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Ulli

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Montag, 17. Oktober 2016, 21:09

Watzlawick, Paul: Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen



Autor: Paul Watzlawick
Titel: Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen
Originaltitel: Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen
Verlag: Piper
Erschienen: 1. Februar 2005
ISBN 10: 3492243177
ISBN 13: 978-3492243179
Seiten: 128 Seiten

Inhaltsangabe:

Ein Mann, bisher glücklich und zufrieden – stellt sich eines die Frage, ob das Leben seine eigenen Regeln hat. War es Neugierde oder Leichtsinn, welches ihm diese unglückliche Frage stellen ließ, man weiß es nicht. Denn mit dieser Frage verlor er sein bisher glücklich und zufriedenes Leben. Viele Irrwege musste der Suchende gehen, doch da er weder wusste was er eigentlich suchte noch wo es zu finden wäre, versagte er sich selbst das Ziel. Sein Problem war doch banal, doch er stellte das sich genannte Ziel ja selbst in Frage, aber nicht die Suche danach.

Er war sich seiner Suche voll bewusst, der ewigen Frage der Menschheit an alle Inhalte und Aspekte der Welt. Aufgrund dieser Suche veränderte er sich. Dieser Wandel bewirkte etwas, dadurch entstand auf einmal die Frage „Ist es das?“ Doch die Antwort darauf war, dass es kein „Das“ also kein Ding ist. Durch diese Antwort gab es keine Trennung mehr zwischen ihm und dem „Es“. Er sagte sich, „Was die Welt nicht enthält, kann sie auch nicht vorenthalten.“ „Ich bin icher als ich.“ Da war ihm klar, dass seine Suche der einzige Grund war, „Es“ nicht gefunden zu haben. Er konnte es da draußen in der Welt nicht finden und es daher auch nicht haben, denn man kann nicht haben, was man immer schon ist.

Meine Meinung:

Das Buch „Vom Schlechten des Guten“ war mein zweites Buch des Autors Paul Watzlawick. Es dreht sich eigentlich um einen Begriff, den der Autor „PatEndlösungen“ nennt. Er versucht zu erklären, warum uns vermeintlich einfache (hundertprozentige) Lösungen, in die Tiefe ziehen. Warum wir diese missverstehen und wie wir diese durchschauen bzw. vermeiden können.

Er definiert typische Denkansätze, die zu diesen Patendlösungen führen:

  • Das Anstreben von „zuviel“ Sicherheit
  • Doppelt soviel, heißt nicht zweimal so gut
  • Gegensätze – das Gegenteil von schlecht ist nicht immer gut
  • Nullsummenspiel
  • Ein Ganzes ist nur die Summe der einzelnen Teile
  • Zu viel Ordnung
  • Absolute Wahrheiten gibt es nicht


Wieder erklärt der Autor in Einbettung dieser oben erwähnten Rahmengeschichte mit sehr viel Humor aber auch einer Portion Ironie, warum die Menschen auf so einfache Patendlösungen hereinfallen. Ich fand es wie schon bei meinem ersten Buch sehr amüsant, wie der Autor den Leser an den Konstruktivismus heranführt. Seine Erklärungen, warum die Wirklichkeit nicht objektiv ist, weil sie nur eine unbewusste Schöpfung der Wahrnehmung des Menschen ist, sprechen eigentlich für sich.

Deshalb möchte ich hier den Autor wieder selbst zu Wort kommen lassen:



Das Buch ist in dem typischen Stil des Autors verfasst. Der Leser findet also wieder sehr unterhaltsame Anekdoten, aber auch teilweise reicht philosophische Betrachtungen.

Veröffentlicht am: 17.10.2016
Liebe Grüße Ulli

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