Funke, Cornelia: Geisterritter


  • Autor: Funke, Cornelia
    Titel: Geisterritter
    Verlag: Dressler
    Erschienen: August 2011
    ISBN 10: 3791504797
    ISBN 13: 978-3791504797
    Seiten: 255 Seiten
    Einband: Hardcover
    Empfohlenes Alter: 10-12 Jahre
    Preis: 16,95 Euro


    Inhaltsangabe:


    Zitat

    Jon Whitcroft hat es schwer. Seine Mutter und ihr neuer Freund schicken ihn aufs Internat nach Salisbury. Strömender Regen, dunkle Gemäuer, enge Flure, fremde Gesichter und ein Zimmer, das er sich mit zwei Mitschülern teilen muss. Jon ahnt nicht, dass dies bald seine geringsten Sorgen sein werden. Denn in seiner sechsten Nacht im Internat erscheinen plötzlich drei Geister unter dem Fenster seines Zimmers und starren zu ihm herauf. Doch zum Glück gibt es jemanden in Salisbury, der sich mit Geistern auskennt.


    Quelle: Amazon.de


    Meine Meinung:


    In dem neusten Roman von Cornelia Funke geht es um Jon Whitcroft, der aufs Internat nach Salisbury geschickt wird. Der Freund seiner Mutter ist Jon ein Dorn im Auge und er würde ihn am liebsten von ihr trennen, er nennt ihn auch nur der Vollbart und kann gar nicht verstehen, wieso seine Schwestern so angetan von ihm sind. Diese ganze Wut nimmt er mit ins Internat und alles dort mißfällt ihm deswegen erstmal, für die Schönheit der Gegend hat er keinen Sinn und Freunde will er auch nicht haben, er ist ja eh nicht lange dort, nimmt er an und dann tauchen auch noch Geister auf, die nach seinem Leben trachten.


    Jon und Ella sind die Hauptpersonen in diesem Buch und eigentlich auch recht nett, oberflächlich betrachtet, denn sie haben so gar keine Ecken und Kanten und in sie hineinfühlen konnte ich mich auch nicht wirklich, sie blieben mir deswegen, wie auch die anderen Charaktere, ziemlich fremd. Dabei gibt es so viel Potenzial, Zelda gäbe z.B. so viel mehr her, wenn man sie etwas mehr beleuchtet hätte, mit ihren Kröten und den Geisterführungen. Auch der Vollbart hat einiges mehr zu bieten, wie ich finde, aber er geht richtig unter, obwohl er eigentlich noch eine recht wichtige Rolle spielt. Vor allem hätte ich noch mit einem Gespräch zwischen ihm und Jon gerechnet, indem sie sich mal richtig aussprechen und sagen was ihnen am jeweils anderen mißfällt und ob sie nicht vielleicht manchmal, in einige Aktionen, zu viel hinein interpretiert haben, aber leider kam keins.


    Die Geschichte an sich ist zwar spannend und interessant, besonders der Teil mit William Longspee, aber auch recht schnell gelesen, denn es gibt sehr viele Bilder in dem Buch, die manchmal sogar über zwei Seiten lang sind. Diese Zeichnungen passen zwar oft sehr gut zur Story, aber einige davon finde ich ehrlich gesagt recht gruselig und ich würde sie wohl nicht unbedingt jedem 10jährigen Kind zeigen, genauso wie die Geschichte selbst, die oftmals doch ziemlich brutal daherkommt. Ich denke, das das nicht für jeden in dem Alter schon was ist.


    Was mir ganz gut gefallen hat war das Glossar am Ende, dort gibt es Erklärungen zu einigen historische Persönlichkeiten, wie z.B. Eleonore von Aquitanien, Richard Beauchamp, Napoleon Bonaparte und es wird erläutert was es mit einem Chorgestühl, den Kreuzzügen, einem Küster usw. auf sich hat.


    Veröffentlicht am: 17.02.2013