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Montag, 15. April 2013, 15:07

Völler, Eva: Die goldene Brücke



Autor: Völler, Eva
Titel: Zeitenzauber - Die goldene Brücke; Teil 2
Verlag: Bastei Luebbe, Baumhaus
Erschienen: 14. März 2013
ISBN-10: 3833901683
ISBN-13: 978-3833901683
Alter: 14 - 17 Jahre
Seiten: 320
Einband: Hardcover
Preis: 14,99 Euro

Inhalt:
Anna bekommt von Jose einen Anruf mit der Bitte Sebastiano zu helfen, denn dieser ist beim Zeitreisen stecken geblieben und kann nicht mehr zurück.
Sofort macht sich Anna auf den Weg, findet Sebastiano auch recht schnell, doch als sie freudestrahlend vor ihm steht, ist der Schock groß, denn Sebastiano erkennt sie nicht.
Tut er bloß so oder kennt er Anna wirklich nicht?
Anna stellt schnell fest, dass dies wohl der schwierigste Auftrag werden wird, den sie je gehabt hat.....

Meine Meinung:
Mit dieser tollen Fortsetzung ist es Eva Völler auch diesmal wieder gelungen, mich von der ersten Seite an in die Geschichte eintauchen zu lassen.
Sie hat so liebenswerte Protagonisten erschaffen, so daß man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Anna muß man einfach gerne haben, ihre warmherzige, liebenswürdige Art, macht sie einem sofort symphatisch. Auch ihre Tollpatschigkeit liebe ich sehr.
Aber auch Sebastino war wieder sehr charmant, obwohl es Anna diesmal alles andere als leicht mit ihm hatte.

Eva Völler schreibt auch diesmal wieder locker und spritzig, ich mag einfach ihren Humor.
Gut gefällt mir auch die Mischung, im Jahre 1625 den drei Musketieren, Casanova und Richelieu zu begegnen und in der heutigen Zeit auf Google und Wikipedia zu stoßen.

Aber auch die Spannung fehlte hier keineswegs. Im Gegenteil, es gab soviele Irrungen und Wendungen, die mich immer wieder überrascht haben und mit denen ich keinefalls gerechnet habe.

Ich freue mich schon sehr auf den dritten Teil. Die Zeitenzauberreihe ist für mich ein all age Roman und man kann alle Bände auch einzeln lesen, denn sie sind in sich abgeschlossen.

Zum Schluß möchte ich noch die äußert liebevolle Gestaltung des Buches erwähnen.
Das tolle Cover, das sich so weich anfühlt und die schönen Illustrationen machen das Buch wieder zu einem wahren Augenschmaus.

Fazit:
Ein rundum gelungener 2. Teil, der große Lust aufs Zeitreisen macht.

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Montag, 2. April 2018, 15:42



Meine Meinung:

Ich hatte mich sehr auf den zweiten Band der "Zeitenzauber"-Reihe gefreut, denn den ersten Teil fand ich echt spitze, doch leider konnte der Nachfolger da nicht mithalten, zumindest für mich nicht. Anna und Sebastiano sind nun schon seit anderthalb Jahren ein Paar, sehen sich regelmäßig und führen öfters Zeitreisen zusammen durch. Als Sebastiano allerdings alleine unterwegs ist, bekommt Anna einen Anruf von José, der ihr berichtet, das etwas schief gegangen ist und Sebastiano nun in Paris des Jahres 1625 festsitzt und unbedingt ihre Hilfe braucht, aber sie solle ihm nicht trauen. Anna macht sich natürlich sofort auf den Weg um ihrem Freund beizustehen, doch das ist gar nicht so einfach, denn als sie ihm gegenüber steht kann er sich an sie und die Zeitsprünge nicht mehr erinnern.

Anna war hier irgendwie total anders, ich habe sie überhaupt nicht mehr richtig wiedererkannt. Sie ist richtig naiv, vertraut jedem, ist total tollpatschig und was ich richtig schlimm fand, war diese Abhängigkeit von Sebastiano, denn so bald er ihr ein nettes Wort sagt oder sie küsst, dann nimmt sie nichts mehr um sich herum wahr, erzählt ihm jedes kleinste Geheimnis, obwohl José sie ja extra noch gewarnt hat und scheint sich an nichts zu erinnern über ihre vorherigen Zeitreisen, denn sie benimmt sich als ob sie das erste Mal in einer anderen Zeit unterwegs ist. Ich habe Anna irgendwann gar nicht mehr ernst nehmen können und mir taten eigentlich alle nur noch leid, die ihr was anvertraut haben. Mit Sebastiano hatte ich ja im ersten Teil schon ein wenig meine Probleme und auch hier war er jetzt nicht wirklich mein Fall, was aber nicht nur an dem Gedächtnisverlust lag. Auch mit den anderen Charakteren wurde ich nicht so wirklich warm und ich war mir auch ehrlich gesagt nie so sicher, wer denn jetzt überhaupt vertrauenswürdig ist und wer nicht.

Gleich zu Anfang fand ich Anna schon anstrengend, denn sie scheint sich überhaupt nicht bewusst zu sein, was für eine große Aufgabe sie da übernommen hat mit den Zeitreisen. Außerdem kann ich Sebastiano seine Gefühle für Anna irgendwie nicht abnehmen, ich weiß auch nicht, es wirkt oft so gekünstelt bei ihm. Da ich Geschichten über Musketiere eigentlich gerne lese, war ich aber weiterhin gespannt, wie die Autorin das Thema hier umsetzt, aber es war nicht wirklich was neues und kam auch oft viel zu kurz, denn so bald es spannend wurde war die Szene auch schon wieder vorbei. Das fand ich echt schade, denn man hätte daraus so viel machen können. Auch ist Anna irgendwie dauernd unterwegs, besonders morgens und das wird jedesmal sehr ausführlich geschildert, obwohl sie oft an den gleichen Orten vorbeikommt. Es hat sich also alles ziemlich gezogen, außerdem fand ich das der Gedächtnisverlust von Sebastiano der Story nicht wirklich gut getan hat. Was mir aber gefallen hat war, das man am Ende noch zu einigen Personen aus der Vergangenheit etwas erfährt, also wie es ihnen ergangen ist, denn das hat mich schon ziemlich interessiert. Trotz allem bin ich immer noch gespannt auf den dritten Band und hoffe, das dieser dann wieder besser ist.

Veröffentlicht am: 02.04.2018