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Freitag, 8. Mai 2015, 15:54

Ross, Christopher: Mein Beschützer, der Wolf



Autor: Ross, Christopher
Titel: Mein Beschützer, der Wolf
Verlag: Weltbild
Erschienen: 2010
ISBN-10: 3868004211
ISBN-13: 978-3868004212
Seiten: 271 Seiten
Einband: Hardcover
Preis: 9,95 Euro

Inhaltsangabe:

Zitat

Im fernen Alaska will sich Clara eine neue Zukunft aufbauen und als Lehrerin arbeiten. Auf ihrer Reise dorthin befreit sie einen gepeinigten Wolf aus seiner Gefangenschaft und entlässt ihn in die Wildnis. Doch Maluk, wie sie ihn getauft hat, bleibt in ihrer Nähe und taucht immer dann auf, wenn sie in Gefahr gerät. In dem entlegenen Dorf mitten in der Wildnis steht Clara vor einer großen Herausforderung. Alma Finlay, die Vorsitzende des Schulkomitees will mit aller Macht verhindern, dass Clara auch Indianer unterrichtet, und auch einige ihrer Schulkinder machen ihr zu schaffen. Als ihr Mike Gaffrey, ein raubeiniger Fallensteller, den Hof macht steht Clara vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens.

Quelle: Amazon.de

Meine Meinung:

Clara steht kurz vor ihrer Hochzeit als ihre Zweifel zurückkommen, ob Benjamin wirklich der Richtige für sie ist. Sie hatte schon früher einige Bedenken, aber ihr Onkel und ihre Tante waren sehr angetan davon, das sie den reichsten und begehrtesten Junggesellen des Ortes für sich gewinnen konnte und fügte sich deswegen in ihr Schicksal. Doch nun hat sie eine Stelle in Porcupine, Alaska, zugesprochen bekommen und das wäre genau das, was sie sich schon immer erhofft hat. Denn Clara möchte etwas von der Welt sehen und Abenteuer erleben. Daher macht sie sich kurzerhand nach Alaska auf und blickt nicht mehr zurück, auch wenn sie ihren Verwandten ewig dankbar sein wird, das sie sie damals aufgenommen und adoptiert haben.

Clara war mir, bis auf ein kurzes Gespräch mit einem Busfahrer, der ihr ja nur einen guten Rat geben wollte, ziemlich sympathisch. Sie findet sogar einen Weg ihre Lernmethoden mit denen von Alma Finlay, die alles ganz genau geplant und unter ihrer Fuchtel hat, zu verbinden. Zwar gibt es auch mal das ein oder andere Streitgespräch deswegen zwischen den beiden, aber Clara ist nicht auf den Mund gefallen und gibt Mrs. Finlay oft und gerne kontra. Auch Mike mochte ich ganz gerne, auch wenn ich immer noch nicht genau weiß, zu welcher Art von Fallensteller er nun gehört, da es nicht wirklich thematisiert wurde. Es gibt aber auch noch einige andere Charaktere, die ich ziemlich nett fand, wie zum Beispiel Rose, Amy, Maggie, Johnny und noch ein paar weitere. Eigentlich war mir nur die Familie Finlay nicht sonderlich sympathisch und Dynamite Dick mit seinen zwei Kumpanen.

Die Geschichte hat mir recht gut gefallen, denn alles wird sofort aufgeklärt, es gibt keine richtigen Missverständnisse und das war mal was ganz anderes, denn sonst wird ja oft vieles in die Länge gezogen, dadurch das einiges unerwähnt bleibt und dann erst später herauskommt, aber hier liegen die Karten immer gleich offen auf dem Tisch. Auch die Parts mit Maluk fand ich immer sehr interessant und schön, bis auf die erste, wo sich Clara und Maluk kennenlernen, denn das geschieht ja leider bei einer sehr grausamen Szene, aber ohne diese würde es die Verbundenheit zwischen den beiden vielleicht auch gar nicht geben. Die Liebesgeschichte zwischen Clara und Mike spielt hier eigentlich auch eher eine untergeordnete Rolle, vielmehr wird auf das Leben der Indianer eingegangen und das sie es nicht leicht hatten, außerdem geht es ums mushen (Hundeschlitten fahren) und um die raue Natur Alaskas, in der sich ganz unterschiedliche Charaktere zusammenraufen. Leider fand ich das Ende etwas zu abrupt, denn da hätte ich gerne noch einiges erfahren, gerade in Bezug auf Clara und Mike, aber auch was Alma Finlay angeht.

Veröffentlicht am: 08.05.2015