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Samstag, 17. Juni 2017, 13:23

Cronberg, Sophia: Das Leuchten über den Klippen



Autor: Cronberg, Sophia
Titel: Das Leuchten über den Klippen
Verlag: Weltbild
Erschienen: 05.05.2017
ISBN 10: 3959735502
ISBN 13: 978-3959735506
Seiten: 367 Seiten
Einband: Hardcover
Preis: 10,99 Euro

Inhaltsangabe:

Zitat

Nachdem Rebecca entdeckt, dass ihr Mann sie betrügt, verlässt sie überstürzt Deutschland. In Irland mietet sie ein Cottage direkt am Meer. Von dort aus macht sie Ausflüge zu dem Leuchtturm und den Klosterruinen von Skellig Michael - einer winzigen Insel vor der zerklüfteten Küste, wo es vermeintlich spukt. Im Mittelalter soll die junge Aislinn vor ihren Feinden auf die Insel geflohen sein und sich in einen Mönch verliebt haben, wurde dann jedoch in einer Sturmnacht von einem wütenden Ordensbruder über die Klippen gestoßen. Seit damals treibt ihr Geist sein Unwesen, so heißt es. Rebecca begibt sich auf Spurensuche. Sie versucht aufgrund der wenigen Quellen, die Geschehnisse im Mittelalter zu rekonstruieren. Immer wenn sie der Wahrheit nahe scheint, stößt sie auf ein neues Rätsel. Erst mit Hilfe des schweigsamen Nachbarn Iain macht sie in der Nähe des Leuchtturms eine beunruhigende Entdeckung.

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Rebecca flüchtet nach Irland, denn ihr Mann hat sie betrogen, mal wieder und da sie sich erstmal nicht mit ihm auseinandersetzen möchte läßt sie alles hinter sich. Als sie die Geschichte von Aislinn und Rónán hört, die auf der Skellig Michael zueinander gefunden haben, obwohl diese Insel total unwirtlich ist, Rónán ein Mönch und Aislinn eigentlich gar nicht dort sein dürfte ist sie sehr interessiert und überlegt, ob sie nicht einen Roman darüber schreiben soll. Bei ihren Nachforschungen stößt sie dann noch auf eine gewisse Emma, die auch vor hatte ein Buch über die beiden Liebenden zu schreiben, doch irgendwann einfach verschwand. Rebecca versucht nun auch die Geschichte von Emma nachzuverfolgen, doch scheint niemand wirklich etwas zu wissen, bis auf Iain, der allerdings schweigt und Rebecca anscheinend auch nicht wirklich wohlgesinnt ist.

Mit den Charakteren hatte ich so meine Probleme, denn Rebecca ist mir teilweise zu passiv, gerade in Bezug auf ihren Mann Nils, von dem sie sich irgendwie viel zu viel gefallen läßt, aber Fremden gegenüber ist sie dann oft total unmöglich, so unwirsch, als ob sie sie alle nur nerven würden. Nils fand ich total unsympathisch und auch Charlotte, Rebeccas angeblich beste Freundin, war einfach nur schrecklich. Also wenn man so eine Freundin hat braucht man keine Feinde mehr. Carlotte tut nämlich alles irgendwie nur ab, macht Rebecca regelrecht runter und meint sie solle sich nicht so anstellen. Iain fand ich auch recht unfreundlich, er tut gerade so als würde ihm Skellig Michael gehören. Am sympathischen kam da eigentlich noch Joseph Flanagan rüber, aber wie Rebecca manchmal über ihn gedacht hat fand ich einfach nur unnötig, denn er hat keinem was getan und geht einfach nur in seiner Leidenschaft zu historischen Begebenheiten auf.

Auch in der Vergangenheit habe ich nicht wirklich Bezug zu den Personen bekommen, einmal gibt es da Aislinn und Rónán, die mir aber teilweise auch irgendwie zu kurz kamen, zumindest was ihre Beziehung zueinander angeht. Dann die Mönche, die richtig streng waren, außer Micheal, der mich aber auf andere Weise enttäuscht hat und dann gab es halt noch Emma, die Autorin, die einige Zeit auf Skellig Michael gewohnt hat und Freundschaft mit Ceit geschlossen hat. Emma fand ich so undurchsichtig und Ceit tat mir eigentlich leid, aber auch sie hat Momente, wo ich mir nur gedacht habe, wieso macht sie das jetzt, wieso ist sie so gemein?! Es ist wirklich schwierig mit den Charakteren, aber die Geschichte war dafür ganz gut, zumindest am Ende nimmt sie an Fahrt auf und da konnte ich dann das Buch auch kaum noch aus der Hand legen.

Das Buch ist in drei Teile geteilt, im ersten geht es hauptsächlich um Rónán und Aislinn, im zweiten dann um Ceit und im dritten um Emma. Dazwischen ist man dann aber immer wieder bei Rebecca, also ein Kapitel handelt von der Vergangenheit und im nächsten ist man dann wieder in der Gegenwart. Ich fand die Abschnitte von Ceit und Emma am besten, diese spielen in den Jahren 1865-1867 und da konnte ich irgendwie am meisten mitfiebern. Die Geschichte um Aislinn und Rónán hat sich ja 1116 zugetragen und irgendwie war das nicht wirklich was für mich, wahrscheinlich war es mir auch zu sehr in der Vergangenheit. Rebeccas Teil fand ich allerdings am uninteressantesten, außerdem fand ich das Ende dort auch nicht wirklich gelungen. Es hängt mir alles zu sehr in der Schwebe und was hatte Iain denn nun vor?! Darüber grübele ich immer noch nach.

Veröffentlicht am: 17.06.2017

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