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Donnerstag, 2. November 2017, 22:21

Stedman, M.L.: Das Licht zwischen den Meeren



Autor: Stedman, M.L.
Titel: Das Licht zwischen den Meeren
Originaltitel: The Light Between Oceans
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Erschienen: 17. November 2014
ISBN 10: 3442384001
ISBN 13: 978-3442384006
Seiten: 445 Seiten
Einband: Taschenbuch
Preis: 9,99 Euro

Inhaltsangabe:

Zitat

Australien. 1920. Als Tom Isabel zum ersten Mal sieht, ahnt er noch nicht, dass sie sein Schicksal verändern wird. Doch er weiß, dass er für diese Frau alles tun würde. Sechs Jahre später – die beiden sind nun glücklich verheiratet und leben auf der einsamen Insel Janus Rock – strandet an der Küste ein Ruderboot. An Bord: die Leiche eines Mannes und ein zappelndes Baby. Sofort schließt Isabel das kleine Mädchen in ihr Herz, und gegen Toms anfängliche Bedenken nehmen sie das Kind als ihr eigenes an. Doch als sie aufs Festland zurückkehren, müssen sie erkennen, dass ihre Entscheidung das Leben eines anderen Menschen zerstört hat...

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Als Tom aus dem Krieg zurückkommt wird er Leuchtturmwärter, zumindest erstmal als Aushilfe, doch bis zur ersten Festanstellung ist es gar nicht so weit. Diese bekommt er auf Janus Rock, einem sehr weit vor der Küste gelegenen Leuchtturm, der auch nur alle drei Monate mal angefahren wird, damit es neue Lebensmittel und Sachen für den Leuchtturm gibt. Isabel, die er in Point Partageuse kennenlernt und die ihm irgendwie den Kopf verdreht, wird seine Frau, die nun zusammen mit ihm alleine auf Janus Rock lebt. Beide wünschen sich Kinder, doch Isabel hat mehrere Fehlgeburten und als dann eines Tages ein Boot angespült wird mit einer männlichen Leiche und einem Baby ist für Isabel klar, das sie dieses Kind als ihr eigenes aufziehen möchte. Tom ist erstmal nicht davon angetan, doch kann er seiner Frau kaum etwas abschlagen und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Tom fand ich eigentlich ziemlich sympathisch, er ist wirklich nett und versucht immer das Richtige zu tun, außerdem liebt er seine Frau Isabel wirklich sehr. Nur wird ihm genau diese große Liebe zum Verhängnis, denn Isabel wünscht sich so sehr ein Baby und als ihr dann buchstäblich eins zugetragen wird ist sie sofort Feuer und Flamme und möchte es behalten. Für Tom, dem Gerechtigkeit und korrektes Verhalten über alles geht ist das eine heikle Situation, denn er möchte Isabel so gerne glücklich machen, doch sein Gewissen meldet sich jedesmal, wenn er die kleine Lucy nur ansieht. Isabel fand ich am Anfang auch richtig klasse, sie war so offen, fröhlich und lebensfroh, doch mit jeder weiteren Fehlgeburt wird sie depressiver, was ich zwar gut verstehen konnte, aber das sie dann einfach ein Kind behält ohne nachzufragen, ob sich vielleicht jemand darum sorgt, fand ich heftig. Allerdings muß ich sagen, das ich sogar das irgendwie noch ein wenig verstanden habe, aber später übertreibt sie es mir dann zu sehr und ich hatte teilweise echt die Befürchtung, das alles noch mehr eskaliert, als sowieso schon. Aber Tom hätte gewisse Dinge auch irgendwie anders machen können.

Das Buch hat mir mein Sohn geschenkt, ansonsten hätte ich es wohl nicht gelesen, denn ich mache eigentlich einen großen Bogen um solche dramatischen Geschichten und es war wirklich sehr emotional. Mir sind, vor allem zum Ende hin, immer öfter die Tränen gekommen, denn diese Situation ist so verfahren und aufwühlend gewesen. Trotzdem hat die Geschichte einen ziemlichen Sog auf mich ausgeübt und ich habe dann auch die Nacht zum Tag gemacht um es durchzubekommen, da ich wissen wollte wie denn nun alles endet und was mit Lucy ist. Man weiß eigentlich genau was Recht und Unrecht ist und trotzdem gibt es Momente, wo man irgendwie zwiegespalten ist, denn man fragt sich dauernd, wie würde man selbst handeln, was würde man tun, wenn man die richtige Mutter ist, wie würde man sich verhalten wenn man an der Stelle von Tom wäre und ehrlich gesagt, ich weiß es immer noch nicht genau. Es ist halt nicht alles schwarz oder weiß, sondern es gibt auch noch was dazwischen und das ist hier echt extrem. Nebenbei erfährt man dann auch noch einiges wissenwertes über die Nutzung von Leuchttürmen, als sie noch nicht automatisch liefen und das fand ich wirklich interessant, auch diese Abgeschiedenheit auf Janus Rock war irgendwie faszinierend. Tom ist wirklich ein Leuchtturmwärter durch und durch, aber noch mehr ist er seiner Frau verbunden. Der Schluß war übrigens nochmal recht bewegend. Den Film dazu werde ich mir sicher auch bald mal ansehen.

Veröffentlicht am: 02.11.2017

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