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Montag, 22. Mai 2017, 18:37

Lawhon, Ariel: Flug der Träume



Autor: Lawhon, Ariel
Titel: Flug der Träume
Originaltitel: Flight of Dreams
Verlag: Fischer Taschenbuch
Erschienen: 23. März 2017
ISBN 10: 3596296749
ISBN 13: 978-3596296743
Seiten: 509 Seiten
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Inhaltsangabe:

Zitat

Am Abend des 3. Mai 1937 gehen in Frankfurt 97 Menschen an Bord des Zeppelins Hindenburg, für den letzten, schicksalhaften Flug nach Lakehurst, New Jersey. Unter ihnen eine ängstliche Stewardess, die etwas zu verbergen hat, der zuverlässige Navigator, der ihre Zuneigung gewinnen will, ein naiver Kabinenjunge, der eine dauerhafte Position im größten Luftschiff der Welt anstrebt, eine vorlaute Journalistin, die in Deutschland auf einer schwarzen Liste steht, und ein geheimnisvoller amerikanischer Geschäftsmann, der eine offene Rechnung begleichen möchte. Im Laufe der drei champagnerseligen Tage ihrer Reise lichtet sich allmählich der Dunst um ihre Lügen, Ängste, Pläne und Hoffnungen für die Zukunft.

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Die Hindenburg macht sich auf den Weg von Frankfurt nach Lakehurst. Auf dem Luftschiff sind die verschiedensten Charaktere und fast jeder davon hat so seine Geheimnisse. Besonders fünf Leute sind im Fokus der Geschichte: Emilie Imhof (Die Stewardess), Max Zabel (Der Navigator), Gertrud Adelt (Die Journalistin), Edward Douglas (Der Amerikaner) und Werner Franz (Der Kabinenjunge). Die Infos in den Klammern habe ich extra dazugeschrieben, denn so ist das Buch auch aufgeteilt. Jeder Abschnitt handelt von einem dieser fünf Charaktere und am Anfang steht halt immer um wen es sich handelt, aber halt nicht mit Namen, sondern tatsächlich mit der Berufsbezeichung oder der Herkunft.

Ich finde es schwer die Charaktere einzuordnen, denn die Autorin hat ja niemanden dazugedichtet, sondern es sind alles Personen, die damals wirklich auf dem letzten Flug der Hindenburg dabei waren. Einige davon haben überlebt, andere nicht. Ariel Lawhon hat in diesem Buch halt ihre eigene Version der damaligen Geschehnisse aufgeschrieben und daraus einen recht interessanten Roman gemacht. Viele Details entsprechen der Realität, aber anderes ist halt auch einfach Fiktion. Ob die Charaktere jetzt wirklich so waren und auch so gehandelt haben während des Fluges mag ich deswegen nicht zu beurteilen. Die Autorin hat auch in ihren Anmerkungen am Ende des Buches nochmal geschrieben, was wirklich so passiert ist und was sie sich ausgedacht hat. Sie hat halt versucht eine Erklärung für diesen einen Funken zu finden, der dafür sorgte, das die Hindenburg zerstört wurde und dies als Roman aufgeschrieben.

Mit den Überschriften der Abschnitte, also diesem "Die Stewardess", "Die Journalistin" usw. hatte ich übrigens am Anfang so meine Probleme, denn es wirkt recht distanziert, es ist als ob man den Leser ein wenig auf Abstand halten will. Was vielleicht auch so gedacht ist, denn man weiß ja wohin die Reise geht und was am Ende passiert. Da ich mich vorher noch nicht so genau mit dem Absturz der Hindenburg beschäftigt hatte wußte ich nicht wer von den Personen an Bord überlebt und wer nicht, nur bei Irene Doehner wußte ich schon Bescheid. Die Autorin hat viel auf der Seite www.facesofthehindenburg.blogspot.com recherchiert und wer sich für die Hindenburg, die Passagiere und ihre Besatzung interessiert sollte da mal vorbeischauen, denn es gibt da wirklich eine Menge Infos. Diese sind allerdings auf Englisch. Das Buch läßt sich auf jeden Fall flüssig lesen, die einzelnen Abschnitte sind auch nicht so lang, so daß ich irgendwie immer weiter lesen wollte, vor allem zum Ende hin ist es ein steter Wechsel und es wird immer eindringlicher und bedrückender.

Veröffentlicht am: 22.05.2017