Korte, Lea: Die Nonne mit dem Schwert


  • Autor: Korte, Lea
    Titel: Die Nonne mit dem Schwert
    Originaltitel: -
    Verlag: Knaur
    Erschienen: 01. April 2007
    ISBN-10: 3426633868
    ISBN-13: 978-3426633861
    Seiten: 475
    Einband: Taschenbuch
    Serie: -
    Preis: 8,95

    Inhalt:

    Zitat

    Spanien im 17.Jahrhundert: Die 15jährige baskische Adlige Catalina de Erauso wird von ihren Eltern ins Kloster gesteckt, doch kurz vor der Weihe gelingt ihr die Flucht in die Freiheit. Schnell merkt Catalina, dass sie in der Welt als Frau nicht überleben kann. Sie verkleidet sich als Mann - ein unverzeihlicher Frevel im Zeitalter der Inquisition - und lässt sich ein auf ein Leben voller Gefahren, das sie bis nach Südamerika führt. Sie sucht dort ihren Geliebten, der von ihrer wahren Identität selbst dann noch nichts ahnt, als sie Seite an Seite mit ihm in der königlichen Armee kämpft …


    Der Roman einer mutigen Frau, die das Unmögliche wagte und deren Leben ein einziges Abenteuer war.


    Quelle: Knaur Verlag



    Meine Meinung:

    An diesen Roman bin ich mit gemischten Gefühlen herangetreten. Da ich viele Meinungen gelesen haben, die dieses Buch herabsetzten und es dabei auch noch um eine Frau geht, die es wirklich gab, fragte ich mich wirklich, ob mir dieses Werk zusagt.
    Was ich dann wirklich vorfand, war ein echt toller und spannender Roman über eine Frau, die sich in Männerkleidern vielen Gefahren dieser Welt stellte und dabei immer voran kam.


    Catalina de Erauso, eine spanische Adlige, flieht im Teeniesalter aus dem Kloster, in das sie ihre Eltern verband hatten.
    Schnell wird ihr bewusst, dass sie als Junge besser zurechtkommt, als, als Mädchen. Und obwohl es zu der damaligen Zeit ein Frevel war und der Scheiterhaufen drohte, zieht sie die Maskerade durch.
    Dabei erlebt sie die unglaublichsten Abenteuer, lernt die unterschiedlichsten Menschen kennen und scheint trotz vieler Bedrohungen das Glück gepachtet zu haben. Doch auch für sie gibt es mal einen schlechten Tag ...


    Die Geschichte war von Anfang an spannend und ich konnte mit Catalina richtig mitgehen, als wäre ich ihr Schatten.
    Als kleines Manko empfand ich allerdings, dass Catalina trotz vieler Bedrohungen und diverser Geschehnisse im ganzen Buch meist zu naiv an neue Taten heranging oder zu gutgläubig war. Das fand ich etwas schade, aber entspricht laut den Recherchen der Autorin wirklich den Tatsachen.
    Doch außer dieser Sache wurden die Handlungen sehr real geschildert und ich konnte mir die Figuren und Landschaften wirklich gut vorstellen.
    Wenn sie in Bedrängnis kam, ließen diese Szenen ein beklemmendes Gefühl in mir aufwallen, so gut konnte ich mich mit der jungen Dame identifizieren.
    Zum Ende hin gab es dann immer öfter Szenen, bei denen meine Augen vor Rührung ganz feucht wurden.
    Leider kann ich meine freudigen Emotionen gar nicht so darstellen, wie ich eigentlich möchte. Der Roman war einfach sehr abwechslungsreich und äußerst vielseitig, was mir als „Nicht-Historie-Leserin“ sehr imponierte.
    Dass eine Frau in Männerkleidung in dieser Zeit so weit kommt, ist in meinen Augen eine Ermutigung an uns, dass wir unsere Ziele schaffen können, wenn wir nur wollen.


    Dass es sich bei dieser Adligen um eine Persönlichkeit handelt die tatsächlich existiert hat und ihr Leben wirklich so verlief ist kaum vorstellbar, aber laut dem Nachwort der Autorin wirklich wahr.
    Gut, es gibt Figuren und Handlungen, die der Phantasie von Lea Korte entsprungen sind, aber trotz allem war Catalina de Erauso eine sehr toughe Frau und hat es für diese Zeit sehr weit gebracht!
    Mit dem Wissen, dass diese Person gelebt und dass sie wahre Abenteuer erlebt hat, wenn auch nicht ganz so wie in dem Buch, vergebe ich diesem Roman fünf Sterne und mache es zu meinem Highlight im Januar 2011.


  • Meine Meinung:


    In diesem Buch geht es um Catalina de Erauso, die wirklich gelebt und so manches Abenteuer erlebt hat. Ihre Eltern haben sie mit acht Jahren in ein Kloster gebracht und mit fünfzehn sollte sie ihre Weihe ablegen, aber sie ist für ein Leben hinter Klostermauern nicht geschaffen und hat nur noch ihre Flucht im Sinn, die ihr dann auch glückt. Da sie als Mädchen natürlich nicht so gut ungesehen durchs Land marschieren kann, schon gar nicht alleine, verkleidet sie sich als Junge, aber auch da passieren ihr einige unglaubliche Dinge.


    Catalina geht in ihrer Rolle als Mann ziemlich auf, denn es ist eigentlich genau das was sie sich immer erträumt hat, sie kann reisen, arbeiten, fechten und kämpfen. Gerade das fechten hilft ihr mehr als einmal aus einer brenzligen Situation heraus. Trotz allem ist das Leben auch als Mann nicht immer angenehm, sie wird ins Gefängnis geworfen, bekommt es mit unangenehmen Leuten zu tun usw., aber ihr begegnen auch immer wieder Menschen, die ihr helfen.


    Lea Korte erzählt die Geschichte von Catalina wirklich spannend und informativ, gerade ihre Ängste und Sorgen werden ziemlich gut beschrieben, aber auch ihre Reise, als Matrose, auf einem Schiff oder die lange Wanderung über die Berge nach Potosí wurden sehr eindringlich beschrieben, so daß man denkt, man wäre mittendrin.


    Mit Mikel bin ich übrigens nicht so wirklich warm geworden, ich kann mir zwar vorstellen, das das alles auch für ihn nicht leicht war, aber mit einigen seiner Aktionen konnte ich nicht viel anfangen, vor allem, weil er damit ja auch Catalina immer weh getan hat und sie hat dadurch dann natürlich auch öfters gedacht, es gibt da eh keine Zukunft für sie beide und hat sich weiterhin bedeckt gehalten, was ihr Geheimnis angeht.


    Am Ende es Buches ist noch ein Nachwort, wo die Autorin einen aufklärt, was an der Geschichte der Realität entspricht und was daran Fiktion ist, wobei das wirklich sehr wenig ist und wen das Leben von Catalina de Erauso interessiert, dem kann man dieses Buch nur wärmstens empfehlen.


    Veröffentlicht am: 11.02.2013