Ward, Rachel: Den Tod im Blick


  • Autor: Ward, Rachel
    Titel: Den Tod im Blick
    Originaltitel: Numbers
    Verlag: Carlsen Verlag
    Erschienen: April 2010
    ISBN 10: 3551520070
    ISBN 13: 978-3551520074
    Seiten: 364 Seiten
    Einband: Taschenbuch
    Serie: Numbers-Reihe Band 1
    Empfohlenes Alter: 14-16 Jahre
    Preis: 13,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Augen, so heißt es, sind das Fenster zur Seele. Doch wenn Jem in fremde Augen blickt, sieht sie eine Zahl. Und die ist unauslöschlich. Denn die Zahl ist ein Datum. Der Tag, an dem ihr Gegenüber sterben wird. Diese Gewissheit hat Jem seit dem Tod ihrer Mutter. Deshalb meidet sie Menschen. Ist am liebsten allein. Bis sie Spinne kennenlernt - und mit ihm das Leben. Jem ist glücklich, zum ersten Mal. Doch als die beiden zum Riesenrad, dem London Eye fahren, passiert es - um sie herum haben alle dieselbe Zahl. Jem weiß: Etwas Furchtbares wird passieren. Heute. Hier. Fluchtartig verlassen Spinne und sie das Gelände. Und lösen damit eine Kettenreaktion aus. Spinne und Jem werden zu Gejagten. Von der Polizei, den Medien, den Menschen. Und Spinnes Todestag rückt näher und näher...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Jem kann das Todesdatum eines Menschen sehen, indem sie ihm in die Augen sieht und für sie ist das eine große Belastung, darum läßt sie auch nie jemanden richtig an sich ran, denn er würde sie ja eh nur wieder verlassen. Aber als sie Spinne kennenlernt ändert sich ihr Verhalten mit der Zeit und das obwohl er nicht mehr lange zu leben hat, laut der Zahl, die sie gesehen hat. Außerdem befinden sich die beiden auf der Flucht, denn sie werden gesucht, da sie kurz vor einer Bombenexplosion fluchtartig das Gelände verlassen haben.


    Die Geschichte wird aus der Sicht von Jem erzählt und sie spricht einen dabei auch manchmal persönlich an, so das man das Gefühl hat, als würde Jem wirklich neben einem stehen und einem die Story ihres Lebens ganz alleine erzählen. Der Schreibstil ist recht jugendlich angehaucht und es wird auch öfters mal ordentlich geflucht, am Anfang hatte ich damit erstmal so meine Probleme, aber mit der Zeit hat sich das gelegt, denn es paßt eigentlich recht gut zur Story.


    Jem ist mir ziemlich sympathisch gewesen, aber auch Spinne fand ich mit der Zeit immer netter, er ist zwar etwas überdreht, aber er hat das Herz am rechten Fleck und für Jem würde er alles tun. Dadurch das man als Leser weiß, wann Spinne sterben soll ist eine der Hauptthemen natürlich, ob sich das verhindern lassen kann. Außerdem fragt sich Jem ziemlich oft, ob sie ihm das Datum sagen soll oder nicht, aber sie hatte sich eigentlich geschworen das niemandem zu verraten, damit derjenige auch weiterhin "unbeschwert" durchs Leben gehen kann.


    Die Stimmung in dem Buch ist oft recht melancholisch und düster, aber es gibt auch einige Lichtblicke, die einen immer wieder etwas hoffen lassen, das am Schluß vielleicht doch noch alles gut ausgeht. Außerdem trifft Jem einige interessante Menschen, auf ihrem Weg, wie z.B. Britney und Anne. Die Flucht im Mittelteil fand ich zwar manchmal etwas langatmig, aber sie hat auch gezeigt, wie nah sich Jem und Spinne einander kommen. Und das Ende war dann nochmal richtig emotional.


    Veröffentlicht am: 22.02.2013