Slade, Arthur: Gefahr für das britische Empire


  • Autor: Slade, Arthur
    Titel: Gefahr für das britische Empire
    Originaltitel: The Hunchback Assignments
    Verlag: Thienemann Verlag
    Erschienen: 15. Juli 2011
    ISBN 10: 3522201310
    ISBN 13: 978-3522201315
    Seiten: 344 Seiten
    Einband: Hardcover
    Serie: Mission Clockwork Band 1
    Empfohlenes Alter: 12-15 Jahren
    Preis: 14,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Im Süden Frankreichs wird ein kleiner Junge zur Schau gestellt, denn er ist verwachsen und hässlich. Ein britischer Gentleman erkennt jedoch sein außergewöhnliches Talent: Modo kann sein Aussehen verändern. Er kauft den Jungen frei und bildet ihn aus - zum Topagenten Queen Victorias. Mit 14 taucht Modo ein in die Unterwelt Londons. Sein Auftrag: Er soll die mächtige Clockwork Guild kalt stellen. Ihm zur Seite steht Octavia, verwirrend schön und undurchsichtig...


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    Modo wird mit einem Jahr von Mr. Socrates aus seinem Käfig, in den er gesperrt ist, für viel Geld befreit. Denn dieser sieht in ihm einen außergewöhnlichen Jungen, der eine Menge Potenzial zu einem Agenten hat. Modo hat nämlich die Gabe sein Äußeres zu verändern und kann sich so in jede beliebige Person verwandeln. Diese Verwandlung kann er, nach jahrelangem Training, über einige Stunden aufrecht erhalten und so ist er ein wertvolles Mitglied in Mr. Socrates Reihen. Mit 14 Jahren erhält er dann auch seinen ersten Auftrag und der hat es wirklich in sich.


    Modo war mir gleich sympathisch, er ist wirklich ein toller Junge und er tat mir oft leid, denn auch wenn er selbst in Mr. Socrates sowas wie einen Vater sieht so fand ich, das er ihn einfach nur ausnutzt. Es kommt einem zwar manchmal so vor, als würde ihm wirklich was an Modo liegen, aber das währt meist nur einige Momente, denn dann kommen schon wieder Befehle von ihm, die ich einfach unmöglich finde. Modo wird richtig gedrillt und ohne Mrs. Finchley und Tharpa, die ihn beide ziemlich gern haben und die auch er mag, wäre er wohl nicht der Junge geworden, der er heute ist, denn sie erlauben ihm auch mal Gefühle zu zeigen, während Mr. Socrates das als Schwäche ansieht.


    Die Geschichte selbst ist wirklich spannend, aber teilweise auch manchmal recht gruselig, denn Dr. Hyde hat einige sehr erschreckende Ideen, womit man auch gleich schon im Prolog konfrontiert wird und auch wenn er scheitert und dabei einige Lebewesen draufgehen so macht er trotzdem immer weiter, denn er will unbedingt Erfolg damit haben und es den Leuten zeigen, die in seinen Visionen ein Verbrechen sehen und ihn deswegen mit Verachtung strafen. Hilfe bekommt er dann von Ingrid Hakkandottir, einer skrupellosen Frau, die im Dienste ihres Auftraggebers dafür sorgt, das Dr. Hyde alles bekommt war er für seine Experimente braucht.


    Was mir ziemlich gut gefallen hat war die Annäherung zwischen Modo und Octavia, ihre Wortgefechte sind manchmal wirklich einmalig. Allerdings zeigt er sich ihr nie ohne Maske oder ohne Verwandlung, denn er hat Angst, das sie sein Aussehen so abstoßend findet, das sie nie wieder was mit ihm zu tun haben will. Mr. Socrates hat Modo nämlich immer eingetrichtert, das er total hässlich sei und auch wenn er sehr eigentümlich aussieht, so finde ich doch, das er wirklich das Herz am rechten Fleck hat. Besonders gut sieht man das auf den letzten Seiten und ich freue mich darum schon sehr auf ein Wiedersehen mit ihm und Octavia im zweiten Teil.


    Das Ende fand ich zwar etwas traurig, aber da noch drei Bände kommen sollen hoffe ich einfach mal, das sich doch noch alles zum Guten wendet und der Epilog hat mir ziemlich gut gefallen. Alles in allem fand ich die Geschichte wirklich interessant und die Steampunk-Elemente sind schon ziemlich klasse umgesetzt worden vom Autor, allerdings fand ich einige Szenen nicht ganz so passend und es gab auch welche, die mich wirklich schockiert haben, besonders die mit den Kindern.


    Am Schluß gibt es übrigens noch eine kurze Leseprobe aus dem zweiten Band "Angriff aus der Tiefe".


    Veröffentlicht am: 18.02.2013