Funke, Cornelia: Tintenblut


  • Autor: Cornelia Funke
    Titel: Tintenblut
    Verlag: Oetinger
    Erschienen: 2011
    ISBN-10: 3841500137
    ISBN-13: 978-3841500137
    Seiten: 736
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 12,00


    Zitat von amazon.de

    Der Zauber von Tintenherz lässt Meggie nicht los. Gemeinsam mit Farid liest sie sich selbst in die Tintenwelt, denn sie will endlich den Weglosen Wald sehen, den Speckfürsten, den Schwarzen Prinzen und seinen Bären. Sie möchte die Feen treffen und natürlich den Dichter Fenoglio, der sie später zurückschreiben soll. Vor allem aber will sie Staubfinger vor dem grausamen Basta warnen, denn Fenoglio hat sein Ende schon geschrieben


    Meine Meinung:


    Nach Jahren der unbändigen Sehnsucht gelingt es Staubfinger endlich einen Vorleser zu finden, der es schafft ihn in die Tintenwelt zurückzuschicken, Orpheus. Doch dieser ist ein Verbündeter von Basta, der nun im Besitz des Buches ist und alles daran setzen wird Rache zu nehmen. So geschieht es, dass sich Farid auf den Weg zu Maggie macht, damit sie auch ihn in das Buch liest, um Staubfinger zu warnen. Getrieben von dem Wunsch die Tintenwelt einmal selbst zu sehen, liest sich Maggie mit Farid in die Geschichte und ein unglaubliches Abenteuer beginnt.


    Ich muss gleich vorneweg sagen, mir hat Tintenblut um Längen besser gefallen als Tintenherz. Die wunderschöne Tintenwelt die Funke so detailliert beschreibt, ohne in unnötige Längen zu verfallen, hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Es gibt wunderschöne Landschaften, die merkwürdigsten Kreaturen aber leider auch die dunkelsten Bösewichte.


    Maggie gelingt es Fenoglio zu finden, den Autor von Tintenherz und gemeinsam suchen sie wieder nach einem Weg nach Hause. Doch was Maggie nicht weiß, auch ihr Vater Mo und ihre Mutter Resa sind mittlerweile in der Tintenwelt angekommen und müssen einen Kampf auf Leben und Tod ausfechten.


    Bald treffen sich alle unsere geliebten Hauptfiguren wieder und verbünden sich um gemeinsam dem bösen Natternfürsten entgegenzutreten. Doch dies soll kein einfaches Unterfangen werden.


    Die Macht der Wörter ist auch diesmal wieder das zentrale Thema, denn in der Tintenwelt haben die Wörter Fenoglios weit mehr Macht als in der realen Welt, dennoch gehorcht ihm seine Geschichte nicht mehr ganz, denn sie hat ein gewisses Eigenleben entwickelt.


    In diesem Band kommen einige neue Figuren hinzu wie etwa Roxanne, die Frau von Staubfinger, nach der er sich 10 Jahre gesehnt hat. Staubfinger spielt auch in Tintenblut wieder eine zentrale Rolle. Immer wieder wird er von seinem Schicksal eingeholt und der Tod folgt ihm auf Schritt und Tritt. Sein Charakter vollzieht eine wahre Wandlung, im Laufe des Buches lernt er, dass er nicht nur schwach ist sondern für seine Freunde einstehen muss, und er merkt, dass Farid für ihn mehr ist als nur der lästige kleine Junge, der ihm auf Schritt und Tritt folgt.


    Tintenblut ist eine wirklich gelungene Fortsetzung von Tintenherz und meiner Meinung sogar besser gelungen als das erste Buch. Es ist ein Buch voller Magie, Freundschaft, Liebe und Tod und wenn man einmal dem Zauber der Tintenwelt verfallen ist, lässt er den Leser nicht mehr los.