Austen, Jane: Kloster Northanger


  • Autor: Austen, Jane
    Titel: Kloster Northanger
    Originaltitel: Northanger Abbey
    Verlag: Reclam
    Erschienen: September 2007
    ISBN-10: 315020061X
    ISBN-13: 978-3150200612
    Seiten: 321 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Preis: 7,90 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Als die junge Catherine Morland in der Obhut der reichen Mrs. Allen im südenglischen Kurort Bath eintrifft, ist die ganze Herrenwelt von ihrer Natürlichkeit und ihrem Charme entzückt. Aber so sehr die Gentlemen sich auch um ihre Gunst bemühen, noch ist Catherine nicht interessiert. Denn sicherlich verspricht die Welt für eine unternehmungslustige junge Dame weit größere Abenteuer als die Suche nach einem Ehemann...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Jane Austen schreibt hier oft sehr sarkastisch und ironisch, was ich manchmal schon zu viel des guten fand, aber dabei bleibt sie trotzdem immer sehr diskret und höflich und sie hat eine Art zu schreiben, die ich immer wieder aufs Neue faszinierend finde.


    Catherine ist mir eigentlich recht sympathisch gewesen, allerdings ist sie so einen Umgang, wie in Bath, nicht gewohnt und mit Männern, außer ihrem Vater, ihren Brüdern und Mr. Allen, hatte sie auch nie wirklich was zu tun, so daß sie manchmal mit ihrer Naivität, Unerfahrenheit und Ehrlichkeit nicht wirklich weiterkommt und auch schon mal mißverstanden wird. Außerdem ist sie eine sehr fantasievolle Frau und bildet sich deswegen manchmal Sachen ein, die nie so geschehen sind, so daß man ihr am liebsten manchmal gut zureden würde, um ihr zu verstehen zu geben, das das gerade gar nicht gut ist, wie sie sich verhält.


    Mr. Thorpe ist ein eitler junger Mann der sich in einem fort widerspricht und auch schon mal gerne lügt, wenn es sich für ihn lohnt, außerdem hört er sich selbst gerne reden und ich finde ihn deswegen ziemlich unsympathisch, das gleiche gilt für seine Schwester Isabella und auch General Tilney.


    Sehr interessant fand ich das Jane Austen den Lesern zu vermitteln versuchte was sie davon hielt, das Romane zu ihrer Zeit für Schund erklärt wurden und man es kaum öffentlich zugab je einen gelesen zu haben da die Handlungen für die meisten viel zu seicht und die Sprache zu einfach sei.


    Am Ende des Buches sind einige Anmerkungen enthalten, ein Nachwort und eine Karte von Bath, die ich ziemlich schön finde, auch wenn manche Straßennamen darauf etwas zu klein sind, so daß man sie nicht genau lesen kann.


    Trotzdem hat mir das Buch nicht so gut gefallen, wie z.B. "Stolz und Vorurteil", "Die Watsons" und "Verstand und Gefühl" von Jane Austen, auch wird die Annäherung von Catherine und Henry nicht so schön beschrieben, wie man es sonst von ihren Romanen gewohnt ist.


    Veröffentlicht am: 10.02.2013

  • Zitat von amazon.de

    Die siebzehnjährige Catherine Morland wird für mehrere Wochen in den Kurort Bath eingeladen. Sie lernt dort und später in der Abtei von Northanger viele Menschen kennen, die sie bisher nur aus verschlungenen Romanen kannte. Im Laufe weniger Wochen erfährt sie, daß diese Menschen nicht ohne Fehler sind. Wie beim Wetter, wo ein schöner Morgen oft Regen bringt, ein wolkiger aber Besserung verspricht, ist es auch mit Menschen. Der erste Eindruck ist nicht immer der richtige. Aufgesetzte Verhaltensweisen oder hingeworfene Behauptungen müssen überprüft werden. Die gutgläubige Catherine erfährt dies mehrmals. Das alte Urteil: Er ist reich "wie ein Jude", ist keine deutsche Erfindung und zerstört fast das Leben unserer Antiheldin.


    Meine Meinung:


    Kloster Northanger ist ein typischer Austen Roman. Junges Mädchen verliebt sich in jungen Mann und bis zum Happy End muss das Paar einige Irrungen und Wirrungen bestehen. Die Heldin dieses Romans ist die junge Catherine, eines von 10 Kindern und Tochter eines Geistlichen. Als sie die Möglichkeit erhält den Sommer in dem Kurort Bath zu verbringen, nimmt sie diese Einladung freudig an.


    Dort angekommen lernt sie die junge Isabella kennen und schnell werden die beiden dicke Freundinnen und fast wie Schwestern. Doch Catherine erkennt nicht, dass ihre sogenannte Freundin nur auf ihren eigenen Vorteil und den ihrer Familie bedacht ist. Isabella ist intrigant, eitel und narzistisch, dennoch ist sie zu Beginn des Romans eine wertvolle Stütze für unsere Heldin.


    Catherine ist eine junge, natürlich aber auch sehr naive junge Frau. Bei ihrer Ankunft in Bath macht sie schnell die Bekanntschaft des jungen Henry Tilney, der schnell ihr Herz erobert, auch wenn sie sich das zu Beginn nicht wirklich eingestehen will. Doch es gibt noch andere Männer, die Interesse an ihr bekunden, und durch diverse Intrigen alles daran setzen um Catherine von Henry fernzuhalten.


    Henry Tilney ist ein sehr aufgeschlossener und sympathischer junger Mann. Er ist leicht arrogant, dennoch kann man ihm als Leser nie böse sein und die Art und Weise wie er Catherine manchmal aufs Glatteis führt, bringt den Leser mehr als einmal zum Schmunzeln. Die beiden liefern sich sehr interessante und amüsante Wortwechsel und dabei steigert sich ihre Zuneigung zueinander.


    Jane Austen wendet sich in diesem Roman sehr oft an ihren Leser und an seine Gefühle, seine Meinung zu den diversen Figuren. Northanger Abbey ist ein sehr komischer stellenweise sehr sarkastischer Roman, der Unterhaltung vom Feinsten verspricht. Nicht nur Fans der begnadeten Autorin werden ihre Freude mit diesem Buch haben.


    Veröffentlicht am 07.01.09!