathan Jabbok gerät durch die Abenteuer seines Traumbruders in einen Strudel, der ihn vom Leben auf der Erde fortzureißen scheint. Er selbst ahnt, daß die geheimnisvolle Welt Neschan ihn mit jedem Abenteuer, das Jonathan besteht, immer mehr in sich aufsaugt, aber er kann nichts dagegen tun.


    Meine Meinung:


    Yonathan ist noch immer auf seinem Weg zum 6ten Richter Neschans um den Stab Haschevet zu überbringen,damit er an den 7ten Richter weitergegeben werden kann.


    Doch bis Yonathan dort angelangen soll, ist es noch ein weiter Weg. Yonathan und Yomi müssen noch viele Abenteuer bestehen, Piraten und Könige stellen sich ihnen in den Weg, doch sie finden auch neue Freunde die sie unterstüzen und auf ihrem Weg begleiten. Yonathan lernt mit dem Stab Haschevet besser umzugehen und sich mit den neuen Fähigkeiten vertraut zu machen, doch auch dies ist eine gefährliche Gratwanderung, denn er ist nicht bestimmt ihn für immer zu tragen sondern nur ein Bote..


    Nach einem Vorfall im Internat wird der irdische Jonathan aus der Schule genommen und bekommt nun bei seinem Großvater Privatunterricht von einem netten gebildeten Mann, der ihm bei so manchem Neschanischen Rätsel helfen kann,und da sind noch die komischen Träume seines Großvaters, er sieht einen älteren gesunden Jonathan in einer Krönungshalle neben einem Prinzen stehen, doch die Leute jubeln Jonathan zu. Alles Zeichen die Jonathan mehr Fragen als Antworten geben. Und zu allem Überfluss wird er immer schwächer je weiter Yonathan mit seiner Reise vorankommt.


    Als Yonathan endlich den 6ten Richter erreicht kommt es noch zum Showdown mit Bar Hazzats Schergen, und dann kann endlich die lange gestellte Frage beantwortet werden, wer ist der lang erwartete 7te Richter Neschans und was soll aus Yonathan und Jonathan werden, können beide überleben?


    Mit diesem Buch spannt Isau seine Leser wirklich lange auf die Folter, da man sämtliche Protagonisten lieb gewonnen hat, und deren Leben schon das ein oder andere mal vom Tod überschattet wird. Er schafft es den Zauber aus Band 1 zu übernehmen und man kann es kaum erwarten, den letzten Finalen Band in Händen zu halten um zu wissen ob Neschan noch gerettet werden kann..