Neumayer, Gabi: Als die Welt zum Stillstand kam


  • Autor: Neumayer, Gabi
    Titel: Als die Welt zum Stillstand kam
    Verlag: Beltz & Gelberg
    Erschienen: 20. August 2012
    ISBN 10: 3407811209
    ISBN 13: 978-3407811202
    Seiten: 447 Seiten
    Einband: Hardcover
    Empfohlenes Alter: 12-15 Jahre
    Preis: 16,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Die Freunde Celie, Alex und Bernie könnten ein rasantes Leben genießen und sich sehen, wann und wo immer sie wollten. Doch der tragische Tod von Celies Mutter, Erfinderin des Tornetzes, hat einen Schatten auf ihre Freundschaft geworfen. In ihrer Trauer will Celie alles hinter sich lassen. Bis plötzlich die Katastrophe eintritt – das Netz versagt. Wie alle anderen auch sitzen die drei Freunde fest: Alex in Berlin, Celie in Irland, Bernie in der mecklenburgischen Wildnis. Jeden Tag fällt die Welt um sie herum ein Stück mehr auseinander: Städte ohne Strom und Wasser werden zu Todesfallen, Krankheit, Hunger und Gewalt breiten sich aus. Die zivilisierte Welt kollabiert. Celie, Alex und Bernie müssen jeder für sich ums Überleben kämpfen.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Seit zwölf Jahren gibt es nun die Tore, die einen in sekundenschnelle von einem Ort zum anderen beamen, noch nie gab es Probleme mit ihnen, aber plötzlich fällt eins nach dem anderen aus und Chaos ist angesagt, denn durch die Tore wurde alles transportiert, selbst Wasser und Strom. Aber nun ist das nicht mehr möglich und da man sich so sehr auf das Tornetz verlassen hat sind in den letzten Jahren die Straßen nicht mehr genutzt worden, die Wasserleitungen und Stromkabel wurden nicht mehr gewartet und das heißt man hat nur noch das zum Leben was man gerade zu Hause hat, ist man allerdings gerade zu einem Opernbesuch in Sri Lanka, während man eigentlich in Kanada wohnt dann hat man es noch schwerer, denn so gut wie niemand teilt mehr gerne, es kommt zu richtigen Kämpfen mit vielen Toten und Verletzten, denn nur der Stärkste überlebt jetzt.


    In diesen schwierigen Zeiten liegt der Hauptaugenmerk besonders auf drei Personen, einmal auf Celie, deren Eltern die Tore erfunden haben und dann noch auf Alex und Bernie, ihre beiden besten Freunde. Alle drei befinden sich gerade an verschiedenen Orten als die Tore ausfallen und so wird immer wieder zwischen allen dreien hin- und hergeswitcht, so daß man über alles informiert wird was gerade in deren Umgebung passiert und das meiste ist wirklich nicht ohne. Bernie muß sich durch die Wildnis schlagen und Alex befindet sich in Berlin, macht sich aber nach einiger Zeit auf den Weg nach Irland, wo sich Celie in einer Mobilen-Kommune aufhalten soll. Am Anfang habe ich noch gedacht, Celie hat es wohl am besten getroffen, denn die Mobilen haben sich für ein Leben ohne Tore entschieden und so stellen sie ihr eigenes Essen, ihren eigenen Strom und ihr eigenes Wasser her, aber je mehr Flüchtlinge ihren Weg in diese Kommune finden desto gruseliger wird es, denn die meisten Bewohner fühlen sich durch die Neuankömmlinge bedroht.


    Die Geschichte ist stellenweise ziemlich bedrückend, denn die Autorin versteht es wirklich gut einen in ihre Welt zu ziehen, so daß man denkt, man wäre selbst mit dabei und hinter jeder Ecke könnte eine neue Gefahr lauern. Auch ihre kurzen Einschübe, wie es gerade im Rest der Welt aussieht haben mich teilweise ziemlich geschockt, besonders mitgenommen hat mich allerdings das mit Marlene, da war ich echt den Tränen nahe. Was die Charaktere angeht, so fand ich Alex und Bernie am besten, die beiden haben mir wirklich gut gefallen, besonders Bernie macht eine große Entwicklung durch und wie Alex immer versucht er selbst zu bleiben und jedem zu helfen, obwohl er schon so oft negative Erfahrungen gemacht hat ist wirklich bewundernswert. Mit Celie bin ich allerdings nicht so wirklich warm geworden, sie ist sehr launisch und kann ziemlich leicht ausflippen, besonders was Alex angeht ist sie oft sehr ungerecht.


    Das Ende fand ich allerdings mal wieder zu schnell abgehandelt, denn die ganze Zeit vorher wird vieles genaustens beschrieben und unter die Lupe genommen, aber am Schluß geht dann alles ruckzuck und das fand ich etwas schade, denn etwas mehr hätte ich schon gerne noch über die Zukunft und einige Menschen erfahren, mit denen Celie, Alex und Bernie Bekanntschaft gemacht haben. Auch das eigentlich sofort klar war wer Schuld an dieser Katastrophe hat fand ich ein wenig bedauerlich. Was mir aber noch gut gefallen hat waren die Tagebucheinträge von Jenna, der Mutter von Celie, zwischendurch, denn die haben ein wenig Einblick in die Arbeit mit den Toren gebracht und was das Privatleben der Kranens angeht.


    Das Buch kann man wirklich nur schwer in Worte fassen, wie ich finde, aber es regt zum nachdenken an, besonders wenn man noch das Nachwort der Autorin gelesen hat, denn dort erklärt sie wieviel in ihrem Roman noch Sciene Fiction ist und was es eventuell schon jetzt gibt oder zumindest in naher Zukunft, weil gerade daran geforscht wird und das fand ich gerade was das beamen angeht sehr interessant. Am Ende gibt es übrigens noch ein kleines Glossar und es werden Begriffe erklärt, die 2036 zur Alltagssprache gehören, was ich wirklich packy (ein Wort das in der Geschichte öfters genutzt wurde) fand.


    Veröffentlicht am: 19.02.2013