Funke, Cornelia: Die wilden Hühner


  • Autor: Funke, Cornelia
    Titel: Die wilden Hühner
    Verlag: Dressler
    Erschienen: 2008
    ISBN 10: 3791504452
    ISBN 13: 978-3791504452
    Seiten: 176 Seiten
    Einband: Hardcover
    Serie: Die wilden Hühner Band 1
    Empfohlenes Alter: 10-12 Jahre
    Preis: 12,00 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    "Abenteuer kann man nicht planen wie Ballett oder so was. Die warten um die Ecke und - zack! - plötzlich sind sie da." Das sagt Sprotte zu ihren Freundinnen, mit denen sie gerade die Mädchenbande "Die wilden Hühner" gegründet hat. Und tatsächlich, das erste Abenteuer läßt nicht lange auf sich warten...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Sprotte gründet mit ihren Freundinnen Frieda, Melanie und Trude die Bande "Die wilden Hühner". Als Treffpunkt haben sie erstmal Oma Slättbergs Haus auserkoren, denn diese ist gerade in Urlaub und somit werden die vier Mädchen nicht gestört. Als ein schwarzer Schlüssel auftaucht, an den Sprottes Oma geschrieben hat, das es Sprotte nichts angeht wofür er ist ist die Neugier der Mädels natürlich geweckt. Alle sind sich einig, das es sich nur um einen Schatz handeln kann, den Oma Slättberg versteckt hält und so versuchen die wilden Hühner herauszubekommen wofür der Schlüssel ist. Aber sie haben die Rechnung ohne die Pygmäen gemacht, die ihnen dauernd auflauern und Streiche spielen, bei einem von diesen erfahren die Jungs nämlich auch von dem angeblichen Schatz und ab da läuft alles ein bißchen aus dem Ruder.


    Die Charaktere sind alle ziemlich unterschiedlich, aber trotzdem verstehen sich die wilden Hühner untereinander ganz gut, das gleiche gilt aber auch für die Pygmäen und irgendwie hat jeder ein Päckchen zu tragen. Sprotte hat es zum Beispiel nicht gerade leicht mit ihrer Oma, die eigentlich immer nur am meckern ist und Sprottes Mutter ist zwar eine nette Frau, aber durch ihre Arbeit als Taxifahrerin ist sie nicht gerade oft zu Hause, so daß sich Sprotte manchmal ziemlich einsam fühlt. Frieda kann kaum "Nein" sagen und wird von ihren Eltern oft als Babysitter für ihren kleinen Bruder gebraucht, obwohl sie auch noch einen großen Bruder hat, der auch mal aufpassen könnte und bei den Pygmäen hat Willi oft Ärger zu Hause. Es sind alles ganz reale Probleme, die jeder haben könnte und das sorgt auch dafür, das man sich gut in die einzelnen Personen hineinversetzen kann. Oft tun einem die Kinder allerdings wirklich leid, denn einige Sachen, die passieren wünscht man wirklich keinem.


    In der Geschichte selbst geht es hauptsächlich um den Streit zwischen den wilden Hühnern und den Pygmäen, der sich irgendwann so extrem steigert, das es fast eskaliert, denn was noch recht harmlos begonnen hat endet wirklich haarsträubend und in einem ziemlichen Chaos. Auch die Schatzsuche ist da eigentlich nur noch Nebensache, wobei die Auflösung davon schon recht interessant ist und sicher noch einiges an Potenzial bietet, gerade was Oma Slättberg angeht. Die Hühner von Sprottes Oma sind natürlich auch mit von der Partie, sie sind ja auch die Namensgeber für die vier Freundinnen gewesen und gerade Sprotte hängt wirklich sehr an den sechs, vor allem Isolde hat es ihr angetan und da merkt man dann auch, das sie noch eine andere Seite hat, eine etwas sanftere, denn oft legt sie ja doch eine ziemlich abgeklärte und schnippische Art an den Tag.


    Mir hat das Buch eigentlich ganz gut gefallen, auch wenn ich es nicht so toll fand, wie ernst das am Ende mit den Streichen zwischen den Mädchen und Jungen wurde. Auch das vieles nur angeschnitten und dann nicht näher drauf eingegangen wurde fand ich etwas schade, denn gerade Trudes Andeutungen fand ich irgendwie etwas beunruhigend und auch bei Willis Problemen hätte ich gerne eine Auflösung gehabt, aber ich denke und hoffe mal, das das alles noch in den nächsten vier Teilen genauer aufgeklärt und gelöst wird.


    Veröffentlicht am: 19.02.2013