Winter, Claire: Kinder ihrer Zeit


  • Autor: Winter, Claire

    Titel: Kinder ihrer Zeit

    Verlag: Diana Verlag

    Erschienen: 27. Juli 2020

    ISBN 10: 3453291956

    ISBN 13: 978-3453291959

    Seiten: 573 Seiten

    Einband: Hardcover

    Preis: 20,00 Euro


    Inhaltsangabe:

    Zitat

    Die Zwillinge Emma und Alice werden 1945 auf der Flucht aus Ostpreußen getrennt. Beide glauben, die andere hätte nicht überlebt. Emma wächst in Westberlin auf, Alice in einem Heim in der DDR. Erst zwölf Jahre später finden sie sich überraschend wieder. Durch Alice lernt Emma den Ost-Berliner Physiker Julius Laakmann kennen. Als Julius Zeuge einer Entführung wird, gerät er zwischen die Fronten der Geheimdienste. Dann verschwindet Alice spurlos. Zu spät erkennt Emma, welcher drohenden Gefahr sie und ihre Schwester gegenüberstehen. Währenddessen erreicht der Kalte Krieg einen neuen Höhepunkt – Berlin soll für immer geteilt werden ...

    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Emma und Alice fliehen mit ihrer Mutter aus Ostpreußen, denn es wird schon lange gesagt, das die Russen kommen und diese gehen äußerst brutal gegen ihre Feinde vor, selbst wenn es sich dabei nur um Kinder, Frauen und alte Menschen handelt. Doch Alice ist krank und darum machen sie eine Pause bei einer netten älteren Dame, die ihnen Unterschlupf gewährt. Doch als Emma und ihre Mutter Essen holen kommen die Russen und das Haus von ihrer Gastgeberin Berta wird niedergebrannt, drinnen auch Alice, da sie sich ausruhen sollte. Für Emma und ihre Mutter bricht eine Welt zusammen, aber sie schaffen es nach Berlin. Und 12 Jahre später finden sich die Zwillinge wieder, doch Alice wohnt im Ostern der Stadt und Emma im Westen.


    Von den Zwillingen fand ich Emma am sympathischsten, mit Alice wurde ich dagegen nie richtig warm, sie bleibt aber auch irgendwie unnahbar. Sicher liegt es auch daran wie sie aufgewachsen ist, aber man hat ja auch mit anderen Charakteren mitgefiebert, die so ähnlich aufgewachsen sind. Emma hat natürlich ihre Mutter an der Seite gehabt, aber Rosa scheint sich ja auch teilweise selbst verloren zu haben, seit das mit Alice passiert ist, aber ich habe sie da auch nicht wirklich verstanden, denn als Mutter sollte man doch nichts unversucht lassen, wenn es um das eigene Kind geht, aber sie hat oft einfach nur dicht gemacht und das fand ich echt schade. Julius und Max haben mir auch gut gefallen, wobei ich mir bei Julius schon etwas anderes gewünscht hätte, aber es ist halt auch alles nicht so leicht gewesen. Max war mir eigentlich die ganze Zeit über sympathisch, aber irgendwie hatte ich auch immer Bammel, das ihm vielleicht etwas passiert.


    Die Geschichte war wirklich spannend und teilweise auch ziemlich beklemmend, einmal brauchte ich auch erstmal eine Pause vom lesen, weil mich der eine Teil doch recht aufgewühlt hatte. Der Schreibstil von Claire Winter ist auf jeden Fall wieder super gewesen und sie verpackt historisches immer total gut in in ihre Romane, so daß man auch noch beim lesen was lernt, denn einiges war mir gar nicht so bekannt, obwohl ich mich schon mit Ost- und West-Berlin beschäftigt hatte, aber halt auch eher ab dem Mauerbau, hier war es ja von 1945 bis 1961, also vorher. Jedenfalls war es mit dem Vertrauen wohl echt schwer, wenn man bedenkt wer da alles spioniert haben könnte. Was ich etwas schade fand war das man so gar nichts mehr von Irma gehört hat und auch wäre ein Epilog interessant gewesen, der ein paar Jahre später gespielt hätte, einfach um zu wissen wie es gewissen Personen ergangen ist, weil ich mir gerade bei einer nicht so wirklich vorstellen konnte, das sie einfach so in Ruhe gelassen wird nach allem was passiert ist. Aber ansonsten war das Buch wieder echt interessant und ich freue mich schon auf das nächste Werk von der Autorin.


    Veröffentlicht am: 04.08.2020